Titanic: Blood and Steel – Die komplette Serie

Titanic: Blood and Steel – Die komplette Serie

Originaltitel: Titanic: Blood & Steel
Genre: Drama • History • TV-Serie
Regie: Ciaran Donnelly
Hauptdarsteller: Chris Noth
Laufzeit: Ca. 640 Minuten
Label: Studiocanal
FSK 12

Titanic: Blood and Steel – Die komplette Serie   06.10.2012 von Panikmike

Mittlerweile kennt jeder die tragische Geschichte der RMS Titanic. Nun gibt es zu diesem Thema eine Mini-Serie, die aus 12 Folgen besteht. Denkt nun aber bloß nicht, dass man dort Leonardo langsam, über die Folgen verteilt, im Wasser versinken sieht. In Titanic – Blood and Steel geht es um die Entstehung der Titanic und eine Menge von Problemen, die zu jener Zeit vorhanden waren …

Die Serie selbst hat nichts mit dem Film Titanic zu tun. Es geht nicht um die Katastrophe und die Tragödie des Schiffes, sondern vielmehr um die Entstehung des Luxusliners. Die Geschichte umfasst den Bau und dessen Probleme, die damals nicht einfach zu lösen waren. Ebenso zeigt Blood and Steel die Verhältnisse der Arbeiterklasse zur Oberschicht.

New York, 1909 – In Belfast befindet sich die Werft Harland and Wolff, die für die Linie White Star Luxusschiffe baut. Es werden drei Schiffe in Auftrag gegeben, die alle bisher erschienen Passagierschiffe in den Schatten stellen werden. Sie sollen über den Atlantik schippern und den reichen Menschen den höchstmöglichen Luxus bieten. Eines der drei Schiffe nennt sich Titanic, auf die in der Serie näher eingegangen wird. Lord William Pirrie (Derek Jacobi) ist der Vorsitzende der Werft. Zusammen mit Joseph Bruce Ismav und Thomas Andrews (Billy Carter) entwickelte und konstruierte er in der Theorie die Titanic und ihre Schwestern. Nun sollen die Pläne umgesetzt werden, sodass die Luxusliner in See stechen können.

Während der ersten Tage des Baus reist Dr. Mark Muir (Kevin Zegers) nach Belfast, um sich bei Harland and Wolff als Spezialist für Metalle vorzustellen. Der Ingenieur bewies sein Können bei diversen Kriegsschiffen, die im Ausland Werften verlassen haben. Wegen seinem enormen Wissen überzeugt er die Leitung der Werft, so dass er angestellt wird und sich von nun an um die Qualität der Metalle kümmern darf. Täglich prüft er die Konsistenz und die Tragkraft des verbauten Materials und stellt nach ein paar Tests fest, dass die Firma billiges Metall benutzt, um die Kosten des Projekts zu senken. Nebenbei kämpft Lord William nicht mit dem Kompromiss des billigen Stahls, sondern muss sich auch noch um protestierende Arbeiter kümmern. Eine Arbeiterbewegung kündigt nämlich eine große Demonstration an, die den Bau der Titanic unnötig verzögern würde. Der Zeitdruck kommt zudem noch dazu, all diese Probleme könnten die Werft in den Ruin treiben.

Unterdessen versucht Kitty Carlton (Ophelia Lovibond), Dr. Muir schöne Augen zu machen und offenbart ihm während eines Gesprächs ihre Gefühle für ihn. Obwohl er nicht abgeneigt ist, lehnt er eine Affäre dankend ab, weil er ein paar Tage zuvor Sofia Silvestri, eine Kopistin von Harland and Wolff, kennengelernt hat. Ein Arbeitskollege und Freund rät ihm allerdings ab, weil ein Klassenunterschied in Belfast um die Jahrhundertwende nicht gebilligt wird. Eine Beziehung zur Arbeiterschicht könnte ihn seine Position und Ansehen kosten. Schnell ist man bei der Bevölkerung unten durch, wenn man sich als reicher Mann auf eine arme Frau einlässt. Der erste Kuss lässt dennoch nicht lange auf sich warten, das Schicksal der Liebe setzt die härtesten Regeln außer Kraft.

Wer mit Titanic – Blood & Steel eine dramatische und actionreiche Umsetzung des Films in Serienform wünscht, der braucht gar nicht weiterzulesen. Die Serie kann mehr, als einfach nur eine Untergangsgeschichte zu stricken, was an dieser Stelle nicht heißen soll, dass der Film nicht gut war. Hier geht es quasi um die Vorgeschichte, wie die Titanic gebaut wurde und mit welchen Problemen die Arbeiter, sowie auch die reichen Menschen zu kämpfen hatten. Keiner hätte damals zum Beispiel gedacht, dass es wichtig ist, den Stahl bei einer gewissen Temperatur abzukühlen. Die Fakten der Serie sind zwar historisch nicht zu 100% richtig, dennoch macht es total Spaß, die 12 Folgen anzuschauen. Wer sich mit der Wahrheit beschäftigt, wird schnell feststellen, dass viele Dinge anders waren, als sie hier dargestellt wurden. Weil die Serie aber keine Dokumentation ist, finde ich die Fehler der Geschichte vernachlässigbar.

Bildergalerie von Titanic: Blood and Steel – Die komplette Serie (11 Bilder)

Die Bild- sowie die Tonqualität der Blu-ray ist gut gelungen. Das Bild ist zu jeder Zeit scharf und detailreich, selten ist in dunkleren Szenen ein Bildrauschen zu erkennen. Da die Serie fast ausschließlich im Hellen spielt, ist der nicht ganz passende Schwarzwert in den dunkleren Szenen vernachlässigbar. Dolby Digital Fans werden ein wenig enttäuscht sein, die Effekte kommen in der Serie ein wenig zu kurz. Dafür schallen die Stimmen sauber getrennt aus den vorderen Boxen und auch die stimmungsvolle Musikuntermalung wird perfekt auf die restlichen Boxen verteilt. Dass eine dramatische Serie auch kaum Effekte vorzuweisen hat, sollte dem Fan klar sein. An Extras spendierte Studiocanal noch ein Making Of, den Trailer und einen Episodenguide.


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Ich wusste ehrlich gesagt nicht, was mit dieser Mini-Serie auf mich zukommt. Weil ich die Geschichte rund um die Titanic aber interessant und den Film nicht unbedingt schlecht finde, lies ich mich auf Titanic – Blood and Steel ein. Ohne Erwartungen sah ich die erste Folge und war ehrlich gesagt ein wenig enttäuscht, weil bis zu diesem Zeitpunkt nicht viel passierte. Jedoch schon in der nächsten Folge wird es sehr interessant. Schön ist einfach, dass die Serie quasi die Vorgeschichte des Films aufnimmt und gekonnt die Schwierigkeiten des Baus der Titanic zeigt. Ebenso ist der Klassenkonflikt zwischen Arm und Reich gut dargestellt. Schauspielerisch können alle Akteure überzeugen, ebenso wurde das Setting der Werft gut umgesetzt. Hin und wieder wirken die CGI-Effekte etwas billig, was der Serie aber keinen negativen Punkt bringt. Alles in allem ist Blood and Steel spannend und dramatisch dargestellt und kann im Ganzen überzeugen.


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