Karate Kid - Remake

Karate Kid - Remake

Originaltitel: Karate Kid
Genre: Action • Drama
Regie: Harald Zwart
Hauptdarsteller: Jaden Smith • Jackie Chan
Laufzeit: Ca. 140 Minuten
Label: Sony Pictures Home Entertainment
FSK 6

Karate Kid - Remake   20.02.2011 von Panikmike

In den letzten Jahren wurden immer mehr Klassiker in einem neuen Gewand gezeigt. Seien es nun diverse Horrorstreifen oder in diesem Fall der 80er Jahre Brenner ´Karate Kid´. Doch wenn Will Smith etwas in die Hand nimmt, dann wird normalerweise Gold oder zumindest Silber draus. In diesem Film spielt er aber nicht selbst, sondern er überlässt den Job seinem Sohn Jaden, der den kleinen Kung-Fu--hungrigen Dre spielt…

Inhalt


Dre Parker (Jaden Smith) und seine Mutter wohnen in einer kleinen Wohnung mitten in Detroit. Doch als Dre 12 Jahre alt ist, müssen sie von Amerika nach China ziehen, da seine Mutter dort ein gutes Jobangebot angenommen hat. Das neue Umfeld, die neue Stadt und die asiatische Kultur machen Dre anfangs sehr zu schaffen, denn schon am ersten Tag gerät er in eine Konfrontation, in der er den Kürzeren zieht. Einer aus seiner Schule schlägt ihn undbringt ihn nach einigen Tritten zu Boden. Chancenlos muss er die Schmerzen erdulden, bis der Schläger von Dannen zieht und ihn in Ruhe lässt. Der nächste Tag ist dummerweise nicht anders. Dre ist nun der Sündenbock der Schule. Doch aus einem Raufbold sind fünf geworden und der Kleine hat natürlich nicht den Hauch einer Chance. Zu seinem Glück kommt Hausmeister Mr. Han (Jackie Chan) vorbei und schlägt die Angreifer zu Brei. Dieser entpuppt sich als ein Kung-Fu-Meister und gibt ihm von nun an Kampfkunst-Stunden bei ihm zu Hause. Doch weil sich Dre an dem Jungen ehrenvoll rächen will, möchte er an dem nächsten Kampfsport-Turnier im Ort teilnehmen. Doch bis dahin muss er noch viel lernen, sehr gut auf seinen Meister hören und sich viel Respekt in der Außenwelt verschaffen...

Bei so einem Knaller ist es schwierig ein gutes Remake zu drehen. Karate Kid war einer DER Filme in den 80er Jahren, doch Regisseur Harald Zwart hat sich viel vorgenommen. Heraus kam ein akzeptabler Film der anfangs viel Luft braucht um in die Gänge zu kommen. Generell wurde fast alles übernommen und manche Konversationen sind sogar 1:1 portiert worden. Das Geschehen spielt nun allerdings nicht mehr in Amerika sondern in China und auch der Hauptcharakter ist jünger geworden. Jaden Smith spielt seine Rolle aber durchaus gekonnt und kann mit seinem jungen Alter total überzeugen. Jackie Chan spielt wie immer mit seinem Charme  und mit seiner Kampfkunst zieht er den Zuschauer in seinen Bann. Die Kombination aus Jaden Smith und Jackie Chan hätte nicht besser besetzt werden können, auch wenn manche Szenen besser hätten sein können.

Der Humor hält sich in Grenzen, denn leider kommen manche Gags sehr gezwungen daher. Dies passt überhaupt nicht in den Film, der eigentlich eher ernst sein sollte. Die anderen Charaktere wie zum Beispiel Dre Parkers Kontrahent sind sehr farblos und monoton. Man kann und möchte sich zu keiner Zeit in ihn reinversetzen oder ihn verstehen. Das ist sehr schade, da alles so wirkt, als hätte keiner der anderen Charaktere eine Seele. Sie spielen einfach und nach der Szene sind sie schon wieder vergessen. Generell muss man den Regisseur aber loben, denn das Remake wurde sehr gut nachempfunden. Der Film wäre allerdings besser geworden, wenn man mehr Emotionen und Gefühle eingebaut hätte. So ist und bleibt es leider ein Durchschnittsfilm, der als Remake auf der Strecke bleibt.

 

Bildergalerie von Karate Kid - Remake (8 Bilder)

Details der Blu-ray


Die Qualität der Blu-ray ist sehr gut gelungen, denn die Schärfe, die Farben und der Schwarzwert sind super. Ein Bildrauschen sucht man vergebens. Sony erreicht zwar keine Referenz, ist aber knapp dahinter. Beim Ton ist es ähnlich, denn die Übersetzung, die Trennung der Kanäle und der Bass sind ordentlich. Lediglich die Surroundeffekte fehlen hin und wieder. Hier wäre mehr drin gewesen. Bei den Extras hingegen ist Sony etwas Großartiges gelungen. Neben dem sehenswerten alternativen Ende und dem Making-Of wird der Zuschauer mit vielen anderen Specials beglückt. Wem Jaden Smith als Jungdarsteller nicht reicht, der kann sich zum Schluss noch das Musikvideo mit Justin Biber ansehen – Ahhhhhh schwärm :)


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Ich war positiv überrascht, als ich den Film zu Hause auf der Couch genießen konnte. Das Original ist trotz alledem nicht erreicht worden, denn dafür fehlen einfach zu viele Sachen. Die Kämpfe sind gut, die Besetzung durch Jaden Smith und Jackie Chan ist grandios, doch was dann? Genau das ist das Problem. Die anderen Charaktere bleiben auf der Strecke, der Humor geht in die falsche Richtung und die Länge des Films ist ein wenig aufgeblasen. Die Grundstruktur ist super, doch die Ausführung ist nicht perfekt. Alles in Allem ist es ein ordentlicher Film, den man jederzeit mal in den Player legen kann. Als Remake ist er ok, doch der Thron des Originals wird nicht angekratzt.


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Das Fazit von: Tobi

Tobi

Da hat der gute Panikmike den Nagel auf den Kopf getroffen. Der Film plätschert leider viel zu lange vor sich hin und zieht sich unnötig in die Länge. Weniger wäre hier definitiv mehr gewesen. Die bösen stereotypischen Charaktere hätte man auf alle Fälle besser machen müssen, aber der liebe Jaden soll ja als Superheld dastehen. Wenn schon die Eltern den Schinken produzieren dann muss das Kind natürlich entsprechend vermarktet werden. Dazu kommt noch die Tatsache, dass der Titel total irreführend ist, denn Dre erlernt Kung Fu und nicht Karate. Das erwähne ich hier aber mal nur am Rande. Insgesamt kann sich der Film tatsächlich sehen lassen und wartet mit einigen coolen Kampfszenen auf. Da scheint der kleine Jaden mal ordentlich trainiert zu haben. Ich hoffe nur, dass Will Smith seinen Sohn nicht in Hollywood verheizt und ihn mal Kind sein lässt.


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