Unavowed

Unavowed

Publisher: Wadjet Eye Games
Entwicklerstudio: Wadjet Eye Games
Genre: Adventure
Sub-Genre: Point&Click
Art: Lowprice
Erscheinungsdatum: 08.08.2018

Unavowed   09.08.2018 von VanTom

Von einem Dämon besessen zu werden, ist sicherlich keine schöne Erfahrung. So ein Dämon hat ja bekanntlich eher weniger freundliche Absichten. Was passiert aber eigentlich mit dem Dämonenwirt, wenn der Dämon ausgetrieben wurde. Dieser Frage widmet sich das neue Point&Click-Adventure Unavowed von Wadjet Eye Games. Dämonenbändiger VanTom hat sich den neuen Titel angesehen und spricht hier erstmalig öffentlich von seinen Erfahrungen.

 

Übersetzt heißt Unavowed auf Deutsch Unbekannt. So beginnt das Spiel auch zunächst. Ähnlich einem Rollenspiel muss der Spieler zunächst seinen Charakter erstellen. Dies ist bei einem klassischen Adventure eher die Ausnahme. Jedenfalls findet sich der Spieler in einer unangenehmen Situation wieder. Zunächst ist die Umgebung sehr Dunkel und die anwesenden Charaktere eher als Schemen zu erkennen. Hier wird der Spieler zunächst mit der Frage nach seinem Geschlecht konfrontiert. Er kann also zwischen einem männlichen und einem weiblichen Charakter unterscheiden. Nach der Wahl des Geschlechts wird die Szene klare und je nachdem welches Geschlecht gewählt wurde, wird ein Mann oder eine Frau von einer anderen Frau festgehalten und ein Mann mit einem Holzstab richtet Diesen bedrohlich auf den Spieler. Der Spieler wird offensichtlich Zeuge oder Opfer einer Dämonenaustreibung durch den freundlichen Herrn mit dem Holzstab. Als nächstes soll der Spieler sich erinnern, dass er menschlich ist und seinen Namen sagen. Natürlich wird hiermit erreicht, dass der Spieler seiner Figur einen Namen geben kann. Anschließend kann er einen der drei Berufe wählen. So gibt es den Hintergrund des Barkeepers, des Polizisten oder des Schauspielers. Je nachdem gibt es einen unterschiedlichen Hintergrund der Spielfigur und auch berufsabhängige Dialogoptionen. Anschließend beginnt eine Rückblende um ein Jahr und der Spieler erfährt, wie von dem Dämon besessen wurde.

 

So ist der Polizist beispielsweise mit seinem Partner zum Nachtklub Eternox gerufen worden um randalierende Jugendliche in dem Club zur Ordnung zu rufen. Interessanterweise erfahren wir, dass schon ein Police Officer aktiv geworden ist und mit Bruce Lee ähnlichen Aktionen die Situation klären konnte. Tatsächlich erzählen uns alle, dass der Officer wie Bruce Lee agiert hat. Dies ist ja schon verdächtig. Der Officer zeigt sich dann nicht ganz Bruce Lee ähnlich, sondern wirkrt eher gemächlich. Dies muss aber ja nichts heißen. Natürlich möchte der Mann gerne zu seiner Heldentat befragt werden und zückt ein Buch. Dabei beginnen seine Augen zu leuchten und er kann unseren Partner wie von Zauberhand von seiner Geschichte überzeugen. Zum Glück kann meine Spielfigur seine Pistole ziehen und den Schurken in Schach halten. Dabei wird er aufgefordert das Buch auszuhändigen. Dummerweise führt dies zu einer schrecklichen Situation für meine Spielfigur, welche über das Buch von einem Dämon besessen wird.

 

