Spider in the Web

Spider in the Web

Originaltitel: Spider in the Web
Genre: Thriller
Regie: Eran Riklis
Hauptdarsteller: Ben Kingsley • Monica Bellucci
Laufzeit: DVD (110 Min) • BD (114 Min)
Label: Concorde Home Entertainment
FSK 12

Spider in the Web   04.12.2019 von MarS

Manch ein Schauspieler wird mit den Jahren etwas ruhiger. Nicht jedoch Sir Ben Kingsley, der gerade in den letzten Jahren wieder vermehrt vor der Kamera zu sehen ist. In seinem neuesten Film, dem Agententhriller Spider in the Web, ist er nun als alternder Spion im Auftrag des Mossad zu sehen...

 

Inhalt

 

Früher einmal war der Geheimagent Adareth (Ben Kingsley) einer der besten seines Fachs und war sogar für die Ausbildung neuer Rekruten zuständig. Seine Vorgesetzten beim israelischen Nachrichtendienst Mossad zweifeln inzwischen jedoch an seiner Loyalität und dem Wahrheitsgehalt seiner Berichte. Aus diesem Grund stellen sie ihm für seinen letzten Auftrag den jungen Agenten Daniel (Itay Tiran) zur Seite, Sohn eines ehemaligen Partners, der Adareth überwachen soll. Bei der Beschaffung von Informationen bezüglich biologischer Kampfstoffe in Syrien stoßen die beiden auf Angela Caroni (Monica Bellucci), Mitarbeiterin eines Forschungskonzerns. Während sich Adareth kurzerhand in eine Beziehung mit der geheimnisvollen Frau stürzt, wachsen in Daniel die Zweifel hinsichtlich seines Auftrags, aber auch den Motiven Adareths...

 

Spider in the Web ist ein ganz klassisch strukturierter Agententhriller, der seine Geheimnisse erst nach und nach offenbart und am Ende eine finale Auflösung der Ereignisse präsentiert. Nachdem das Ganze hier sehr dialogorientiert vonstattengeht und der Film beinahe gänzlich auf rasante Szenen oder Actionsequenzen verzichtet, liegt es dabei vor allem an dem sehr gut harmonierenden Hauptdarsteller-Trio, dass die über die Laufzeit von knapp zwei Stunden zweifellos entstehenden Längen nicht allzu ermüdend werden. Tragende Figur ist selbstverständlich Ben Kingsley, in der deutschen Synchronfassung erstmals mit einer neuen Stimme, nachdem sein Stammsprecher Peter Matic im Juni dieses Jahres verstorben ist. Der Charakterdarsteller weiß einfach noch immer, wie man einen Film beinahe im Alleingang tragen kann, und das lediglich mit der dabei an den Tag gelegten Präsenz samt Mimik und Gestik. Er ist es schließlich auch, der Spider in the Web sehenswert macht, denn im Übrigen präsentiert der Film leider nicht viel mehr als Standardware, obwohl sich immerhin Setting und Kameraführung positiv aus dem ansonsten bekannten Einerlei hervorheben. Itay Tiran und Monica Bellucci arbeiten dem Briten dabei zwar sehr gut zu, haben selbst dem Geschehen aber nur wenig hinzuzufügen. Tiran ist zuständig für die wenigen Actionszenen, Monica Bellucci für einen Hauch von Erotik sowie den ein oder anderen geheimnisvollen Blick. Neben Ben Kingsley reicht dies aber schließlich durchaus auch mal aus.

 

Details der Blu-ray


Eigentlich wäre die Bildqualität der Blu-ray wirklich ansehnlich, denn grundsätzlich liefert die Scheibe eine sehr gute Schärfe sowie guten Detailgrad bei ordentlicher Kontrastierung und überwiegend natürlicher Farbgestaltung. Leider ist das Bild jedoch von starken Unschärfen durchzogen, die sich nicht nur auf den gesamten Randbereich beschränken, sondern sich auch auf die komplette linke Bildhälfte auswirken. Das sieht nicht nur unschön aus, sondern ist auf Dauer regelrecht anstrengend. Der Ton ist dafür sehr gut ausbalanciert und sauber abgemischt. Auf Grund fehlender Actionszenen konzentriert sich das Geschehen dabei aber auf den vorderen Boxenbereich und bietet nur selten Dynamik oder Räumlichkeit. Die Sprachausgabe ist dafür sehr klar und immer verständlich.



Cover & Bilder © www.sofahelden.de


Das Fazit von: MarS

MarS

Spider in the Web ist ein sehr ruhig erzählter Agententhriller nach üblichem Muster, der sich eigentlich nur dank der ordentlichen Inszenierung, vor allem aber der charismatischen Darbietung von Sir Ben Kingsley, ein wenig aus der Masse hervorhebt. Wer sich an der dialogorientierten Erzählung und den entstehenden Längen nicht stört, der bekommt mit Spider in the Web einen grundsoliden Thriller, der knapp zwei Stunden lang gut zu unterhalten weiß. Wirklich im Gedächtnis bleibt der Film allerdings nicht.


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