The Last Seven

The Last Seven

Originaltitel: The Last Seven
Genre: Thriller
Regie: Imran Naqvi
Hauptdarsteller: Tamer Hassan • Simon Phillips
Laufzeit: Ca. 84 Minuten
Label: Ascot Elite
FSK 16

The Last Seven   21.03.2011 von Tobi

Nachdem wir vor einiger Zeit den post-apokalyptischen Film „The Book Of Eli“ rezensiert haben steht heute auch schon wieder einer neuer Film aus diesem Genre auf dem Prüfstand. Es handelt sich um die britische Produktion „The Last Seven“. Danny Dyer und Tamer Hassan, beide bekannt aus „Dead Man Running“, spielen hier die Hauptrollen. Ähnlich wie im Hollywood-Blockbuster „I Am Legend“ ist in diesem Fall die Stadt London fast menschenleer. Nur ein paar wenige sind am Leben und versuchen heraus zu finden, was passiert…

 

William (gespielt von Simon Phillips) erwacht aus seiner Bewusstlosigkeit und traut seinen Augen und Ohren kaum. In London ist tatsächlich keine Menschenseele zu sehen und auch kein Laut zu vernehmen. Das erscheint gerade zur Weihnachtszeit mehr als merkwürdig, wenn ungefähr sieben Millionen Menschen einfach verschwunden sind. Er hat absolut keine Ahnung, ob hier eine Bombe oder gar ein biologischer Angriff dafür verantwortlich sind. Auf seinem Streifzug durch die leeren Straßen trifft er auf sechs weitere „Überlebende“, die von dem Söldner Jack (gespielt von Tamer Hassan) angeführt werden. Auch sie haben überhaupt keine Ahnung, was in London passiert ist. Auf Grund ihrer Unkenntnis vertrauen sie sich überhaupt nicht. Als einer der Gruppe plötzlich verschwindet und kurze Zeit später tot aufgefunden wird scheint die Sache klar. Sie sind nicht die einzigen „Überlebenden“ in den Straßen Londons. Ein bitterer Kampf ums nackte Überleben beginnt.

 

Nachdem mich der letzte Film „Dead Man Running“ mit Danny Dyer wirklich positiv überrascht war ich nun auf sein neuestes Werk sehr gespannt. Die Geschichte liest sich sehr interessant und verspricht spannende Unterhaltung. Anfangs funktioniert das Szenario auch ganz gut, doch mit der Laufzeit lässt der Film deutlich nach. Man wird als Zuschauer lange im Unklaren darüber gehalten, was hier eigentlich passiert ist. Diese Tatsache an sich ist nicht weiter schlimm, aber der Film hat leider überhaupt nichts zu bieten, um auch nur einen Hauch von Interesse für die Auflösung zu wecken. Ein ständiger Wechsel zwischen den ständig gleichen Rückblenden und aktuellen Geschehnissen wechseln sich ab ohne, dass die Geschichte weiter voran getrieben wird. Sie plätschert hier so vor sich hin und schafft es leider recht schnell Desinteresse zu wecken. Auch die Schauspieler wirken nur sehr hölzern und Danny Dyer ist sowieso nur in einer sehr kleinen Nebenrolle präsent.

 

Wer jetzt denkt, dass es vielleicht andere Unterhaltungswerte wie Actionszenen oder blutiges Gemetzel gibt, der ist leider auf dem Holzweg. Es passiert hier wirklich nichts und das bleibt die gesamte Zeit über der Fall. Ich kann mir vorstellen, dass es sicherlich Zuschauer gibt, die genau auf diese Art Film abfahren, aber bei mir hat er leider überhaupt nicht funktioniert. Das einzig Positive an dem Ganzen ist das Setting, denn es ist echt mal interessant zu sehen, wie das menschenleere London wirkt. Doch das reicht natürlich nicht aus, um 84 Minuten Langeweile zu überspielen. Leider funktioniert auch der Soundtrack nicht wirklich und das religiöse Unterthema fängt ebenfalls an zu nerven. Während ich das schreibe versuche ich wirklich noch das eine oder andere positive aus dem Film zu ziehen, doch mir fällt wirklich nichts. Sogar das Ende lies mich kalt und hat mich überhaupt nicht überzeugt. Schade eigentlich.

 

Die Blu-ray aus dem Hause Ascot Elite ist komplett ungekürzt und kommt aber nur mit einer durchschnittlichen Bildqualität daher. Die Farben wirken extrem blass, was negativ auf die Schärfe zurück fällt. Vielleicht verstehen dies die Macher hier als Stilmittel, aber meines Erachtens hilft das dem Film leider nicht weiter. Der Ton geht in Ordnung, auch wenn der Film sehr dialoglastig ist. Das meiste spielt sich bei den vorderen Boxen ab und die hinteren Lautsprecher haben Pause. Hinzu kommt, dass die deutsche Synchronisation mal wieder ein Griff ins Klo ist. Wer den Film anschaut sollte unbedingt die Original-Tonspur verwenden. Bonusfans bekommen ein kleines Making-Of und ein paar Trailer spendiert. Das Wendecover ist hier wieder mit an Bord und lässt den lästigen FSK-Flatschen verschwinden.


Das Fazit von: Tobi

Tobi

Wir ihr bereits lesen konntet bin ich von „The Last Seven“ mehr als enttäuscht. Der Film konnte zu fast keiner Zeit mein Interesse wecken und ich habe mich während dessen mehr mit anderen Dingen beschäftigt. Das finde ich mehr als schade, denn ich mag die Filme von Danny Dyer sehr. Leider spielt er hier nur eine sehr kleine Rolle und ist den gesamten Film über kaum zu sehen. Er hat zwar eine Schlüsselrolle, aber diese kommt erst am Ende zum Tragen. Mir fällt es hier schwer eine Empfehlung auszusprechen. Daher kann ich euch nur sagen, dass ihr selbst wissen müsst, ob ihr dem Film eine Chance gebt oder nicht. Wenn dieser Artikel in irgendeiner Art und Weise euer Interesse geweckt hat, dann leiht ihn euch mal aus. Ich hoffe nur, dass Dannys nächster Film wieder einiges mehr zu bieten hat und er sich wieder auf sein wirkliches Können besinnt.


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