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Z-Office
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BEWERTUNG |
04.08.2016 von MarSBereits im Juli 2015 drehte der ehemalige Filmstudent Douglas Stahl mit Z-Office seinen Abschlussfilm. Wir waren damals bei den Dreharbeiten in Dortmund vor Ort und konnten dort bereits einen ersten Eindruck gewinnen und uns mit dem Regisseur und den Darstellern unterhalten. Nun konnten wir exklusiv im Zuge der Team-Premiere auch das fertige Werk in Augenschein nehmen und sagen Euch, wie ein Tag im Büro aussieht, wenn einfach alles schief läuft...
Vorab hier noch einmal die Links zu unseren bisherigen Berichten und Interviews in chronologischer Reihenfolge:
Slog 106 - Douglas in seinem Z-Office Z-Office - Interview mit Nikolai Will (Darsteller) Z-Office - Interview mit Matthias Schmidt (Zombie) Z-Office - Interview mit Douglas Stahl (Regie, Drehbuch, Produktion) Z-Office - Interview mit Klaus Thiel-Klenner (Darsteller) Interview mit Alexandra Schiller (Darsteller)
Müsste man Z-Office in so wenig Worten wie möglich beschreiben, wäre wohl "Stromberg meets Shaun of the Dead" die richtige Wahl. Dabei sollte man aber keinesfalls den Fehler begehen, den Film zu unterschätzen, denn dieser quillt regelrecht über vor abgefahrenen Ideen, absurdem Humor, der stellenweise für Tränen in den Augen und Muskelkater im Bauch sorgt, sowie Darstellern, die mit sichtbarer Spielfreude und Spaß bei der Sache sind. Hier ist vor allem Nikolai Will hervorzuheben, der mit seiner Performance als Bürohengst mit Leib und Seele nicht nur der größte Sympathieträger, sondern gleichzeitig auch der erschreckend überzeugendste der Büroangestellten ist. Aber auch die übrigen Darsteller wie Klaus Thiel-Klenner als koffeinsüchtiger Kollege Fred, Alexandra Schiller als knallharte Sekretärin oder auch Florian Simbeck (bekannt durch Erkan & Stefan) als der Boss machen Z-Office mit ihrem harmonischen und tollen Zusammenspiel zu einem herrlich schrägen Fun-Splatter. Zusätzlich verbreitet der Film auch noch ein wohliges Retro-Feeling, das sich aus dem gewählten Jahrzehnt für die Inszenierung und den daraus resultierenden, absolut stimmigen Gegebenheiten und bis ins kleinste Detail authentischen Requisiten ergibt. Passend dazu sind auch die Effekte im Film gänzlich auf Oldschool getrimmt, was sofort nostalgische Gefühle aufkommen lässt. Nicht vergessen sollte man an dieser Stelle aber auch einige wirklich großartig mit der Kamera eingefangene Szenen und beeindruckende Slow Motion Aufnahmen, welche die hohe Qualität dieser kleinen aber sehr feinen Produktion noch einmal zusätzlich unterstreichen. Dass im deutschen Independent-Kino unglaublich viel Potential steckt haben in der Vergangenheit bereits einige Filme deutlich gezeigt, und solange talentierte Jungregisseure wie Douglas Stahl nachrücken und zeigen, dass sich ihre Werke in keinster Weise verstecken müssen und locker viele der "großen" deutschen Streifen in die Tasche stecken, sehe ich freudig und mit hohen Erwartungen in die Zukunft des deutschen Films.
Bild und Ton bleiben auf Grund des vorliegenden Screeners ohne Bewertung. Das Fazit von: MarS
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