Transporter: Refueled

Transporter: Refueled

Originaltitel: Transporter Reboot
Genre: Action
Regie: Camille Delamarre
Hauptdarsteller: Ed Skrein • Ray Stevenson
Label: Universum Film
FSK 12

Transporter: Refueled   04.01.2016 von MarS

Der französische Regisseur, Produzent und Drehbuchschreiber Luc Besson ist nicht nur für einige actiongeladene Kultfilme wie Leon, der Profi, Das fünfte Element oder auch Taxi verantwortlich, sondern bot mit diesen Filmen gleichzeitig auch einigen Darstellern ein solides Karrieresprungbrett. So stellte beispielsweise der 2002 erschienene The Transporter den großen Durchbruch für Jason Statham dar, der damit ebenfalls seinen Platz im Actionolymp setzte, welchen er bis heute innehat. Nun, ganze 13 Jahre und zwei Fortsetzungen mit Statham später, heißt es für Luc Besson zurück auf Anfang, und so erlebt der charmante Fahrer mit Transporter: Refueled einen Neustart. Ob dieser unter den gleichen Problemen leidet wie das ebenfalls von Luc Besson realisierte, absolut unnötige Remake seines Films Ghettogangz - Die Hölle vor Paris namens Brick Mansions soll folgende Kritik klären.

 

In Frankreichs Unterwelt ist ein Mann stets gefragt: Frank Martin, allen nur bekannt als der "Transporter". Er ist ein Fahrer, der alles transportiert was von ihm gefordert wird, solange es nach seinen strengen Regeln läuft. Keine Namen, keine Fragen, keine Nachverhandlungen. Eines Tages begegnet er der mysteriösen Anna, die auf eigene Faust einen Ring von Menschenhändlern und Zuhältern zerschlagen will. Doch sie braucht Franks Hilfe, und um ihn zur Zusammenarbeit zu bewegen entführt Anna kurzerhand seinen Vater. Widerwillig müssen die Beiden Anna helfen und es mit den Gangstern aufnehmen, denn nur so können sie wieder ihr eigenes Leben zurückbekommen...

 

Ganz offensichtlich haben sowohl Regisseur Camille Delamarre als auch der für das Drehbuch verantwortliche Luc Besson aus den Fehlern gelernt, die sie bei Brick Mansions gemacht hatten, denn im Gegensatz zum Regiedebüt Delamarres wurde im Fall von Transporter: Refueled das Original nicht 1:1 kopiert, sondern beweist durchaus eine ordentliche Portion Eigenständigkeit und eine extrem abgewandelte Hauptgeschichte mit einigen Nebenplots. Dadurch hätte Transporter: Refueled auch ohne Probleme ein Transporter 4 mit dem alten Hauptdarsteller werden können, was mir persönlich sogar lieber gewesen wäre. Hier jedoch setzt Hauptdarsteller Ed Skrein durch seine solide Leistung dem Hauptcharakter Frank Martin seinen ganz eigenen Stempel auf, obwohl er letztendlich trotz ausführlicherer Charakterdarstellung etwas blass und deutlich hinter den übrigen Darstellern zurück bleibt. Er erreicht einfach nie die charismatische, lässige Ausstrahlung und körperliche Präsenz eines Jason Statham, kann aber dennoch die Rolle ausreichend ausfüllen um dem Film einen unterhaltsamen Charakter zu verleihen. Sehr gut war die offensichtlich bewusste Entscheidung, Skrein nicht ebenfalls als unbezwingbare Ein-Mann-Armee darzustellen, sondern ihn während den zahlreichen Kämpfen auch ordentlich einstecken zu lassen, da dies viel besser zum neu angelegten, emotionaleren Frank Martin passt. Die Actionszenen glänzen im Luc Besson - typischen Look und liefern ordentlich Material sowohl im Bereich von Autoverfolgungsjagden und Stunts als auch in diversen Faustkämpfen. Übertriebene, unrealistische Effekts-Stunts wie in den letzten beiden originalen Transporter-Teilen sind zwar vorhanden, wurden aber stimmig eingesetzt und wirken nicht fehl am Platz sondern integrieren sich ohne negativ abzuweichen. 

 

Bildergalerie von Transporter: Refueled (10 Bilder)

Das Bild der Blu-ray ist insgesamt sehr gut, wenn auch nicht immer perfekt. Immer wieder schleichen sich etwas weichere Großaufnahmen und kleinere Unschärfen ein und auch der Detailgrad ist nicht durchwegs auf gleichem Niveau. Die Farbgebung bleibt dabei stets natürlich, bei Aufnahmen in Gebäuden wurde häufig mit leicht bläulicher Sättigung gearbeitet. Im Großen und Ganzen ist das Bild absolut HD-würdig und auf der Höhe der Zeit, setzt aber keine Highlights. Der Ton liefert stets saubere, differenzierte Dialoge und Effekte verteilt auf die gesamte Surround-Anlage und setzt immer wieder klare Akzente im Bass- und hinteren Boxbereich. In der einen oder anderen Kampfszene wirkt der Ton etwas dumpf, insgesamt liefert die Tonspur aber sehr gute Werte.


Das Fazit von: MarS

MarS

Transporter: Refueled ist ein solider Actionfilm, der zwar so nicht hätte sein müssen, dennoch aber zu unterhalten weiß. Warum ein Reboot der erfolgreichen Transporter-Reihe nun nötig war oder nicht, darüber kann man streiten, im vorliegenden Fall wurde aber dabei viel bessere Arbeit geleistet als beim völlig belanglosen Brick Mansions. Transporter: Refueled geht ganz andere Wege als die Original-Reihe und bietet sowohl eine neue Geschichte als auch einen deutlich emotionaleren und vor allem gesprächigeren Frank Martin. Mir wäre zwar ein vierter Teil mit dem originalen Frank alias Jason Statham deutlich lieber gewesen, nichts desto trotz kann auch Transporter: Refueled unterhalten und bietet kurzweiligen, actionreichen und auch wendungsreichen Spaß für Genre-Fans.


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