Way Of The Samurai

Way Of The Samurai

Originaltitel: Yamada – The Samurai Of Ayothaya
Genre: Action
Regie: Nopporn Watin
Hauptdarsteller: Seigi Ozeki • Sorapong Chatree
Laufzeit: Ca. 100 Minuten
Label: Splendidfilm
FSK 18

Way Of The Samurai   16.03.2012 von Tobi

Thailand war in den letzten Jahren immer mal wieder für eine kleine Überraschung gut. Filme wie „Ong-Bak“ und „Revenge Of The Warrior“, haben sich sofort einen besonderen Platz in den Herzen der Kampfsportfans erobert. Mit dem mir heute vorliegenden Film „Way Of The Samurai“ steht ein ähnlicher Vertreter auf dem Programm, der ein Martial-Arts-Feuerwerk verspricht. Angelehnt an die Geschichte von „The Last Samurai“ scheint auch dieses Mal auf der dramaturgischen Ebene alles in Ordnung zu sein. Lest selbst, welchen Weg der Samurai hier beschreitet …

 

Der japanische Krieger Yamada lebt in Ayothaya, Thailand, im 16. Jahrhundert. Trotz seiner Herkunft stellt er seine Dienste in die Armee des mächtigen Königs Naresuan. Nach einer Schlacht gegen das verfeindete Burma haben es die Thailänder auch noch mit einer Gruppe feindlicher Samurai zu tun, die in Ayothaya Angst und Schrecken verbreiten. Diese haben es auf Yamada abgesehen, da sie ihn als Verräter Japans ansehen. Yamada überlebt einen Anschlag und wird von einer Gruppe Muay-Thai-Kriegern gerettet und gesund gepflegt. Er beschließt, im Dorf der Gruppe zu bleiben und deren Kampfkunst zu erlernen. Zusammen mit seinen bereits erlernten Fähigkeiten entwickelt er sich zu einem wahren Krieger, der sich für die Leibwache des Königs bewirbt. Doch er hat auch noch eine Rechnung mit den verfeindeten Samurai offen.

 

Beim Lesen der Story fallen sofort Parallelen zu Tom Cruise‘ „The Last Samurai“ auf. Auch ihn hatte es in ein fremdes Dorf verschlagen, wo er die Kampfkunst der Samurai erlernt hat, um dann mit ihnen zu kämpfen. In diesem Film funktioniert die Geschichte ähnlich gut, da die Schauspieler für thailändische Verhältnisse richtig gut sind. Man sympathisiert sogar mit einigen und es baut sich eine Beziehung zu ihnen auf. Dadurch gewinnt der Film an Dramaturgie und man fiebert mit den einzelnen Charakteren mit. Vor allem die Beziehung zwischen Japanern und Thailändern wird immer wieder auf die Probe gestellt, denn Vorurteile gibt es immer. Was den Film ausmacht, sind natürlich die Kampfszenen.

 

Diese sind wirklich stark inszeniert. Beim Zuschauen merkt man förmlich die Schmerzen, denn hier wird mal wieder richtig ausgeteilt. Und es geht auch verdammt blutig zur Sache. Vor allem die Schwertkämpfe brennen sich auf die Netzhaut und der rote Lebenssaft spritzt auf die Mattscheibe. Leider hat man sich im Zuge dessen auch entschieden, viel auf Computereffekte zu setzen, was dem Film ein wenig die tatsächliche Härte nimmt. Animiertes Blut sieht halt einfach schlecht aus. Dafür entschädigen dann aber ein tolles Setting und ein richtig epischer Soundtrack. Dieser untermalt den thailändischen Patriotismus sehr stark und erzeugt Gänsehaut pur. Den würde ich mir sogar glatt kaufen, wenn es ihn gäbe.

 

 

Die mir hier vorliegende Blu-ray hat eine Freigabe ab 18 Jahren und ist leider um etwa zwei Minuten geschnitten. Man bemerkt beim Zuschauen die Schnitte kaum, dennoch gibt es hierfür eine Abwertung. Wer in den Genuss der ungeschnittenen Fassung kommen möchte, der sollte einfach zur „Black Edition“ greifen. Diese erkennt man an der SPIO-Freigabe. Die Bildqualität ist durchweg gut und verliert nur in den Nachtszenen an Schärfe und Kontrast. Der Ton hingegen rumst über die gesamte Laufzeit dermaßen geil aus den Lautsprechern, dass es einfach Spaß macht, lauter zu drehen. Bonusmaterial gibt es keines, denn dem Käufer werden nur ein paar Trailer und ein Wendecover spendiert.


Das Fazit von: Tobi

Tobi

„Way Of The Samurai“ ist für mich persönlich der erste Film aus Thailand, der neben den Kampfszenen auch endlich mal Gefühle und Dramatik transportieren kann. Das funktioniert natürlich nur, wenn man den Film im Originalton schaut, denn die deutsche Synchronisation ist einfach nur furchtbar. Wer mal wieder richtig Bock auf einen Klopp-Film mit einer vernünftigen Handlung hat, der ist hier genau richtig. Aber lasst wirklich die Finger von der 18er-Fassung und besorgt euch die Black Edition, denn nur diese enthält alle Schauwerte. Fans asiatischer Filme können hier definitiv keinen Fehler machen und werden ihre Freude an dem Film haben. Ich vergebe faire sieben Punkte.


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