The Master

The Master

Originaltitel: Wong Fei Hung ‚92 Ji Lung Hang Tin Gwong
Genre: Action
Regie: Tsui Hark
Hauptdarsteller: Jet Li • Jerry Trimble
Laufzeit: Ca. 92 Minuten
Label: Splendidfilm
FSK 18

The Master   31.03.2011 von Tobi

Action-Star Jet Li spielt derzeit bei den aktuellen Blu-ray-Veröffentlichungen von Splendidfilm eine sehr große Rolle. Man widmet ihm eine eigene Reihe, was bei den Fans von Jet Li auf große Begeisterung stößt. Nach den ersten drei Filmen der „Once Upon A Time In China“-Reihe steht nun der Film „The Master“ als vierte Veröffentlichung an. Regie führt hier wiederrum der allseits bekannte Tsui Hark…

 

Der gute Doc ist ein Meister des Martial-Arts. Er betreibt in Los Angeles ein Geschäft, wo er kranke und verletzte Leute mit chinesischer Heilkunst versorgt. Dummerweise ist Doc dem Dojo-Besitzer und Kung-Fu-Star Johnny (gespielt von Karate-Champion Jerry Trimble) ein Dorn im Auge. Sein Ziel ist es ein Kampfsportschulen-Monopol in Los Angeles zu erreichen. Daraufhin wird Docs Laden von Johnnys Handlangern kurz und klein gehauen. Er selbst flieht und kommt bei einer Akrobatin unter, die ihm das Leben rettet. Zur selben Zeit verschlägt es Docs ehemaligen Schüler Jet (gespielt von Jet Li) in die Stadt. Als er bemerkt, dass sein Meister verschwunden ist, begibt er sich zusammen mit drei Straßenschlägern auf die Suche nach ihm. Als sie heraus finden, was es mit Johnnys Plänen auf sich hat, nehmen die vier neuen Freunde den Kampf gegen ihn und seine Kumpanen auf.

 

Die Geschichte des Films „The Master“ ist generell bekannt, da sie schon in diversen anderen Eastern erzählt wurde. Nur wurde sie dieses Mal nach Amerika verlegt, was der Inszenierung leider nicht so ganz entgegen kommt. Tsui Hark versucht hier des westliche Filmemachen ein Stück weit zu kopieren, was ihm leider nicht gelingt. Das merkt man vor allem in den Szenen, die mit einer typischen 80er-Jahre Musik unterlegt sind. Das passt hier leider überhaupt nicht mit der klassischen Eastern-Story zusammen und verwirrt den Zuschauer. Ich selbst musste immer wieder unfreiwillig lachen, da der Film dadurch eine gewisse Komik ausstrahlt. Man hat hier zwar versucht das Ganze tatsächlich mit lustigen Elementen zu versehen, aber diese funktionieren größtenteils nicht. Irgendwie nervt es doch auf Dauer, dass asiatische Kampfsportfilme fast immer lustig sein müssen. Das funktioniert meistens nur bei Jackie Chan.

 

Kommen wir nun mal zu den Kampfszenen, denn diese sind es ja, die uns den Film eigentlich schmackhaft machen sollen. Leider fehlt auch hier das gewisse Etwas. Die Kämpfe zwischen Jet Li und Jerry Trimble sind das einzige Highlight in den Film. Der ganze Rest ist leider nur Durchschnittsware und kann mit Kampfsportfilmen von heute einfach nicht mehr mithalten. Manche Szenen sind einfach schlecht inszeniert und wirken auch ein Stück weit billig. Man sieht richtig, dass sich die Kämpfer nicht treffen und das trübt die Spannung ein wenig. Komischerweise ist der Film auch noch mit einer Altersfreigabe ab achtzehn Jahren versehen worden, was mich persönlich schon ein wenig wundert. Es gibt zwar zwei rechtblutige Szenen, aber diese rechtfertigen die hier vergebene Freigabe keineswegs. Ich muss sagen, dass ich von „The Master“ schon ein wenig enttäuscht bin. Es passiert einfach zu wenig, es wird zu viel herum gealbert und es dauert einfach zu lange, bis die geilen Kämpfe losgehen. Das habe ich schon besser gesehen.

 

Die mir vorliegende Blu-ray ist komplett ungeschnitten und bietet dem Käufer leider keinen wirklichen HD-Genuss. Das Bild ist voller Artefakte und die Farben sind extrem blass. Dazu kommt ein deutliches Bildrauschen, was darauf schließen lässt, dass hier nichts neu remastered wurde. Auch der Ton kann nicht so richtig überzeugen. Die deutsche HD-Tonspur klingt zwar recht gut, doch die Stimmen kommen immer mal wieder aus allen Boxen und nicht nur von vorn. Die Kanaltrennung funktioniert dadurch nicht richtig und man versucht dem Zuschauer einen Surround-Effekt zu suggerieren. Dazu kommt mal wieder eine unterirdisch schlechte Synchronisation, die einem wirklich die Haare zu Berge stehen lässt. Leider ist aber auch die Original-Tonspur nicht zu gebrauchen, da auch diese scheinbar von den Machern übersynchronisert wurde. Hier ist mal gar nichts lippensynchron. Vom Bonusmaterial fehlt hier auch jede Spur, denn es gibt nur ein paar Trailer zu bewundern. Immerhin gibt es aber ein Wendecover, welches das FSK-Logo verschwinden lässt.


Das Fazit von: Tobi

Tobi

Ich dachte wirklich, dass „The Master“ ein echter Knaller ist, denn was Jet Li und Tsui Hark anfassen kann eigentlich nur gut werden. Da habe ich mich leider getäuscht, denn dieser Film ist einfach nur Durchschnittsware. Die Kämpfe sind durchweg unbrauchbar und nur am Ende wirklich spektakulär. Dazu kommen diverse Blödeleien und ein mieser Soundtrack, die spätestens nach einer halben Stunde nerven. Man kann einfach nicht mehr hinsehen, denn selbst das Lachen fällt einem dabei schwer. Fans von Jet Li werden hier sicherlich einen Kauf in Erwägung ziehen, aber allen anderen sei geraten eine Ausleihe vorzuziehen. Ich kann euch aber alle beruhigen, denn mein nächster Test beschäftigt sich mit dem Klassiker „Fist Of Legend“. Dieser Film ist genial, so viel kann ich jetzt schon versprechen.


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