Im Jahre 1984 erblickte ein ziemlich schlechter Horrorfilm namens „C.H.U.D. – Panik in Manhattan“ das Licht der Filmwelt. Dieser Film war derart mies, dass niemand gedacht hätte, dass es mal eine Fortsetzung geben wird. Doch in Hollywood ist alles möglich. 1989 war es dann soweit und „C.H.U.D. II – Bud The Chud“ wurde veröffentlicht. Anders als beim Vorgänger setzt man hier mehr auf Komik und bedient sich fleißig beim Klassiker „Day Of The Dead“.

Das Militär musste nach einigen Schwierigkeiten das Projekt „C.H.U.D.“, was für „Cannibalistic Humanoid Underground Dwellers“ steht, einstellen. Anscheinend hat man aus den Problemen der Vergangenheit gelernt. Dennoch traut sich ein total durch geknallter Offizier eines der Wesen vor seiner Vernichtung zu retten, da er es gern für seine Zwecke einsetzen will. Natürlich kommt alles, wie es kommen muss und ein paar Studenten klauen ihm den C.H.U.D. vor der Nase weg. Ein fataler Fehler, wie sich bald heraus stellen wird.
Die Studenten sind dann nämlich so dumm, dass sie das Wesen mit Hilfe von Elektroschocks wieder zum Leben erwecken. Der C.H.U.D. hat nach seinem „Schlaf“ jede Menge Hunger und geht in der örtlichen Kleinstadt mal auf einen ordentlichen Beutezug. Jeder weitere Mensch, den er anknabbert, wird ebenfalls zu einem C.H.U.D. wodurch die Bürger bald einer ganzen Armee dieser Kreaturen gegenüber stehen. Beim anstehenden Halloweenfest kommt es zur entscheidenden Schlacht zwischen Menschen und C.H.U.D.s.
Nachdem ich nun zwei wirklich miese Filme aus der „Twilight Classics Edition“ schauen musste, waren meine Ansprüche wirklich extrem im Keller. Zu meinem Glück muss ich sagen, dass der hier nun vorliegende Film wirklich jede Menge Spaß macht. Man bedient sich zwar einiger Elemente aus dem Horror-Klassiker „Day Of The Dead“, aber das Ganze geht dann eher in die komische Richtung, was dem Film wirklich sehr gut tut. Gepaart mit dem Flair der 80er treibt der Film einem jede Minute ein Lächeln auf das Gesicht.
Das liegt in erster Linie daran, dass er sich zu keiner Sekunde ernst nimmt und dass alle Schauspieler wirklich sehr gut aufgelegt sind. So viel lustigen Blödsinn habe ich lange nicht mehr in einem Film gesehen. Natürlich darf hier der ein oder andere Splatter-Effekt nicht fehlen und so kommt es auch des Öfteren mal vor, dass der rote Lebenssaft mal ordentlich durch die Gegend spritzt. Die Splatter-Effekte wirken aber zu keiner Zeit übertrieben, da sie dann doch eher in den komödiantischen Bereich übergehen. Der finale Kampf zwischen den Einwohnern und den merkwürdigen zombieartigen Wesen ist dann wirklich zum Niederknien. Denn die Effekte können sich auch heute noch sehen lassen und die 80er Musik tut ihr übriges.
Endlich beinhaltet die „Twilight Classics Edition“ vom Berliner Label „Epix Media AG“ mal wieder einen vorzeigbaren Film, der auch komplett ungekürzt daher kommt. Leider ist die technische Umsetzung nicht so das Gelbe vom Ei. Die Bildqualität ist ziemlich mies und liegt auf VHS-Niveau. Das Bild ist unscharf und auch ziemlich verraucht. Beim Ton hat der Käufer die Wahl zwischen einer deutschen und einer englischen Dolby Digital 2.0 Tonspur. Das ist wohl mittlerweile der Standard bei dieser Edition. Und wie üblich gibt es nur ein paar Trailer als Bonusmaterial. Das schlechte Cover der DVD-Box ist natürlich auch wieder an Bord, wohingegen der niedrige Preis mal wieder verlockend ist.
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