Wipeout 2048

Wipeout 2048

Publisher: Sony
Entwicklerstudio: Sony Studio Liverpool
Genre: Rennspiel
Sub-Genre: Arcade-Rennspiel
Art: Fullprice
Erscheinungsdatum: 22.02.2012
USK 12

Wipeout 2048   19.12.2012 von Torsten

Es ist schon eine generationsübergreifende Tradition geworden, dass Sony für jede Neueinführung seiner Systeme auch eine neue Version von WipEout in die Liste der Launch-Titel mit aufnimmt. Die futuristischen und unsagbar schnellen Rennen zeigen imposant, wie viel Power unter der Haube der vorgestellten Konsole steckt. So war es lediglich eine Formsache, dass auch die Playstation Vita ihre ganz eigene Version des Spiels bekam: WipEout 2048.

 

PS3 und Vita … Cross Play

Das mittlerweile neunte (Erweiterungen nicht eingerechnet) WipEout erfindet das Spiel nicht neu und setzt auf die Stärken der Serie. Das Grundgerüst und somit auch einige Strecken sind aus dem PS3-Titel WipEout HD Fury entnommen. Es sind aber auch eine Reihe neuer Abschnitte hinzugekommen. Die inhaltliche Ähnlichkeit zum PS3-Ableger ist allerdings keine Faulheit, sondern auch gewollt, denn das Entwickler-Studio hat ein Cross Play-Feature integriert. Dieses ermöglicht Duelle zwischen Heimkonsole und Handheld. Zum Testzeitpunkt bestanden allerdings gewisse Probleme bei der Match-Findung - es sind einfach zu wenige Spieler online.
 

 

Der Fuhrpark

Nach wie vor stehen Fluggeräte der vier Rennställe (Auricom, AG System, Feisar und Qirex) zur Auswahl, wovon allerdings zunächst nur ein Renner zur Verfügung steht. Der Rest muss erst im Laufe der Rennen freigespielt werden. Die Boliden unterscheiden sich in ihren Werten beträchtlich voneinander. Daher gibt es drei verschiedene Fahrzeug-Kategorien, die jeweils andere Stärken und Schwächen in den Bereichen Geschwindigkeit, Handling, Lebensenergie und Feuerkraft aufweisen. Renngeräte der Klasse „Tempo“ vertrauen auf ihre Geschwindigkeit auf langen Geraden, während Ableger mit dem Beiwort „Wendigkeit“ mitunter furiose Werte im Bereich des Handlings aufweisen, dafür allerdings deutlich langsamer als Schiffe der vorangegangenen Klasse sind. Als letzte Kategorie beweist die „Jäger“-Klasse respektable Nehmer-Fähigkeiten, wobei sie ebenso gut austeilen können. Dafür sind sie jedoch weder wendig noch schnell. Jeder Rennstall hat jeweils einen Vertreter der Kategorien im Fuhrpark. Darüber hinaus gibt es noch einen schwer freizuschaltenden Prototypen, der ganz besondere Fähigkeiten in einer der drei Klassen aufweist.
 

 

Streckenbesonderheiten

Die Kurse bieten je nach Spielmodi verschiedenfarbige Felder, die beim Überfliegen ein einmalig zu verwendendes Feature auslösen. Blaue Felder verschaffen einen sofortigen Tempo-Schub, während grüne Felder dem darüber fliegendem Flieger einen defensiv einzusetzenden Vorteil an die Hand geben. Das können rückwärtig wirkende Waffensysteme wie Bomben oder Minen, Saugstrahler für das Transferieren von Lebensenergie oder aber Autopiloten und Turbos sein. Gelbe Felder vergeben Offensiv-Waffen wie ungesteuerte und zielgerichtete Raketen, Plasma-Waffen oder „Erdbeben“. Bei den Offensiv-Waffen werden Schiffe der „Tempo“-Klasse benachteiligt, da sie nur jeweils eine ungesteuerte Rakete laden können und recht lange für die Zielerfassung benötigen. Schiffe mit dem Namenszusatz „Wendigkeit“ erlangen zwei Raketen und erfassen schon schneller, während „Jäger“ gleich einen Streu-Teppich von drei Raketen abfeuern und minimale Aufschaltzeiten der Zielraketen besitzen. Alternativ zum Einsatz der Waffen dürfen diese Items auch absorbiert werden, was einen kleinen Bonus auf die Lebensenergie bringt. Ist der Energie-Vorrat nämlich erschöpft, so explodiert das Schiff, was bei den  Rennen zum Abbruch und beim Kampf zum Punktverlust führt.
 

