Total Recall

Total Recall

Originaltitel: Total Recall
Genre: Action / Thriller
Regie: Len Wiseman
Hauptdarsteller: Colin Farrell
Laufzeit: Ca. 130 Minuten
Label: Sony Pictures Home Entertainment
FSK 16

Total Recall    04.01.2013 von Panikmike

Neuverfilmungen gehen oftmals nach hinten los. Nun erschien mit Total Recall – Die totale Erinnerung ein Remake einer Kurzgeschichte von Philip K. Dick, welche 1990 das erste Mal verfilmt wurde. Damals spielte Actionheld Arnold Schwarzenegger die Hauptrolle, er wurde durch Colin Farrell ersetzt. Ob er den Kultstatus des Originals toppen kann?

 

2084 ist die Erde nach einem Weltkrieg in zwei Bereiche unterteilt. Die Welt wird von der Federation of Britain (UFB) regiert, die Kolonie hingegen lässt sich von der UFB unterdrücken. Die restliche Erde ist unbewohnbar geworden, daher sind beide Staaten auch überbevölkert. Die reichen Menschen leben in Hochhäusern und noblen Gegenden, die Armen hingegen in Slums und allem, was bewohnbar ist. Viele von ihnen haben zwar einen Job, können damit aber gerade eben noch so überleben. Sie fahren täglich mit einem riesigen Aufzug durch das Erdinnere, um von der Kolonie zur Federation zu ihrem Job zu kommen.

 

Douglas Quaid (Colin Farrell) ist einer dieser Pendler. Täglich arbeitet er in einer Roboterfabrik und träumt zusammen mit seiner Frau Lori (Kate Beckinsale) von einem tollen Leben in der Federation. Da er aber nie die Möglichkeit dazu haben wird, möchte er sich diese schönen Gedanken an ein anderes Leben kaufen. Die Firma REKALL macht dies möglich, dort kann er sich falsche, aber umso schönere Erinnerungen einpflanzen lassen, die von echten Erlebnissen nicht zu unterscheiden sind. Er entscheidet sich für ein Leben als Geheimagent und wird an die Gedankenvorrichtung angeschlossen. Doch während des Tauglichkeitstests wird REKALL von Sicherheitskräften gestürmt, die Douglas festnehmen wollwn. Instinktiv erschießt er alle um sich herum und fährt nach Hause zu seiner Frau. Lori enttarnt sich als Geheimagent der Federation und erklärt ihm, dass die Ehe und jegliche Erinnerung daran künstlich implantiert worden sind. Von nun an ist Douglas auf der Flucht, weil er nicht weiß, was Wahrheit und was Fiktion ist …

 

Wie ich anfangs schon erwähnte, fällt es einem Remake immer schwer, im Vergleich zum Original (hier unser Bericht dazu) alles richtig zu machen. Die Neuverfilmung von Total Recall kann zwar einiges bieten, jedoch hat sie gegen Verhoevens Version aus den 90er Jahren keine Chance. Die Story wirkt zwar auf den ersten Blick erwachsener, weil viele Dinge runder gemacht wurden, jedoch fehlen die Spannung und die verzwickte Handlung. Regisseur Len Wiseman schuf mit dem Remake einen guten Actionfilm, der dem Klassiker in Sachen Spannung und Story allerdings nicht mal annähernd das Wasser reichen kann. Schauspielerisch können die Akteure überzeugen, Colin ersetzt Arnold aber nicht ansatzweise. Alles in allem ist die Neuverfilmung ein Werk, welches zwar nett ist, jedoch ehrlich gesagt überflüssig.

 

Bildergalerie von Total Recall (8 Bilder)

Was die Qualität allerdings angeht, hat Sony wieder einmal einen Kracher abgeliefert. Die Schärfe und der Detailgrad sind der Hammer, das Bild ist kontrastreich sowie farbenfroh. Die Dolby Digital Anlage hat im kompletten Film viel zu tun, besonders die Effektlautsprecher werden gefordert. Die Stimmen sind klar getrennt und die deutsche Synchronisation kann sich hören lassen. Fans werden mit Hintergrundinfos, Dokumentationen und dem Extended Director´s Cut belohnt.


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Ich bin Fan des Originals und war deshalb sehr gespannt, was Colin Farrell, Kate Backinsale, Jessica Biel, Bill Nighty und Regisseur Len Wiseman mit dem Remake von Total Recall abgeliefert haben. Auch wenn der komplette Film unglaublich aussieht, eine Tonne voll CGI-Effekte verbaut wurden und die actionreichen Szenen kaum ein Ende haben, so konnte mich das Gesamtwerk nicht überzeugen. Das Original ist durchdachter, hat eine bessere Geschichte und sieht düsterer aus. Arnold war damals einfach eine coole Sau und macht den Film zum Kultstreifen für jeden Fan. Wer das Original nicht kennt, der kann sich das Remake auf alle Fälle ansehen. Fans von Arnie sollten den Film umgehen und lieber bei Verhoevens Version bleiben.


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