Unlock!

Unlock!

Genre: Escape Game • Kartenspiel
Autor: Cyril Demaegd
Spieleverlag: Space Cowboys
Empfohlenes Alter: 10
Spieldauer: 60 Minuten
Anzahl Spieler: 2-6

Unlock!   26.09.2017 von Born2bewild

Aktuell liegen sogenannte „Escape Games“ im Trend. Den Vorreiter machte Exit - Das Spiel von Kosmos, das sogar den begehrten „Kennerspiel des Jahres“-Preis gewonnen hat. Unlock! gehört zwar zum selben Genre, geht aber etwas andere Wege und setzt auf ein App-gestütztes Spielprinzip. Ob es damit bei unseren Testern landen konnte, erfahrt ihr in unserem Review…

 

Das Material und die Vorbereitung

 

Unlock! bietet dem Käufer einen eher psychodelischen Anblick beim Verpackungsdesign, ist diese doch in sehr grellen Farben gehalten und stellt einen kurzen Teaser der enthaltenen drei Abenteuer da. Die Verpackungsgröße ist etwas schmaler als der Standard, aber eigentlich schon etwas zu groß für den Inhalt. Eine ähnlich große Verpackung wie bei Exit - Das Spiel hätte es vermutlich auch getan. Im Inneren findet sich ein großer Kunststoffblister mit vier Fächern für die Karten der drei Abenteuer und des Tutorials. In den drei Abenteuerfächern befinden sich je drei eingeschweißte Kartenstapel. Aber keine Sorge, das Tutorial befindet sich mit in der Verpackung des ersten Abenteuers. Auch wenn man sich über die Größe des Kartons streiten kann, so bietet dieser aber logischerweise mehr als genug Platz für das Spielmaterial. Die Karten selbst machen einen sehr guten Eindruck, haben eine angenehme Materialstärke und liegen gut in der Hand.

Der Spielaufbau ist denkbar einfach. Zuerst lädt man sich die Unlock!-App auf sein Handy runter und startet das gewünschte Abenteuer. Dann nimmt man sich die Karten, liest sich die Abenteuerbeschreibung durch und mischt den restlichen Stapel. Wenn man möchte kann man sich den Stapel unter den Spielern aufteilen, um die benötigten Karten später schneller zu finden. Wichtig ist, dass man sich die Karten nicht ansieht. Am Ende der Beschreibung steht dann, dass man die Zeit starten soll. Hierfür drückt man nur den „Start“-Button in der Handyapp und das Abenteuer geht los…

 

Die Anleitung

 

Die Anleitung wirkt mit acht Seiten relativ umfangreich. Jedoch relativiert sich das sehr schnell, denn das Tutorial ist komplett ohne Anleitung spielbar. Für die anderen Abenteuer ist die Anleitung sinnvoll, es kann aber theoretisch auch ohne gespielt werden, da die Regeln größtenteils selbsterklärend sind.

 

Das Spielziel

 

Die Startkarte versetzt die Spieler in eine bestimmte Situation und gibt ihnen ein paar Aufgaben mit auf den Weg. Bei jedem der drei Abenteuer geht es im Endeffekt darum, aus einer gewissen Situation zu entkommen. Dies gelingt durch das Lösen von Rätseln, Kombinieren von Gegenständen, die auf den Karten abgebildet sind und genauem absuchen der einzelnen Karten. Für jedes Abenteuer haben die Spieler eine Stunde Zeit. Wird diese Zeit überschritten, misst die App weiterhin die Zeit, auch wenn das Abenteuer dann eigentlich verloren ist.