 

Spielmodi off- wie online

Nach und nach werden neue Rennen der laufenden Saison freigeschalten, die unterschiedliche Ziele aufweisen. In der Offline-Kampagne stehen entgegen der Online-Variante eine größere Anzahl an Spielmodi zur Verfügung. „Rennen“ stellen die ursprüngliche Form eines WipEout-Duells dar. Hier gilt es sich in drei Runden von der achten Startposition möglichst weit nach vorne zu arbeiten. Offensive wie auch passive Felder bieten zum „sauberen“ Überholvorgang eine lohnenswerte Alternative. Im „Kampf“ geht es nicht darum als Erster ins Ziel zu hetzen, dafür besteht ein Zeitlimit von drei Minuten. In dieser Zeit müssen möglichst viele Abschüsse erzielt werden. Eigene Schiffs-Krepierer geben Punktabzug. „Sprintrennen“ folgen den Regeln der „Rennen“, allerdings wird hier nur eine Runde absolviert und „Zeitabnahmen“ lassen beliebig viele Runden erfahren, wobei nach jeder Runde der Zähler auf Null gesetzt wird und nur die beste Rundenzeit zählt. „Zonen-Rennen“ stellen eine Besonderheit im Renngeschehen dar. Hier wird in abstrakt wirkender Grafik ein Zeitrennen mit beschränkten Schiffsfunktionen simuliert. Beschleunigt wird ganz von alleine, wobei in der langsamsten Klasse D gestartet wird und je nach erreichter Zone eine Steigerung bis zur A+ -Klasse stattfindet. Der Spieler muss das Fluggerät lediglich lenken, so lange bis die Lebensenergie erschöpft ist, was bei der höchsten Geschwindigkeits-Klasse nur eine Frage der (äußerst kurzen) Zeit ist. Am Ende zählt die erreichte Anzahl an Zonen. Online gibt es lediglich zwei Spielmodi: „Rennen“ und „Kampf“.
 

 

Das Flugverhalten

Entgegen eines normalen Bodenfahrzeugs folgen die gleitenden Fluggeräte anderen Gesetzen. Der auffälligste Unterschied ist die träge Steuerung: Wird die Nase des Schiffes in eine Richtung bewegt so verstreichen wertvolle Sekunden bis die Kurskorrektur endgültig vorgenommen wird. Da ist es bei der wahnwitzigen Geschwindigkeit eine echte Herausforderung, unfallfrei zum Ziel zu gelangen. Zusätzlich zur normalen Lenkung besitzen die WipEouts eine Luftbremse. Diese lässt das Schiff zu der gewünschten Richtung „abknicken“, ideal für eine harte Kurvenführung. Eine zweimalig betätigte Luftbremse lässt den Boliden seitlich schweben. Der Einsatz dieser Technik ist bei einer Schikanen-Streckenführung lohnenswert. Bis Spieler in der Geschwindigkeitsklasse „A“ oder gar „A+“ galant durch die Kurse fliegen vergehen allerdings etliche Stunden der Eingewöhnung.

 

Bildergalerie von Wipeout 2048 (5 Bilder)

Grafik & Sound

Optisch verteilt WipEout 2048 gehörig Augenzucker, doch dieser ist lediglich am Start zu erahnen. Der Spieler bekommt detaillierte Fluggeräte und Strecken, die in aberwitziger und vor allem ruckelfreier Geschwindigkeit durchflogen werden. Hier fehlt es allerdings etwas an Abwechslung, denn Kurse unterscheiden sich optisch kaum voneinander. Dazu gibt es einen Soundtrack des gewohnten Elektro-Musikstils, passend zum futuristischen Setting. Etwas seltsam wirkt allenfalls das „ewige Beschleunigen“ der Gleiter. Selbst beim Erreichen der Höchstgeschwindigkeit bricht irgendwann die ohrenbetäubende Umdrehungszahl der Turbinen zusammen und es wird erneut beschleunigt.
 


Das Fazit von: Torsten

Torsten

WipEout 2048 stellt den aktuellen Stand der Technik einer Playstation Vita dar. So lässt sich auch unterwegs der Temporausch der nahezu absurden Geschwindigkeit erleben. Die Rennen der oberen Rennklassen richten sich in ihrem Anspruch ganz klar an Profis. WipEout ist und bleibt – auch auf der Playstation Vita – ein Hardcore-Rennspiel, das Einsteigern eine gehörige Eingewöhnungszeit und Nerven abverlangt. Leider bietet das Spiel trotz Cross Play vorrangig Spielspaß für Solisten. Die Online-Duelle kranken an einem labilen Netzwerk-Code, wenn es denn dann überhaupt zu einem Match kommt, da selten mehrere Spieler zeitgleich online sind. Geschwindigkeits-Puristen kommen an dem Spiel allerdings dennoch nicht vorbei.
 


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