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Golden Kamuy Vol. 3
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BEWERTUNG |
14.10.2020 von LorD Avenger
Auf der Jagd nach dem unvorstellbaren Schatz der Ainu, jagen Sugimoto und seine Konkurrenten weiterhin den tätowierten Schatzkartenträgern hinterher...
Mit bereits einigen der tätowierten Häute, bzw. ihrer Zeichnungen, sind Sugimoto, Asirpa und ihre anderen Gefährten dem Schatz und den Antworten auf ihre Fragen ein gutes Stück näher gerückt. Doch auch die konkurrierenden Gruppen lassen nicht locker, sondern ziehen die Daumenschrauben noch einmal mehr an. Der entstellte Oberleutnant Tsurumi beispielsweise macht einen durchgeknallten Präparator ausfindig, der neben Tieren im Geheimen auch für sein Leben gerne Menschen ausstopft, mit denen er sich im Anschluss ausgiebig unterhält. Sich diese Talente zunutze machend, gibt Tsurumi falsche tätowierte Häute in Auftrag, die die Spur seiner Konkurrenz verwässern soll. Der alte Schwertkämpfer Toshizo Hijikata hingegen sieht mehr Nutzen darin, sich bis zu einem gewissen Grad mit Sugimoto zusammenzutun, wodurch die verschiedenen Gruppen sich zunehmend vermischen und teilweise unvorhergesehene Kooperationen entstehen - ebenso aber auch spannende Intrigen.
Was mich besonders gefreut hat, weil ich die Serie so kennenlernen durfte, ist der erneute stärkere Fokus auf den außerordentlich großartigen Humor von Golden Kamuy sowie das offenkundige Herzensanliegen des Autors alte Traditionen und Lebensweisen der Hokkaido-Ureinwohner darzustellen. Nachdem dieser Punkt in Volume 2 etwas in den Hintergrund geraten ist, wird nun wieder mehr mit ungewohnten Zutaten gekocht und ausgelassen zusammen gegessen. Was zunächst nicht sonderlich unterhaltsam klingt, wird aber so witzig mit Humor verbunden und als Zeit für das Stärken der Gemeinschaft genutzt, dass es ein ganz wichtiger Teil der Serie ist.
Qualitativ hält die Serie ihr Niveau, setzt inhaltlich sogar noch eine Schippe drauf und mausert sich so zu meiner liebsten Volume von Golden Kamuy. Bild und Ton sind spitze, auch wenn ich nach wie vor bei einigen Einsätzen von computergenerierten 3D-Modellen wenig überzeugt die Nase rümpfe. Dem schicken dünnen Pappschuber liegt neben der Disc mit seinen sechs Episoden auch wieder das clevere Gimmick des Tattoo-Stücks auf Papier bei, sowie zwei hochwertige Postkarten mit Charakter-Artworks. Im digitalen Bonusmaterial finden sich gesondert das fetzige neue Opening und Ending der zweiten Staffel sowie die gewohnten, nur paar Sekunden langen Mini-Episoden, die ebenfalls wieder für einige Lacher sorgen. Cover & Bilder © Satoru Noda/SHUEISHA, GOLDEN KAMUY Project Das Fazit von: LorD Avenger
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