Death Note Movies 1-3

Death Note Movies 1-3

Originaltitel: Death Note; The Last Name; L-Change the World
Genre: Mystery
Regie: Shusuke Kaneko • Hideo Nakata
Hauptdarsteller: Tatsuya Fujiwara • Ken'ichi Matsuyama
Laufzeit: DVD (378 Min) • BD (394 Min)
Label: Kazé Anime Studio
FSK 16

Death Note Movies 1-3   02.03.2019 von LorD Avenger

Fans der Death Note-Animeserie werden sich über diesen Re-Release der drei ersten, japanischen Realverfilmungen freuen, die der Vorlage treuer bleiben als andere Nacherzählungen, dennoch eine völlig neue Geschichte erzählen...

 

Inhalt

 

Der Musterschüler Yagami Light strebt eine Karriere in der Regierung an, um mit seinem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn etwas in der Welt zu verändern. Sein Leben gerät allerdings völlig aus den Fugen als eines Tages ein schwarzes Notizbuch vom Himmel fällt. Die Anleitung auf der ersten Seite besagt, dass jeder Name, der mit dem dazugehörigen Gesicht im Kopf in dieses Heft eingetragen wird, innerhalb von 40 Sekunden an Herzversagen stirbt. Zwar macht Light sich zunächst noch darüber lustig, doch bei der ersten Gelegenheit trägt er den Namen eines Verbrechers dort ein und muss im Fernsehen live miterleben, wie die mysteriösen Regeln sich bewahrheiten. Geschockt, aber in erster Linie angefixt, beschließt er mit dem Buch seine Zukunftspläne bereits jetzt und in wesentlich effektiverer Weise auszuüben. Im selben Atemzug lernt er den Shinigami (Todesgott) Ryuk kennen, der das sogenannte Death Note in die Menschenwelt gebracht hat und untrennbar damit verbunden ist.

 

Relativ schnell stellen sich allerdings Probleme ein als die zahlreichen identischen Verbrechertode in Verbindung gebracht werden. Einer speziell dafür einberufenen Task Force der japanischen Polizei wird der geheimnisumwobene aber geniale Sonderermittler L zur Seite gestellt, der den Kreis der Verdächtigen sehr schnell auf Schüler aus Tokio eingrenzen kann. Ein Kampf der genialen Strategen entbrennt und zieht eine Reihe von Leichen hinter sich her.

 

Das Besondere und vor allem auch Erfreuliche an diesen drei Filmen ist der Umstand, dass Fans große Überraschungen zu erwarten haben, diese aber deutlich näher am Original bleiben als der Netflix-Film. Nachdem ich erst kürzlich den gesamten Anime erneut angesehen und mir auch das zweiteilige TV-Drama zu Gemüte geführt habe, war ich gar nicht mehr so erpicht darauf diese drei Filme nun auch noch anzuschauen - so sehr ich diese brillante Geschichte auch vergöttere. Zwar wird man auch im ersten Film Death Note von 2006 schnell merken, dass man sich hier sehr genau an die Vorlage gehalten hat, gleichzeitig wird einem aber auch der Charakter Akino Shiori auffallen, den es weder im Manga noch im Anime gibt. Davon abgesehen muss man hier noch bis zum Ende warten, bis sich wirklich auffällige Unterschiede feststellen lassen, diese begeistern dann aber sofort, weil sie ebenso hervorragend funktionieren wie die Originalgeschichte.

 

Ein zweites Highlight kriegen wir in der nahtlosen Fortsetzung, The Last Name, serviert. Wie der Titel schon verrät, wird die Geschichte hier abgeschlossen, allerdings völlig anders als im Anime - und als jemand, der die zweite Hälfte der Originalgeschichte überhaupt nicht mag und ebenso wenig das eigentliche Ende, bin ich überglücklich, dass man sie einfach auslässt. Diese beiden Live Action-Filme konzentrieren sich auf den spannenden Kampf zwischen Light und L und somit auf die wirkliche Essenz von Death Note und dem Ursprung seines Erfolgs. Ohne Zweifel für mich persönlich haben die Autoren hier ein deutlich besseres Ende gefunden, das immerhin keinen bitteren Nachgeschmack hinterlässt.

 

Als Letztes in der Reihe kriegen wir sozusagen einen Bonusfilm serviert: L: Change the World lässt bereits am Titel vermuten, dass sich die Handlung rundum den interessantesten Charakter im Franchise dreht und diesen näher beleuchtet. Tatsächlich könnte man das "Death Note" im Titel völlig streichen, da es nach den ersten fünf Minuten des Films quasi überhaupt keine Rolle mehr spielt. Stattdessen wird der sonderbare L mit anderen Kontakten in seiner Organisation konfrontiert und nimmt einen kleinen Jungen bei sich auf, der von einem alten Bekannten vor einer tödlichen Seuche in Thailand gerettet wurde - und vor den Männern, die das fehlgeschlagene Virusexperiment vertuschen wollten. Der geniale Ermittler stellt schnell eine Verbindung her zu einer weiteren alten Bekannten, die mit gefährlichen Männern zusammen auf der Jagd nach dem Antivirus ist - der einzigen Möglichkeit, das Virus gewinnbringend zu verkaufen. Schlüsselperson scheint dabei die junge Tochter eines Wissenschaftlers zu sein...

 

Bildergalerie von Death Note Movies 1-3 (8 Bilder)

Details der Blu-rays

 

Jeder Film findet sich auf einer einzelnen Blu-ray wieder, gespickt mit äußerst gelungener deutscher sowie originaler japanischer Tonspur. Zwar sind die Filme bereits über 10 Jahre alt, bieten aber weiterhin gute Bildqualität - auch wenn sich diese eher auf dem technischen Niveau von TV-Produktionen bewegt.


Das Fazit von: LorD Avenger

 LorD Avenger

Selbst, wenn man kein Fan japanischer Schauspielkunst ist, wird man als Fan des Death Note-Animes hier seine wahre Freude haben. Alle drei Filme bieten ein deutlich originalgetreueres Bild der ikonischen Charaktere als die anderen Realverfilmungen, nehmen sich aber teilweise gehörige Freiheiten in der Entwicklung der Geschichte - und das führt letztlich auch noch dazu, dass sie ein weitaus besseres Ende findet als wir es aus dem Original kennen. Der dritte, von der Reihe gewissermaßen losgelöste Film vermittelt zwar ein starkes B-Movie-Gefühl durch die mittelmäßigen Spezialeffekte, die massentaugliche Story und klischeehafte James Bond-Schurken mit milchigem Auge und Narbe im Gesicht, hat aber dennoch einen gesunden Unterhaltungswert - besonders für Fans, da es sich hierbei um eine wirkliche neue Geschichte handelt, die abgesehen vom Charakter L keine Anleihen aus dem Manga nimmt. Alle drei Filme waren mir ein gutes Stück zu lang und haben sich im Mittelteil etwas gezogen und ich finde es jedes Mal aufs Neue befremdlich, wenn japanische Darsteller nicht wissen, was sie mit ihren Armen machen sollen, aber die positiven Aspekte überwiegen dennoch.


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