Kartoffelsalat - Nicht fragen!

Kartoffelsalat - Nicht fragen!

Originaltitel: Kartoffelsalat - Nicht fragen!
Genre: Komödie
Regie: Michael David Pate
Hauptdarsteller: Torge Oelrich
Laufzeit: DVD (78 Min) • BD (83 Min)
Label: Fox Deutschland
FSK 12

Kartoffelsalat - Nicht fragen!    13.12.2015 von Panikmike

Wenn ein Haufen YouTube-Stars zusammen einen Film drehen, dann kann man sich eigentlich als Filmfan und alter Hase nicht viel erwarten. Der Trailer von Kartoffelsalat – Nicht fragen! verspricht schon einmal eine sehr niveaulose Komödie, was man bei der Mitproduktion von Otto Waalkes aber heutzutage auch nicht anders erwarten kann. Ob uns das gesamte Produkt dann letztendlich überzeugen konnte, klären wir hier…

 

Leo Weiß (Torge Oelrich) ist ein sehr schlechter Schüler und wird von seinen Mitschülern gehänselt und verprügelt. Als er eines Tages von einem Elitegymnasium auf eine „normale“ Schule wechselt, wendet sich das Blatt schlagartig – nicht! Dort ist er ebenso der Depp, dafür findet er innerhalb von kurzer Zeit zwei gute Freunde, die ihm ebenbürtig sind. Torben (Florian Appelius) und Torsten (Phillip  Laude) sind ebenso zwei Nerds, die aber sofort mit Leo klarkommen. Als jedoch eines Tages ein gefährlicher Virus ausbricht und fast alle Schüler in Zombies verwandelt, sieht Leo seine Chance ein Held zu sein…

 

Kartoffelsalat ist nicht nur eine sehr gute Beilage bei einem Fleischgericht, sondern mittlerweile auch ein Kinofilm, der es seit Dezember 2015 auf DVD und Blu-ray geschafft hat. Wer den Trailer im Vorfeld gesehen hat, der kann sich auf die unterste Schublade einlassen und wird dennoch vom schlechten Niveau überrascht. Das ist leider aber genau das Problem, warum der Film einfach nicht funktioniert. Dass ein Haufen YouTuber mitspielen, ist in meinen Augen kein Problem. Ebenso ist die lausige Geschichte und auch die teils schlechte Darbietung der „Schauspieler“ ertragbar, aber in meinen Augen funktioniert eines überhaupt nicht: die altbackenen Gags und die Megaübertreibung seitens des Humors. Erstens merkt man, dass viele Gags aus der Feder von Otto Waalkes stammen, was heutzutage schon x-mal im TV war und nicht mehr witzig ist. Zweitens wurde vieles von anderen Filmen geklaut, und damit meine ich nicht die Anspielungen auf Breaking Bad und Co. Drittens gibt es ein klares Humor-Overacting, welches einfach zu viel des Guten ist. Und viertens, ach lassen wir das. Alles in allem hat Kartoffelsalat ein paar nette Ideen, die den Film vor einer grandiosen Vernichtung meinerseits retten.

 

Bildergalerie von Kartoffelsalat - Nicht fragen! (10 Bilder)

Die Bildqualität der Blu-ray geht in Ordnung, ohne jedoch Akzente in Sachen Bild und Ton zu setzen. Die Farben sind sehr natürlich, der Kontrast und die Schärfe sind gut. Beim Ton spielt sich viel im vorderen Bereich ab, immer wieder gibt es aber Unterstützung durch die Dolby-Digital-Anlage. Die Stimmen sind fast immer gut zu verstehen, hin und wieder gibt es aber Szenen, bei denen die Stimmen entweder zu leise vertont wurden oder aber zu schnell gesprochen wurde. Auch wenn dies Absicht war, so versteht man teilweise kurze Dialoge nur zum Teil. An Extras hat Fox einiges spendiert, was man sich als Fan unbedingt ansehen sollte. 


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Ich hab mich auf das Schlimmste eingestellt und wurde … sogar positiv überrascht. Eigentlich dachte ich, dass ich nach fünf Minuten ausschalten muss, aber ich war in der Tat neugierig, wie der Film ausgeht. Auch wenn alles vorhersehbar ist und so gut wie keine Überraschung bietet, so konnte ich als „alter Hase“ sogar ein paar Mal lachen. Schlimm hingegen ist das Humor-Overacting, denn „Weniger ist manchmal mehr“ hätte den Film gut getan. Hätte man 30% der Gags gestrichen und sich ein wenig mehr auf die noch vorhandenen Witze konzentriert, so wäre der Film gar nicht mal so übel. Unterm Strich bleibt eine Komödie, die in Wirklichkeit keine ist, aber nach Außen so auftritt. Doch eines kann ich Euch sagen, wer zuvor den neuen Fantastic Four gesehen hat, der wird Kartoffelsalat feiern wie einen König. Alles in allem bleiben 4 von 10 Punkten, denn ich habe wirklich schon schlechtere Werke gesehen!


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