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The Unholy

Originaltitel: The Unholy
Genre: Horror
Regie: Camilo Vila
Hauptdarsteller: Ben Cross • Trevor Howard
Laufzeit: ca. 98 Minuten
Label: Epix Media AG
FSK 16

The Unholy   17.04.2010 von Tobi

Filme wie „Der Exorzist“ zielen im Horror-Genre immer auf ein ganz spezielles Publikum, denn nicht jeder Zuschauer vermag sich auf okkulte Filme einlassen. Dennoch ist die Fangemeinde recht groß und so kommt es immer mal wieder zu einer Veröffentlichung eines Filmes aus diesem Genre. 1988 brachte Regisseur „Camilo Vila“ seinen Film „The Unholy“ heraus und das Berliner Label „Epix Media AG“ würdigt dies mit einer DVD-Veröffentlichung innerhalb ihrer „Twilight Classics Edition“. Der folgende Bericht geht auf diesen Film näher ein.

 

Die St. Agnes Kirche in New Orleans ist eigentlich eine Kirche wie jede andere auch. Doch durch mysteriöse Umstände kommen zwei Priester sehr brutal ums Leben. Beide wurden an einem Ostersonntag ermordet. Pater Michael, der selbst von einem Selbstmörder aus dem 17. Stock gestoßen wurde und wie durch ein Wunder überlebt hat, tritt deren Erbe an und übernimmt die hinterbliebene Gemeinde.

 

Was Pater Michael bald erfährt, hätte er sich in seinen kühnsten Träumen nicht vorzustellen vermocht. Das Gotteshaus beherbergt einen gefährlichen Dämon, der in Gestalt einer hübschen Frau sein Unwesen treibt. Anfangs erkennt Pater Michael das Böse nicht an, doch nach und nach kann auch er dessen Existenz nicht verleugnen. Es bahnt sich ein okkulter Kampf zwischen Mensch und Dämon an, der einige Opfer fordern wird.

 

Der Film „The Unholy“ ist ein sehr typischer Vertreter seines Genres. Er bedient sich vieler okkulter Elemente wie Opferungen und Dämonen,und versucht dadurch, eine spannende Geschichte zu erzählen. Prinzipiell funktioniert das auch ganz gut, doch irgendwie will der Film nicht so recht zünden. Er ist definitiv ein würdiger Vertreter seines Genres doch auch kein wirkliches Highlight. Zu glatt und langweilig wird die Geschichte präsentiert und es werden keine neuen Akzente im Genre gesetzt. Das wäre hier wirklich nötig gewesen, damit er nicht mit anderen Klassikern verglichen wird. Die Schauspieler hingegen sind wirklich super. Der Dämon in Form der schönen Frau und auch Pater Michael werden hervorragend verkörpert, was dem Film einige Pluspunkte einbringt.

 

Soundtrack und die Kulissen wissen zu überzeugen. Man fühlt sich stellenweise wie in einem klassischen italienischen Horrorfilm, was aber auch nicht weiter verwunderlich ist, denn der Regisseur selbst ist Italiener. Weniger gut gelungen ist die Darstellung des Dämons als nicht-menschliches Wesen. Irgendwie sieht er wie eine Mischung aus Riesenratte und Gürteltier aus. Da muss man schon ab und an mal schmunzeln. Weniger lächeln kann der Zuschauer bei den Splatter-Effekten, die es wirklich in sich haben. Hier spritzt das Blut stellenweise recht ordentlich, was den Gore-Hounds unter uns gefallen wird. Insgesamt kann ich ruhigen Gewissens sagen, dass der Film für Fans ganz in Ordnung ist.

 

„The Unholy“ trägt die Nummer 8 der „Twilight Classics Edition“ aus dem Hause „Epix Media AG“. Mittlerweile müsstet ihr auch wissen, was das heißt. Das Bild ist ziemlich schlecht und auf VHS-Niveau. Der Ton liegt ebenfalls wieder in deutscher und englischer Sprache im Dolby Digital 2.0 Format vor. Als Bonusmaterial gibt es nur ein paar Trailer und das hässliche Cover istwieder mit an Bord. Der Preis liegt wieder unterhalb der 10 Euro und dürfte somit für Fans recht interessant sein.


Das Fazit von: Tobi

Tobi

Wie bereits erwähnt, ist der Film ganz in Ordnung, mehr aber auch nicht. Stellenweise war er ein wenig langweilig und beinhaltet Szenen, die einfach unpassend sind. Die Splatter- und Schock-Effekte hingegen wirken sehr gut und werten das Gezeigte auf. Langeweile kam bei mir nahezu nie auf, doch leider setzt der Film auch keine neuen Akzente. Da gefällt mir „Der Exorzist“ doch um einiges besser, da er auch interessanteres Material bietet. Ich kann den Film dennoch Horror-Fans empfehlen, die mal wieder etwas abseits der derzeitigen Folter-Welle sehen wollen. Das Gute ist auch, dass die Veröffentlichung in ungekürzter Form vorliegt.


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