The Legend of Goemon

The Legend of Goemon

Originaltitel: Goemon
Genre: Action • Drama
Regie: Kazuaki Kiriya
Hauptdarsteller: Yosuke Eguchi • Mayuko Fukuda
Laufzeit: ca. 129 Minuten
Label: Splendidfilm
FSK 16

The Legend of Goemon   31.07.2010 von Tobi

Digitale Computer-Effekte sind aus den heutigen Filmen kaum noch wegzudenken. Für die Filmemacher stellen sie meistens Kosteneinsparungen dar, aber beim Zielpublikum stoßen sie oft auf Widerstand. Es gibt dann aber immer mal wieder Filme, die genau durch diese speziellen Optiken ihren Reiz bekommen. Das ist z.B. mit Filmen wie „Sin City“ und „300“ gelungen. Wenn diese Technik dann auf asiatische Kampfkunst trifft, dann dürfte doch gar nichts mehr schief gehen, oder?

Ishikawa Goemon ist ein Meisterdieb der Extraklasse. Im Japan des 16. Jahrhunderts bestielt er machtgierige adlige Leute und verteilt die Beute unter den Armen. Er ist der Robin Hood aus dem Land des Lächelns. Eines Tages aber unterläuft ihm ein fataler Fehler. Er stiehlt eine ziemlich schlichte kleine Box ohne zu wissen, dass es sich dabei um die Büchse der Pandora handelt. Diese Box hat die Macht das Schicksal des gesamten Landes zu beeinflussen. Ab diesem Moment ist Ishikawa nicht mehr sicher, denn ganze Heerscharen von Ninja-Kriegern sind ihm auf den Fersen. Und die wollen ihm ordentlich ans Leder. Zusammen mit seiner Geliebten Cha Cha setzt er alles daran die Büchse vor dem Bösen zu bewahren und das Land vor dem Untergang zu retten.

„The Legend Of Goemon“ ist zum Teil wirklich schwere Kost, denn die Story ist nicht gerade einfach zu verarbeiten. Wie üblich bei asiatischen Filmen wird hier mal wieder alles unnötig in die Länge gezogen und das nervt einfach nach einer Weile. Ich habe mich immer mal wieder dabei erwischt, dass mir die Geschichte egal ist. Das lag leider daran, dass die Langeweile immer mal wieder präsent war, was ich sehr schade finde. Die Geschichte hat so viel Potential und man kann das problemlos in 90 Minuten verpacken, aber es muss alles mal wieder dramatischer, kitschiger und vor allem länger werden. Das muss doch nicht sein.

Die Schauspieler hingegen sind super aufgelegt und gehen stellenweise echt gut ab. Vor allem in den Kampfszenen können sich einige der Protagonisten ordentlich austoben. Dazu kommen digitale Effekte, die den Film zu einem echten Augenschmaus machen. Wer „300“ optisch gut fand, dem wird auch hier geniales Material geliefert. Aber ich bin nun mal der Meinung, dass Technik allein nicht reicht, sondern dass das Gesamt-Paket stimmen muss. Und da hakt es leider mal hier und da. Optisch ein Genuss, aber storytechnisch einfach nur Stuss.

Die Blu-ray-Veröffentlichung stammt hier aus dem Haus Splendidfilm und was soll ich sagen außer, dass dieser Film definitiv für dieses Medium geschaffen wurde. Hier gibt es kaum Mängel, außer dass der Filmkorn manchmal zu stark präsent ist. Der Ton ist auch ordentlich und zeigt dem Zuschauer immer mal wieder, dass auch die hinteren Boxen noch sehr gut funktionieren. Beim Bonusmaterial gibt es Making-Ofs und Interviews zu bestaunen, die einige Hintergrundinformationen bereit halten. Für Fans ist das sicherlich sehr interessant. Wie üblich bekommt der Käufer auch ein Wendecover spendiert, welches das FSK-Logo verschwinden lässt. Wer keinen Blu-ray-Player sein eigen nennt kann auch auf die DVD zurückgreifen. Diese gibt es als „normale“ Veröffentlichung und auch als „Limited Edition“ zu erwerben. Die Veröffentlichungen sind Splendidfilm mal wieder sehr gut gelungen.


Das Fazit von: Tobi

Tobi

Nach den ersten zehn Minuten habe ich mir schon fast gedacht, dass dieser Filme unnötig lang ist und dass dadurch schnell Langeweile aufkommt. So langsam nervt es ein wenig, dass asiatische Filmemacher einfach kein Händchen für Tempo und Geschichte haben. Aber das kommt sicherlich wieder, denn gerade in den 90ern war das nicht so der Fall, wie es momentan ist. Von daher kann ich „The Legend of Goemon“ nur wirklich eingefleischten Asia-Fans empfehlen, da auf genau diese Art Film abfahren. Allen anderen rate ich eher den Gang zur Videothek oder sogar ganz von dem Film weg. Auf Grund der schwankenden Empfindungen beim Zuschauen vergebe ich hier fünf Punkte. Schade eigentlich!


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