The Stalking Dead - Mein kopfloser Ex

The Stalking Dead - Mein kopfloser Ex

Originaltitel: Clinger
Genre: Horror • Komödie
Regie: Michael Steves
Hauptdarsteller: Vincent Martella • Jennifer Laporte
Laufzeit: DVD (77 Min) • BD (80 Min)
Label: Tiberius Film
FSK 18

The Stalking Dead - Mein kopfloser Ex   13.09.2016 von MarS

The Stalking Dead prangt auf dem Cover, das optisch mit weiblichen Reizen und ordentlich Blut wirbt. Sofort denkt man natürlich an die Erfolgsserie The Walking Dead, doch schon beim Lesen der Inhaltsangabe merkt man, dass dieser Film ein ganz anderes Genre bedient. Was die Horrorkomödie letztendlich zu bieten hat erfahrt Ihr in unserer Kritik.

 

Für Fern und Peter ist es die Liebe auf den ersten Blick. Die anfängliche Idylle hält jedoch nicht lange an, denn Peter übertreibt es schon bald mit seinen Aufmerksamkeiten und entwickelt eine unerträgliche Obsession, was Fern dazu treibt mit Peter Schluss zu machen. Zum ungünstigsten Zeitpunkt erzählt sie Peter von ihrem Entschluss, und so kommt es wie es kommen muss: Ein blöder Unfall sorgt für Peters frühzeitiges Ableben. Zunächst schockiert und schließlich erleichtert ist dieser Todesfall jedoch nur der Beginn von Ferns Problemen, denn Peter kehrt als Geist zurück zu den Lebenden und will Fern wieder für sich gewinnen. Die willigt zwar erst einmal in die ungewöhnliche Beziehung ein, als Peter jedoch wieder zu klammern beginnt hat sie die Nase voll. Eine Romanze zwischen Lebenden und Toten funktioniert nun einmal nicht. Das sieht Peter eigentlich genauso, doch er hat schon einen neuen, simplen Plan: Fern muss einfach auch sterben, damit sie im Tod wieder zusammen sein können. Aber Fern ist alles andere als einverstanden mit dieser Lösung...

 

The Stalking Dead - Mein kopfloser Ex lässt zunächst einmal Erinnerungen an Horrorkomödien wie Weg mit der Ex oder auch Warm Bodies wach werden, nur eben anstatt mit Zombies mit Geistern. Leider macht der Film aber schon sehr schnell klar, dass er eigentlich keinesfalls mit diesen in einem Satz erwähnt werden sollte. Wo die Vorbilder durch eine runde, stimmige Geschichte, die tollen, sympathischen Hauptdarsteller sowie die stimmigen Effekte und Make-Ups punkten konnten, versagt The Stalking Dead - Mein kopfloser Ex als Amateur-Pendant auf ganzer Linie. Natürlich, ein über Kickstarter finanziertes Projekt kann nicht mit dem finanziellen Rahmen großer Produktionen mithalten, dennoch sind die Effekte hier so grottenschlecht, dass es einfach keinen Spaß macht. Zwar ist die Geschichte selbst durchaus interessant und steckt voller Potential, doch die finale Umsetzung krankt vor allem an den nervigen Charakteren und den aufgesetzt wirkenden, teils dümmlichen Dialogen. Lediglich Jennifer Laporte als Fern kann hier echte Akzente setzen, denn es ist zum einen wirklich erfrischend zu sehen, dass die Hauptrolle einmal nicht an ein perfektes Modelpüppchen vergeben wurde sondern auf Natürlichkeit gesetzt wurde, zum anderen kann die unbekannte Jungdarstellerin als einzige ihrer Rolle so etwas wie Sympathie und Authentizität verleihen. 

 

Bildergalerie von The Stalking Dead - Mein kopfloser Ex (6 Bilder)

Das Bild der Blu-ray ist sehr gut und zeigt sich glasklar, scharf und voller Details. Insgesamt wirkt die optische Aufmachung eher wie ein TV-Film, was dem ganzen Geschehen jedoch ganz gut steht. Die Farbgebung ist größtenteils sehr natürlich und auch Kontrast und Schwarzwert leisten sich keine Schwächen. Anders sieht es da beim Ton aus, der keinerlei Dynamik oder Atmosphäre aufweist. Die Dialoge sind zwar stets verständlich, klingen aber in den meisten Szenen wie in einer großen Halle in einen Blecheimer gesprochen.


Das Fazit von: MarS

MarS

The Stalking Dead - Mein kopfloser Ex hat interessante Ansätze, kann aber zu keiner Zeit über das geringe Budget und das schreckliche Drehbuch hinwegtäuschen. Ob die Charaktere samt Klischeezeichnung und Hang zum Overacting nun mit Absicht so nervig sind oder ob die Darsteller es einfach nicht besser hinbekommen haben, darüber könnte man an dieser Stelle streiten, letztendlich macht der Film aber einfach keinen Spaß und zehrt nach spätestens 20 Minuten einfach nur noch an den Nerven. Hauptdarstellerin Jennifer Laporte ist es zu verdanken, dass man The Stalking Dead - Mein kopfloser Ex dann doch bis zum nicht allzu entfernten Ende verfolgt, wirklich unterhaltsam ist das Ganze aber nicht. 


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