Ein Jahr später habe ich wohl eine Spur von Mord und Tot hinter mir gelassen und so die Aufmerksamkeit der Organisation Unavowed auf mich gezogen. Der Mann und die Frau, welche die Austreibung vorgenommen haben, gehören dazu und wollen mich, nach der Befreiung von dem Dämon, in ihre Organisation aufnehmen, da ich vom Übernatürlichen berührt wurde und sie einen Kampf gegen das Böse führen. Beide stellen sich als Mandana und Eli vor. Wir wollen den Ort des Geschehens verlassen und werden mit den Ersten Point & Click-Elementen konfrontiert. Dabei stellt sich die rechte Maustaste als nützlich heraus, da Diese alle interessanten Bereiche in einer Szene zeigt. Dabei kann es sich um einen Beschreibungstext, ein Objekt zum Mitnehmen oder ein Objekt zum Interagieren handeln. Diese erste Szene bietet alle drei Möglichkeiten, so dass die ersten Gegenstände in das Inventar wandern, welche sich oben befindet. Unsere Flucht wird von einer Kreatur behindert, welche nicht von unserer Welt stammt. Hier zeigt sich eine Wasserpfütze, welche der Spieler unter Strom setzen kann, als die Lösung der Situation. Nachdem das Wesen überwältigt wurde, erfährt der Spieler mehr über den Hintergrund des Wesens. Das Wesen wurde durch unsere magische Dämonenaustreibung angelockt und ist nun hungrig. So kann es leider nicht den Rückweg antreten und der Spieler steht vor der moralischen Entscheidung, ob das Wesen essen kann oder es sterben muss. Leider ernährt sich das Wesen nur von Menschenfleisch. Zufälligerweise befinden sich einige Leichen im Raum aus dem wir gerade geflohen sind und welche Opfer von unserem Dämon wurden. Nach dieser anstrengenden Nacht wachen wir im Hauptquartier auf. Dieser Anblick wird sich nach den einzelnen Missionen wiederholen. Ich kann mich hier mit den Mitgliedern der Gruppe unterhalten, welche mir auch Informationen und Bewertungen zu unserer letzten Mission geben. So erfahre ich, dass die Unavowed sich als Friedenstifter und Verteidiger der irdischen Welt gegen das Übernatürliche sehen. Sie arbeiten im Verborgenen und sind sogar in der Lage anderen normalen Menschen eine andere Gestalt zu zeigen, als die des gesuchten Massenmörders. Somit wird meine Spielfigur auch in der normalen Welt wieder handlungsfähig, weil ich ja fürchten müsste, dass mich jemand erkennen könnte und ins Gefängnis wirft. So geht es in den ersten Missionen darum, dass wir dem Dämon folgen, bzw. feststellen, was der das vergangene Jahr gemacht hat. Meine Spielfigur hat kaum noch Erinnerungen daran und wenn äußern sich diese als Flashbacks. So findet der Spieler nach und nach weitere Mitglieder seiner Gruppe, welche alle über unterschiedliche Fähigkeiten verfügen, welche in den einzelnen Missionen eingesetzt werden können. Dabei ist es immer so, dass eine Einsatzgruppe aus drei Mitgliedern besteht. Dabei muss immer Mandana oder Eli dabei sein. Beim letzten Platz kann frei gewählt werden. Einer der Charaktere, Logan, ist eine Referenz zur Blackwell-Spielreihe vom gleichen Entwickler. Logan kann Geister sehen und verfügt mit KayKay über einen Spirit Guide, Somit spielt Unavowed im gleichen Universum wie Blackwell.

 

Bildergalerie von Unavowed (11 Bilder)

Die Rätsel in den einzelnen Missionen sind meist nicht sehr schwer und das Inventory ist meist mit maximal fünf Gegenständen sehr übersichtlich. Das Spiel liegt viel mehr Wert auf die Geschichte, welche mit einigen Story-Twists glänzen kann und den Spieler somit eine Zeitlang an der Nase herumführen kann. Die Grafik ist sehr schön mit Pixelart gestaltet und kann sich wirklich sehen lassen. Manche Stellen im Spiel sind bitterböse. Die englischen Sprecher machen ihren Job bei der Vertonung wirklich gut. Die Musik passt wirklich gut zu den Szenen im heutigen New York und zaubern eine ganze besondere Atmosphäre. Somit spüren wir dem Dämon nach und versuchen sein Handeln zu verstehen und rückgängig zu machen, soweit dies überhaupt möglich ist. Dieses Spiel macht wirklich Spaß und bietet durch die verschiedenen Spielanfänge und Gruppenzusammenstellungen einen gewissen Wiederspielwert, welche Adventures meist nicht haben. Auch wird der Spieler hier mit interessanten moralischen oder philosophischen Fragen konfrontiert und muss entsprechend entscheiden.


Das Fazit von: VanTom

VanTom

Unavowed ist ein echtes Wadjet Eye Games-Spiel. Wer die Blackwell-Spiele gezockt hat, wird sich sofort wohlfühlen. Dieses Spiel bietet eine hintergründige Unterhaltung und sieht dabei auch noch schick aus. Es kann ganz sicher nicht verbergen, dass es sich dabei um ein klassisches Retro Point&Click-Spiel handelt. Dies ist aber auch nicht schlimm, sondern ist sehr positiv gemeint. Der einzige Kritikpunkt ist, dass die Rätsel wirklich sehr einfach gehalten sind und kaum langes Überlegen erfordern. Sollte der Spieler allerdings einmal nicht weiterkommen, so kann er seine aktuellen Begleiter nach dem nächsten Schritt fragen. Alles in allem eine runde Sache für Retro-Adventure-Freunde und die es noch werden wollen. Ich will mehr davon!


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positiv negativ
  • Klassisches Point&Click-Adventure
  • Hintergründige Geschichte
  • Vier unterschiedliche Begleiter
  • Schöne Grafiken und guter Soundtrack
  • Rätsel teils sehr einfach zu lösen
  • Zu erforschende Orte meistens auch sehr übersichtlich





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