Bloody Chainsaw Girl

Bloody Chainsaw Girl

Originaltitel: Chimamire sukeban chênsô
Genre: Action • Splatter
Regie: Hiroki Yamaguchi
Hauptdarsteller: Mizuho Abe
Laufzeit: Streaming (76 Min)
Label: Midori Impuls

Bloody Chainsaw Girl   29.04.2017 von Mario von Czapiewski

Midori Impuls ist ein noch relativ unbekanntes und kleines Label, dass es sich zur Aufgabe gemacht hat, hierzulande unbekanntere Low-Budget-Filme aus Japan in limitierten Ausführungen zu veröffentlichen. Eine geplante Veröffentlichung stellt der Splatterfilm Bloody Chainsaw Girl dar, welchen wir kürzlich für eine Sichtung zur Verfügung gestellt bekamen...

 

Die Schülerin Giko möchte eigentlich nur eine Prüfung bestehen, als sie schon auf dem Weg zur Schule von mutierten Mitschülern belästigt wird. Eine ihrer Mitschülerinnen namens Nero transformiert Mitschüler zu mechanischen Mutanten, um sich an der Schule und Giko zu rächen. Doch Giko weiß sich zu wehren, denn mit ihrer High-Tech-Kettensäge ist sie immer für einen Kampf gerüstet.

 

Bloody Chainsaw Girl überzeugt nicht gerade mit einer schlüssigen und interessanten Geschichte. An keiner Stelle werden irgendwelche Anstalten gemacht die konfuse Welt des Films in irgendeiner Form zu erklären und somit hat die merkwürdige Geschichte nur einen Sinn: Das Ermöglichen von vielen obskuren Figuren und Actionszenen. Die Manga-Herkunft der Geschichte ist allgegenwärtig und somit darf sich der potentielle Zuschauer auf viele absurde Charaktere und Momente freuen. Ob Schulmädchen, die aus sämtlichen Körperöffnungen Pistolenkugeln und Raketen schießen können, einem zum Mann um operierten ursprünglich weiblichen Samurai sowie herumkrabbelnde Mädchenköpfe – in Bloody Chainsaw Girl regiert der Unsinn.

 

Doch dass Unsinn auch unterhaltsam sein kann, zeigten bereits zuvor japanische Trashfilme wie Robo Geisha oder The Machine Girl. So kann man auch Bloody Chainsaw Girl unterhaltsame Spitzen nicht absprechen. Besonders erwähnenswert ist die clevere Umsetzung zahlreicher Actionszenen trotz des offensichtlich begrenzten Budgets. So kommt stellenweise eine nicht zu unterschätzende Rasanz auf, die den Zuschauer tatsächlich mitreißt. Auch kommt die titelgebende Kettensäge mehr als einmal zum Einsatz und beschert dem Splatterfan zahlreiche blutige Momente, die aber selten unangenehm werden und an keiner Stelle den „Fun“ aus „Funsplatter“ herausnehmen.

 

Fans von bereits genannten Genrevertretern oder der japanischen Low-Budget-Industrie werden mit Bloody Chainsaw Girl einen hanebüchenen aber unterhaltsamen Splatterfilm bekommen, der nicht durch seine Geschichte, jedoch durch seine zahlreichen bizarren Momente überzeugen kann. Wann der Film auch in Deutschland erhältlich sein wird, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. Eine ungeschnittene Veröffentlichung im regulären Handel ist auf Grund der inflationären Gewaltdarstellung wahrscheinlich jedoch nicht zu erwarten.

 

Bildergalerie von Bloody Chainsaw Girl (9 Bilder)

Für die Rezension lag ein Presseexemplar im japanischen Originalton vor. Eine Veröffentlichung in Deutschland steht zum aktuellen Zeitpunkt noch aus.


Das Fazit von: Mario von Czapiewski

Mario von Czapiewski

 

Bloody Chainsaw Girl ist blutiger Unsinn, mit einer Menge japanischer Merkwürdigkeiten. Roboterschulmädchen, Samurais und Kettensägen sorgen für ein rotes Schulfest für japanophile Splatterfans mit Hang zu Low-Budget-Produktionen. Wem dieses Kurzfazit irgendwie zusagt, der wird mit dem Film eine Menge Spaß haben.


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