Wir sind die Nacht

Wir sind die Nacht

Originaltitel: Wir sind die Nacht
Genre: Horror-Thriller
Regie: Dennis Gansel
Hauptdarsteller: Karoline Herfurth
Laufzeit: Ca. 99 Minuten
Label: Constantin / Highlight
FSK 16

Wir sind die Nacht   26.04.2011 von Panikmike

Seit Twilight sind Vampir-Filme wieder in aller Munde. Die meisten Streifen dieser Art kommen aus den Vereinigten Staaten, doch endlich traute sich auch ein deutscher Regisseur an dieses Thema. Heraus kam eine komplett andere Auslegung als man es von Blade und Co. kennt. Es gibt auf der ganzen Welt nur weibliche Vampire. Warum? Lest selbst…

Lena (Karoline Herfurth) hält sich mit kleinen Gaunereien über Wasser. Da sie keine Arbeit hat und noch bei ihrer Mutter wohnt, bleibt ihr nicht viel übrig, als den bösen Pfad des Lebens einzuschlagen. Jedoch ist ihr Verhalten schon grenzwertig, ihr Bewährungshelfer sollte nicht von ihren Folgetaten erfahren. Eines Tages wird sie von dem Polizisten Tom (Max Riemelt) verfolgt, weil sie einen Verbrecher bestohlen hat, den Tom gerade beschattete. Durch einen Trick und viel Glück kann sie Tom aber entkommen. Am Abend möchte sie ihre Sorgen vergessen und ein wenig Abwechslung von ihrem tristen Leben genießen. Sie beschließt, in die Stadt zu gehen und stößt per Zufall auf eine Privatparty. Dort lernt sie Louise (Nina Hoss) kennen und freundet sich mit ihr an. Dummerweise verliebt sich Louise in Lena und macht sie am selben Abend noch zu einer Gleichgesinnten. Louise ist nämlich ein Vampir und hat in Berlin eine kleine Clique. Nun gehört auch Lena dazu, obwohl sie bis zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht weiß, was mit ihr geschehen ist.

Am nächsten Tag wird Lena langsam klar, dass sie ihr komplettes Leben umstellen muss, weil sie jetzt kein Mensch mehr ist. Tagsüber ans Sonnenlicht zu gehen kann sie ebenso vergessen, wie ihr eigenes Spiegelbild. Ebenso gilt es ihre Nahrung umzustellen, von nun an wird ihr Lieblingsgericht Blut sein. Das Zusammenleben mit einem Menschen ist nicht mehr möglich, dieser würde das ganze Leben eines Vampirs nicht verstehen. Dummerweise verliebt sich Lena mit der Zeit in Tom, Louise untersagt ihr aber die Liebe zu einem Mann. Da Männer in ihren Augen schwach sind, wurden in den vergangenen Jahrhunderten alle Vampir-Männer ausgerottet. Mittlerweile gibt es nur noch weibliche Vampire und keine davon will mehr einen Mann beißen. Doch Lena möchte davon nichts wissen und versucht, ihren eigenen Weg zu gehen…

Wird Lena mit Tom zusammenkommen und wie soll das Leben zwischen Mensch und Vampir dann funktionieren? Oder kann Louise Lena doch überzeugen, dass Männer kein guter Umgang sind? Werden die Frauen ihre Clique erweitern und noch mehr Frauen beißen?

Der Film ist anders, aber für eine deutsche Produktion kann er sich auf alle Fälle sehen lassen. Über die schauspielerische Leistung kann man streiten, in meinen Augen wurden die unterschiedlichen Rollen aber gut besetzt. Die Settings in Berlin wurden gut gewählt: Der Club, die Straßen, das Nachtleben und auch das nächtliche Sonnenbad wurden sehr gut dargestellt. Generell ist die Atmosphäre des Themas gut eingefangen worden. Ebenso können die Effekte überzeugen, auch wenn hier nicht gerade das Effekt-Gewitter tobt. Alles in Allem ist diese deutsche Produktion sehenswert, wenn man sich auf eine „andere“ Story einlässt.

Die Qualität der Blu-ray ist gut gelungen, das Bild ist jederzeit scharf und sieht selbst in den Nachtszenen sehr gut aus. Die Farben sind natürlich, nachts wirkt alles aber ein wenig dunkel. Dies kann aber auch als Stilmittel gesehen werden, was zur Thematik sehr gut passt. Der Sound des Films ist noch besser gelungen als das Bild. Man könnte es als erste Sahne bezeichnen oder in Schulnoten ausgedrückt: 1+. Die DTS Spur ist gut getrennt, die Stimmen kommen klar und deutlich von vorne, die Effekte fliegen uns um die Ohren. Bei den Extras hat sich Constantin ebenso ins Zeug gelegt. In über 90 Minuten Bonusmaterial kann sich der Zuschauer viele Informationen holen. So sollte es immer sein, absolut TOP!


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Ich war positiv überrascht und dachte nicht, dass mich eine deutsche Produktion mit diesem Thema so überzeugen kann. Der Film liefert eine gute Story, die zwar seltsam ist, aber trotzdem gut durchdacht. In der Mitte flacht der Film zwar ein wenig ab, doch später geht es wieder mehr zur Sache. Das Ende hingegen ist sehr enttäuschend, man hätte hier viel mehr machen müssen. Nicht nur dass alles zu schnell vorbei ist und der Endkampf zu kurz, nein auch davor passieren einige unerklärbare Dinge. Doch man sollte sich nicht an Kleinigkeiten aufhängen, im Großen und Ganzen ist „Wir sind die Nacht“ ein guter Film, der mit ein paar mehr Actionsequenzen in der Mitte und zum Schluss noch besser geworden wäre!


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