Automata

Automata

Originaltitel: Autómata
Genre: Science Fiction
Regie: Gabe Ibáñez
Hauptdarsteller: Antonio Banderas
Laufzeit: DVD (106 Min) • BD (110 Min)
Label: EuroVideo
FSK 12

Automata   08.05.2015 von Assimilator

Der Film Automata zeichnet eine düstere Zukunft für die Erde und seine Bewohner. Wir haben uns den Film mit Antonio Banderas angeschaut und sagen Euch mehr ...
 
Im Jahr 2044 werden 99,7 Prozent der Weltbevölkerung durch Sonnenstürme dahingerafft. Die wenigen Überlebenden flüchten sich in große Städte, welche durch gigantische Stahlwände gegen Sand und Strahlung schützen. Um diese Wände zu installieren und zu warten entwickelte die Firma ROC Roboter, welche immer zwei Regeln folgen: Roboter dürfen niemals anderen Lebewesen Schaden zufügen, und Roboter dürfen weder sich selbst noch andere Roboter modifizieren. Diese Regeln sind in den Kern eines jeden Roboters eingebrannt und unumstößlich. In dieser Welt lebt Jacq Vaucan (Antonio Banderas) als Angestellter von ROC. Er kümmert sich um die rechtlichen Fragen der Firma und muss so zum Beispiel Fälle untersuchen, in denen Roboter angeblich Menschen Schaden zugefügt haben. Eines Tages wird er in die Leichenhalle gerufen, ein Roboter wurde von einem Polizisten erschossen. Der Polizist behauptet, dass der Roboter versucht hat, sich selbst zu reparieren. Vaucan glaubt dem Polizisten kein Wort, jedoch ist seine Neugier geweckt. Im Verlauf der Untersuchungen stellt Vaucan fest, dass immer mehr Roboter gegen die zwei Regeln verstoßen zu scheinen.
 
Was hat es mit den Robotern auf sich? Und welche Finger hat ROC im Spiel?
 
Automata ist ein Film, der sich an vielen Dingen versucht. So wird die Menschlichkeit selst genauso porträtiert wie das Bestreben, sich weiterzuentwickeln. Hierbei verstrickt sich der Film jedoch bzw. kann gewisse Entwicklungen nur schlecht darstellen. So beginnt der Film mit einem Text, welcher die Roboterregeln erklärt und sagt deutlich “Diese Regeln sind unumstößlich”, doch nur wenige Sekunden später sieht der Zuschauer einen Roboter, der deutlich an sich selbst herumschraubt. Dies führt die Einleitung direkt ad absurdum und macht dem Zuschauer das Ende bereits mehr als klar. Auch die Umgebung der Stadt und der giftige Regen werden nur unzureichend bis gar nicht erklärt. Solcherlei Dinge ziehen sich durch den Film und machen es streckenweise schwer, der Logik des Drehbuchs zu folgen. Hinzu kommt, dass Vaucan bereits zu Beginn mit Träumen von einem Strand vorgestellt wird. Ob es sich hierbei um einen Wunsch, einen Traum, eine Vision oder eine Erinnerung handelt, wird im ganzen Film nicht erklärt. Antonio Banderas hilft hier auch nur bedingt weiter, da er deutlich hinter seinen Leistungen aus der Vergangenheit zurück bleibt. Hinzu kommt der latente Rassismus seitens Vaucan gegenüber Robotern, welche in seinen Augen nur Maschinen sein können, auch wenn selbst den Fusseln unterm Sofa bereits klar ist, dass der gezeigte Roboter einen Charakter entwickelt hat. All dies macht den Film zwischenzeitlich zu einer Qual, auch wenn man sich für das Thema selbst interessiert.
 

Bildergalerie von Automata (13 Bilder)

Das Bild der Kamera hilft hier auch nur bedingt weiter, da es in der Stadt nur Special Effects zeigt, die bereits in Blade Runner besser waren. In der Weite des Ödlandes zeigt die Kamera genau dies: langweiliges Ödland. Es fehlt einfach ein wenig Pepp, um den Zuschauer bei der Stange zu halten. Musik und Sound sind akzeptabel, können jedoch den Film auch nicht mehr retten. Die DVD als Datenträger bringt den Film in Deutsch und Englisch ins Wohnzimmer, wobei Untertitel fehlen. Leider ist die englische Tonspur sehr schlecht abgemischt, sodass man Antonio Banderas im Original kaum bis garnicht verstehen kann. So schalten selbst Filmfans zur deutschen Spur, um der Handlung folgen zu können. Sehr schade. Als Extras gibt es einige Trailer.

Das Fazit von: Assimilator

Assimilator

Automata macht es mir nicht einfach. Die Story ist eigentlich interessant, jedoch ist die Umwandlung mehr schlecht als recht gelungen. Es sind einfach zu viele Logikfehler vorhanden, zu viel bleibt ungeklärt und zu viel kann von den Schauspielern nicht erklärt werden. Dass Antonio Banderas bis kurz vor Schluss der Meinung ist, dass Roboter nur Maschinen sind, nur um dann klischeehaft umgestimmt zu werden, ist hier nur ein Beispiel. Hinzu kommt die schlechte Präsentation, welche selbst mir als Fan von Filmen im Original die US-Version kaputt gemacht hat. Das gibt extra Abzug. Was bleibt ist ein Film, dem man anmerkt, dass es viele gute Ideen und ein gar nicht so schlechtes Budget gab. Dennoch ist die Umsetzung gerade so ausreichend. 4/10 Punkte.


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