The Lords of Salem

The Lords of Salem

Originaltitel: The Lords of Salem
Genre: Horrorthriller
Regie: Rob Zombie
Hauptdarsteller: Sheri Moon Zombie
Laufzeit: Ca. 101 Minuten
Label: Universal Pictures
FSK 16

The Lords of Salem   31.10.2013 von Wolf

Ein neuer Horrorfilm von Rob Zombie erscheint auf DVD und Blu-ray. Es handelt sich sozusagen um eine echte Familienproduktion, da Frau Zombie die weibliche Hauptrolle in The Lords of Salem spielt. Die Erwartungen sind hoch, doch können sie erfüllt werden?


Gleich zu Beginn von The Lords of Salem ist ein satanistisches Ritual, ausgeführt von unbekleideten teils äußerst runzligen "Hexen", zu sehen, bevor der Zuschauer den Titel des Films über dem Kopf eines durchdringend blickenden Ziegenbocks serviert bekommt. The Lords of Salem handelt von der Geschichte der jungen Radiomoderatorin Heidi. Heide ist Teil eines erfolgreichen Moderatorentrios und schläft gerne nackt bis auf die Überkniestrümpfe. Sie wohnt in einem stinknormalen Apartment in einem Mehrfamilienhaus, dessen Vermieterin sie gut kennt - diese wohnt im Erdgeschoss. Die Geschichte beginnt an einem Montag, an dem Heidi auf dem Weg zur Arbeit eine unheimliche Person im Eingang der Tür zu einer derzeit nicht vermieteten Wohnung sieht. Die Vermieterin, angesprochen auf diese Sichtung, bestätigt allerdings, dass die Wohnung nicht vermietet sei.

 

Auf der Arbeit angekommen erhält Heidi von einer mysteriösen Band "The Lords" eine hölzerne Kiste mit einer Schallplatte. Ihr Moderatorenkollege, der sich in sie verliebt hat, legt in Heidis Wohnung die Schallplatte auf und wundert sich darüber, dass diese rückwärts abgespielt wird. Die Musik ist unangenehm und monoton, hat auf Herman allerdings nicht dieselbe Wirkung wie auf Heidi. Diese durchlebt während die Musik läuft die Vision eines Kaiserschnitts im Rahmen des zu Beginn gesehenen satanistischen Rituals. Die Vision endet, als Herman den Plattenspieler ausstellt.

 

In den darauffolgenden Tagen wird die Musik auch im Radio abgespielt, da die mittlerweile "The Lords of Salem" getaufte Gruppe scheinbar große Beliebtheit erlangt. Ihr Kollege Herman sowie ein am okkulten interessierten Gelehrter namens Francis Matthias werden schließlich mit in den Sog der Ereignisse gezogen. Auch die Vermieterin mit ihren beiden Kaffeekränzchenfreundinnen ist am weiteren Verlauf der Handlung nicht unbeteiligt ...

 

Der Film wird ab dann immer schräger und schräger. Ob Heidi in dem nichtvermieteten Zimmer ein leuchtendrotes Neonkreuz findet, sie in einer Kirche vom Pastor zum Blowjob gezwungen wird, sie einen gesichtslosen Mann sieht, der mit seiner Ziege Gassi geht, sie von einem Tentakelbaby geschwängert wird und das Ergebnis schließlich unter dem Ritt auf einer Rodeo-Ziege und den anfeuernden Wichsbewegungen der Rosa-Dildo-Pastoren erhält - Zombie lässt sich nicht lumpen, den Zuschauer auf dem Weg zum Höhepunkt der Handlung zum amüsierten Kopfschütteln zu bringen. The Lords of Salem strotzt nur so vor Stilbrüchen. Besonders eindrucksvoll ist die unvermittelte Einblendung einer bunten Hypnosescheibe, akustisch umrahmt durch Heavy-Metal-Musik.

 

Bildergalerie von The Lords of Salem (12 Bilder)

Technisch und handwerklich gesehen hätte man bei einem 1,5 Millionen Euro Budget in jedem Fall ein wenig glaubwürdiger gestaltete Kostüme sowie besser funktionierende Schockmomente erwarten können. Der trashige Eindruck drängt sich absolut auf. Insgesamt wird dieser Film die "Rob Zombie"-Fans wahrscheinlich spalten und somit die Erwartungen zum Teil nicht erfüllen.


Das Fazit von: Wolf

Wolf

Man ist hin- und hergerissen. Auf der einen Seite präsentiert Rob Zombie hier einen Film, der dem Zuschauer aufzeigt, dass die jungfräuliche Empfängnis Jesus' durch Maria auch für die andere Seite hätte geschrieben sein können und regt dadurch zum Nachdenken an. Auf der anderen Seite wird man als Zuschauer mit Szenen, die rosa Dildos, wichsende Priester und Tentakelgnome zum Thema haben, beglückt. Ob die lächerliche Wirkung dieser Szenen beabsichtigt ist, ist mir unklar. Einige Längen, die nicht funktionierenden Schockmomente, sowie der sich aufdrängende Eindruck, dass Frau Zombie sich nur mal gerne halbnackt einem größeren Publikum präsentieren wollte, verhindern zusätzlich, dass der Film wirklich begeistert. Wer auf Trash-Horror steht und gerne ein bisschen lachen möchte, kann hier durchaus gerne zugreifen. Wer einen soliden Horrorfilm sehen möchte, sollte sich lieber nach etwas anderem umgucken. Abschließend bleibt noch eine Frage zu klären: "Warum die Ziege?" 


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