Black Ghetto Sucker Punch

Black Ghetto Sucker Punch

Originaltitel: Sucker Punch
Genre: Action
Regie: Josh Crook • Jeff Crook
Hauptdarsteller: Paris Campbell • Christina Caparoula
Laufzeit: 80 Minuten
Label: Movie Power
FSK 18

Black Ghetto Sucker Punch   14.07.2011 von Diaboli

Wer kennt sie nicht, die Geschichte vom schwarzen Schaf mit ordentlich Dreck am Stecken, der durch ein traumatisches Erlebnis zu einem besseren Menschen werden will und sich dabei alten Dämonen stellen muss? An alle, die sich jetzt gemeldet haben: Geht los und schaut "Black Ghetto Sucker Punch" - schaden wird es Euch bestimmt nicht. Den anderen empfehle ich die andere Seite der Videothek ... also die mit den guten Filmen ...

 

Mike (einziger Lichtblick des Films: Paris Campbell) ist ein kleiner Gauner und Zuhälter aus New Orleans. Er fühlt sich als richtiger Gangster und hat auch noch Spaß dabei. Als sein Boss Lamar ihn jedoch verdächtigt, Geld aus einem Drogendeal entwendet zu haben, um sich selbst daran zu bereichern, endet für Mike die Coolness, denn nun steht er an der anderen Seite der Nahrungskette - und die tut weh: Lamar schickt ihm nämlich ein paar korrupte Schlägerbullen auf den Hals, die Mike aus dem Verkehr ziehen sollen! Wie durch ein Wunder überlebt Mike die Tortur der Cops und wird schwer verletzt von einem Predigerpärchen aufgenommen. Diese pflegen ihn wieder gesund und lehren ihm nebenbei, dass es besser ist, ein gläubiger Christ zu sein und Gutes zu tun, als fremden Menschen verpanschte Drogen zu verkaufen! Natürlich möchte unser nun gewandelter Hauptcharakter das eben Erlernte gleich in die Tat umsetzen und versucht nun, seine Fehler wieder gut zu machen. Er beginnt damit, die Frauen, die er selbst auf den Straßenstrich schickte, von eben dort wieder wegzuholen. Doch Lamar hat schon ein Auge auf Mike geworfen und eine blutige Konfrontation mit den alten "Freunden" lässt nicht lange auf sich warten ...

 

Naja, Begeisterung ist etwas anderes. Aber langsam, beginnen wir mal mit den schlechten Seiten des Films: Die Schauspieler versuchen zwar glaubhaft rüberzukommen, leider verfehlen bis auf Paris Campbell die meisten ihr Ziel, was nicht zuletzt an der ideenlosen und teils langweiligen, weil vorhersehbaren Umsetzung liegt. Auch die deutsche Synchro ist leider nicht das Gelbe vom Ei, was aber bei einer Produktion diesen kleinen Ausmaßes nicht als ausschlaggebender Kritikpunkt zu werten ist. Erwähnt werden sollte es trotzdem. Auch ist der ganze Ton des Films nicht durchgängig, denn übertriebene Coolness, gepaart mit teils surrealem Humor und Gewaltausbrüchen passen nur bei einem Film von Quentin Tarantino zusammen, nicht aber hier. Wobei wir da aber schon fast wieder auf der guten Seite stehen, denn was die FSK hier durchgehen lässt, ist schon erstaunlich: Die Gewalt erreicht stellenweise Level, sodass es einem kurzzeitig die Zehennägel einrollt. Und das in Verbindung mit dem christlich-gläubigen Hintergrund! Man denke nur mal kurz an "Der blutige Pfad Gottes" und wie stiefmütterlich der harmlosere Kultfilm hierzulande behandelt wurde und immer noch wird! Verstehe mal einer diese FSK-Gutachter ...

 

Ansonsten leistet sich die DVD keine großen Patzer, das Bild ist fast durchgängig knackig und scharf, die vorkommenden Farben des eher in dunklen Farbpaletten gehaltenen Streifens stechen positiv hervor und der Ton geht mit seiner räumlichen Abmischung auch in Ordnung, wenngleich ich hier wieder nur das englische Original hervorheben  kann. Extras sind bis auf ein Wendecover und eine Trailershow nicht vorhanden, sind aber auch ausreichend.


Das Fazit von: Diaboli

Diaboli

Naja, ein Film mit dem Titel "Black Ghetto Sucker Punch" hat schonmal von Anfang an keinen Stein bei mir im Brett. Und nach dessen Sichtung weiß ich auch warum: weil es schnöder, Möchtegern-cooler Einheitsschnodder ist! Die Geschichte vom Underdog, der sich um zu Überleben, der Kriminalität zuwendet, um dann mit den besten Absichten aus ihr auszubrechen, wurde schon dutzende Male und durchaus besser erzählt. Ein kleiner Lichtblick der Produktion ist der Hauptdarsteller, Paris Campbell, der seine Rolle sehr ernst nimmt und eine durchaus solide Leistung aufs Parkett legt. Leider Gottes geht das ganze vor die Hunde, weil die Inszenierung ideenlos und ohne große Überraschungen oder Höhepunkte auskommt. Für Hardcore-Gangsta Fans sicherlich eine Überlegung wert, alle anderen warten auf den wesentlich cooleren Namensvetter von Zack Snyder. Der ist zwar nicht besser, aber wenigstens bietet er gewisse Schauwerte!


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