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Mercy
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BEWERTUNG |
02.05.2026 von MarSVon den Kritikern nicht sonderlich positiv bewertet scheint die Amazon-Produktion Mercy von Regisseur Timur Bekmambetov (Wanted, Abraham Lincoln Vampirjäger) mal wieder nur verschwendete Lebenszeit zu liefern. Plaion Pictures veröffentlicht den Science-Fiction-Thriller nun auf DVD, Blu-ray und 4K UHD, und wir sagen Euch, warum Ihr Euch von den negativen Bewertungen nicht täuschen lassen solltet...
Los Angeles, 2029. Auf Grund der stetig angestiegenen Kriminalitätsrate wurde das "Mercy"-Programm ins Leben gerufen, bei dem eine künstliche Intelligenz die Funktion von Richter, Geschworener und Henker vereint und über angeklagte Gewaltverbrecher urteilt. Um Zweifel an ihrer Schuld darzulegen oder auch ihre Unschuld zu beweisen haben die Angeklagten nur 90 Minuten Zeit, bevor das Urteil vollstreckt wird. Einst Befürworter des Programms ist nun jedoch der angesehene Detective Chris Raven (Chris Pratt) vor der Richterin Maddox (Rebecca Ferguson) gelandet, die ihm vorwirft, seine eigene Ehefrau Nicole (Annabelle Wallis) getötet zu haben. Während der von Gedächtnislücken irritierte Chris davon überzeugt ist, unschuldig zu sein, und alles daran setzt, seine 90 Minuten für die Beweisführung zu nutzen, scheinen die Indizien jedoch alle gegen ihn zu sprechen...
Anders als in den aktuellen Rechtssystemen, in denen der Angeklagte als unschuldig gilt, solange seine Schuld nicht bewiesen ist, funktioniert das gänzlich auf künstlicher Intelligenz basierende System in Mercy genau umgekehrt: Der Angeklagte muss seine Unschuld beweisen, ansonsten gilt er als schuldig und wird exekutiert. Ähnlich ergeht es dem Science-Fiction-Thriller von Timur Bekmambetov nun bei der Veröffentlichung für die Heimkinos, denn von den Kritikern zerrissen ist es nun seine Aufgabe zu beweisen, dass hier doch ein sehenswerter und spannender Genrebeitrag vorliegt. Und tatsächlich gelingt dieses Kunststück schon nach kürzester Zeit, während man sich komplett gefesselt und mitgerissen vom Geschehen recht schnell fragt, warum die bisherigen Kritiken überhaupt so negativ ausgefallen sind...
Timur Bekmambetov inszeniert Mercy als Mischung aus Echtzeit-Thriller und Found-Footage, und reduziert so seine Ausgangssituation auf lediglich zwei Personen - beziehungsweise besser gesagt eine Person und eine künstliche Intelligenz. Diese stehen in direktem Schlagabtausch und halten das Geschehen am Laufen, während diverses Bild- und Tonmaterial aus Social-Media-Beiträgen, Telefongesprächen, Videocalls und Aufnahmen aus Überwachungskameras das nötige Material liefern, um einerseits die Handlung zu lenken sowie andererseits durch ständig neue Erkenntnisse den Spannungsbogen aufrechtzuerhalten. Dabei geht Mercy überwiegend den klassischen Weg eines "Who-Dunnit" Krimis, und arbeitet sich damit von Twist zu Twist, bis am Ende die Finale Überraschung samt Auflösung erfolgt. Den Spannungsaufbau erreicht die Inszenierung dabei neben den voranschreitenden Nachforschungen und Beweisführungen vor allem durch das dynamische Zusammenspiel von Chris Pratt und Rebecca Ferguson, wobei sich ausgerechnet der ansonsten sehr aktiv und offensiv agierende Chris Pratt trotz seiner beschränkten Handlungsmöglichkeiten unerwartet gut schlägt. Zurecht etwas negativ zu beobachten sind hier ein paar Probleme mit der zugrundeliegenden Logik beziehungsweise der nicht immer konsequenten Umsetzung der Grundprämisse sowie der lediglich sehr oberflächliche kritische Blick auf die Macht künstlicher Intelligenz oder auch eines Überwachungsstaates, doch dank des hohen Erzähltempos, des visuellen Stils sowie der konsequent fesselnden Abläufe werden diese mühelos in den Hintergrund gedrängt und das Publikum knapp 100 Minuten lang hervorragend unterhalten...
Details der 4K UHD
Obwohl Mercy in weiten Teilen ähnlich wie ein Found-Footage Streifen aufgebaut ist, weiß das Bild der 4K UHD durchwegs durch extrem scharfe, detailreiche Bilder sowie eine hervorragende Farbtiefe zu überzeugen. Kontrast und Schwarzwert sind ebenfalls kräftig und ausgeprägt eingestellt, so dass sich im Gesamtbild keinerlei Mängel ausmachen lassen. Die deutsche Tonspur liegt leider nur in einer DTS-HD 5.1 Abmischung vor, und muss sich im Bereich der Räumlichkeit den TrueHD 7.1 beziehungsweise sogar Dolby Atmos Abmischungen des Originaltons geschlagen geben. Im Übrigen weiß aber auch der deutsche Ton durch seine dynamische, kraftvolle und durchaus in den Raum geöffnete Wiedergabe zu gefallen, während Dialoge selbst in den turbulenteren Momenten ausnahmslos klar, verständlich und gut ortbar dargebracht werden. Der atmosphärische Score von Ramin Djawadi (Game of Thrones, House of the Dragon) fügt sich dabei sehr stimmig und harmonisch ins Geschehen ein. Cover & Bilder © Plaion Pictures / © 2025 Amazon Content Services LLC. All Rights Reserved. Das Fazit von: MarS
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