 

Der Spielablauf

 

Nachdem das Abenteuer gestartet wurde, leiten einem die Karten unterstütz von der App den weiteren Weg. Es gibt vier verschiedene Arten von Karten. Zum einen die roten und blauen Objekte, die mit dem jeweiligen Pendant kombiniert werden. Es darf allerdings nie gleichfarbig kombiniert werden. Passen zwei Objekte zusammen, werden die aufgedruckten Kartennummern (zum Beispiel die Karten 15 und 20 ergibt 35) addiert und ergeben so die Zahl der aufzudeckenden Karte. Liegt man richtig, geht es weiter, liegt man falsch, erhält man vielleicht eine graue Karte mit einer Zeitstrafe oder es existiert keine Karte mit dieser Nummer. Zusätzlich kann man zu Objekten auch weitere Karten hinzukombinieren. Diese sind entsprechend markiert mit einem roten oder blauen Puzzleteil und erhöhen den gesuchten Kartenwert um die entsprechende Zahl. Außerdem sind in der grauen Kartenkategorie noch Räume, die einen weiterführen, oder die bereits erwähnten Strafen sowie Ergebnisse von Aktionen. Zusätzlich gibt es noch diverse Maschinen, die die Spieler vor Rätsel stellen. Sie können über einen Button in der App bedient werden. Bei einem Escape Game dürfen natürlich die Codekarten nicht fehlen, die gelb markiert sind. Hat man einen Code für eine Codekarte gefunden, so muss man diesen über den entsprechenden Button in der App, zusammen mit der Kartennummer eingeben. Auf manchen Karten sind auch noch durchgestrichene Kartennummern abgebildet. Diese Symbole bedeuten, dass die entsprechenden Karten nicht mehr benötigt werden und abgelegt werden müssen. Wie bei allen Escape Games ist es äußerst wichtig, sich alles genauestens anzusehen, da es auch hin und wieder versteckte Zahlen oder Objekte gibt, die man nur sehr schwer erkennt. Hat man das Abenteuer geschafft oder ist die Zeit abgelaufen ist das Spiel vorbei. Allerdings kann man nach dem Ablauf der Zeit auch noch weiterspielen, die App misst die Zeit weiterhin, man erhält aber in der Endwertung in Form von 0-5 Sternen dann weniger Sterne.

 

Bildergalerie von Unlock! (6 Bilder)

Lieferumfang

 

  • 1 Kartensatz mit 10 Karten (Tutorial)
  • 3 Kartensätze mit je 60 Karten
  • Anleitung

Das Fazit von: Born2bewild

Born2bewild

Also wir können sagen, dass die drei Abenteuer und auch das Tutorial sehr viel Spaß gemacht haben. Positiv zu erwähnen ist, dass man sich das Tutorial und ein Demoabenteuer von der „Asmodee“-Webseite herunterladen und ausdrucken kann, um schon einmal einen ersten Eindruck zu erhalten und das Spielprinzip zu lernen. Am meisten Spaß gemacht hat uns das Abenteuer „Die Insel des Doktor Goorse“, da es irgendwie den Charakter eines „Point-&-Click“-Adventures hatte. Darüber hinaus spielt man es auch in mehreren Teams mehr oder weniger unabhängig voneinander. Wichtig ist hierbei noch zu erwähnen, dass die beiden Teams sich nicht absprechen dürfen und auch nicht die Karten des anderen Teams sehen oder verwenden dürfen. Dieser letzte Punkt ist unserer Meinung ein wenig unglücklich formuliert und führte dazu, dass wir dieses Abenteuer anfangs nicht ganz richtig gespielt haben. Ansonsten sind alle Abenteuer eine gute Herausforderung, bieten immer wieder neue und innovative Ansätze, was die Rätsellösung betrifft, und machen einfach Spaß. Schade ist, dass die App eigentlich nur für die Zeitmessung, Codeeingabe und die Maschinen benötigt wird. Hier könnte sich Alex ein wenig mehr Beteiligung vorstellen, die den Abenteuerhergang vielleicht auch so beeinflusst, dass es einen wiederspielwert gibt. Dieser ist nämlich leider nicht gegeben, denn hat man ein Abenteuer geschafft, weiß man ja wie es geht. Davon abgesehen finden wir es sehr gut, dass man im Gegensatz zu denExit“-Spielen von Kosmos sein Spielmaterial ganz lässt. So haben Familie oder Freunde auch noch Spaß dran. Alles in allem kommen wir gemeinsam auf 9 von 10 Punkten.


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