Disgaea 4 - A Promise Revisited (PS Vita)

Disgaea 4 - A Promise Revisited (PS Vita)

Publisher: Flashpoint
Entwicklerstudio: NIS America
Genre: RPG
Sub-Genre: SRPG
Art: Fullprice
Erscheinungsdatum: 29.08.2014
USK 12

Disgaea 4 - A Promise Revisited (PS Vita)   13.09.2014 von Torsten

Disgaea-Fans sind Gewohnheitstiere, die ohne größere Evolution gut und gerne leben können. Die Verbesserungen liegen eher im Detail, die das Spielerlebnis abändern und ergänzen. Erste Fakten und Bilder zum neuesten Teil, Disgaea 5 auf der PS 4(!), machten aber dennoch neugierig. In Europa wird der Teil ja aber leider erst mit einiger Verspätung erscheinen, von daher bleibt nichts weiter übrig, als sich die Wartezeit irgendwie zu verkürzen. Wie wäre es da zum Beispiel mit dem PS Vita-Port von Disgaea 4? Ob es lediglich ein Aufguss in geänderter Auflösung ist oder es auch neues zu erfahren gibt, klärt der Test ...

 

Netherworlds letzte Hoffnung!

 

Die Geschichte bleibt natürlich grundsätzlich die gleiche Erzählung wie schon auf der PS 3. Der geläuterte Tyrann und Vampir Valvatorez hat dem Blut entsagt und versorgt seinen Körper fortan lieber durch den Verzehr von Sardinen. Immerhin enthalten die Vertreter der Gattung der Clupeidae (Heringe) wertvolle Omega 3-Fette und verfügen über einen hohen Anteil an wichtigen Vitaminen und Proteinen - ein wahrer Powersnack eben. Und weil dieser Fisch so gut ist, hat Valvatorez jüngst all seinen Prinnies den Genuss eben dieses Lebensmittels versprochen. Das war ein Versprechen und der frisch gekürte Prinny Instructor hält seine Versprechen, koste es was es wolle. Blöd nur, dass eben diese Prinnies – Neuankömmlinge ohne Rechte im Hades, die jeden Satz mit einem „Dood“ beenden müssen – unter anderem aufgrund der vorherrschenden Überbevölkerung ausgerottet werden sollen. Das geht natürlich nicht, denn dann könnte Valvy - oh Verzeihung, ich meine natürlich Lord Valvatorez - sein Versprechen nicht einlösen. Sein treuer Diener Fenrich steht ihm also zur Seite, sein Versprechen wortgetreu einhalten zu können und die Verantwortlichen ausfindig zu machen. Dieses einfache Vorhaben mündet am Ende darin, dass der Anti-Held das gesamte Reich Netherworld retten muss. Dafür muss er sich mit verhassten Engeln verbünden, gefallene End-Boss-Monster und verstorbene Superschurken-Töchter und auch den Sohn des Todes persönlich in seine Reihen aufnehmen. Im Zuge dessen wird er die Erde besuchen und sogar den Mond bereisen. Eine herrlich abgedrehte Reise ohne jeglichen Anspruch an Wahrheitsgehalt oder gar Sinnhaftigkeit. 

 

Bildergalerie von Disgaea 4 - A Promise Revisited (PS Vita) (7 Bilder)

Unterschiede zur Heimkonsolen-Version

 

Rund drei Jahre ist es jetzt her, dass Disgaea 4: A Promise Unforgotten für die PS 3 erschien. Dass der Titel nunmehr in „A Promise Revisited“ geändert wurde ist darauf zurückzuführen, dass das Spiel kein plumper Port ist, sondern eine Neuauflage darstellt, die im Umfang dezent aber doch bestimmt erweitert wurde. So gibt es mit der „Time Leap Episode“ ein neues Szenario, sowie mehrere zusätzliche Charaktere. Für Besitzer eines Disgaea 3-Speicherstands auf ihrer Vita gibt es zum Beispiel Stella und Rutile aus dem direkten Vorgänger. Aber auch Artina und Nagi Clockwork sind nun dabei. Auch aus dem letztjährig erschienenen Disgaea D2: A Brighter Darkness haben es einige Features in das „alte“ Spiel geschafft: So gibt es hier nun ebenfalls den Cheat-Shop, der die Umverteilung von Mana, Hell (Währung) und Erfahrungspunkten zulässt. Darüber hinaus gibt es nun auch die Klassenbeförderungen. Praktisch, da ein älterer und bereits aufgewerteter und liebgewonnener Charakter „modernisiert“ werden kann, ohne gleich einen neuen Charakter der frisch hinzugekommenen Klasse erstellen zu müssen. Das Innocent Warehouse, in dem bis zu 256 gefangene Charaktere verwaltet werden können, ist ebenso mit am Bord wie einzuteilende Gruppen, Zaubersprüche der Peta Magic und besonders starke Spezialangriffe der Klasse SS. Leider wurde die Möglichkeit, Spieler abseits rechter Winkel zu werfen, nicht mit übernommen.

 

Aber auch völlig neue Features sind hinzugekommen, die dem Spiel etwas mehr Komfort verleihen. So ist es nun möglich nach einem verlorenen Kampf den Abschnitt gleich wieder folgenlos zu wiederholen oder aber ins Missionsauswahlfenster zu gelangen, ohne die Folgen der Niederlage bei der Heilerin wieder gut zu machen oder umständlich einen alten Spielstand laden zu müssen. Außerdem können Spieler innerhalb ihres Bewegungsradius nun in mehreren Anläufen bewegt werden. So kann die korrekte Position für den Spezialangriff gefunden werden ohne zunächst jedes Mal die Aktion zurücksetzen und von neuem planen zu müssen.

 

Technisch ist der Titel eine exakte Kopie in angepasster PS Vita-Auflösung. Allerdings sieht die - grundsätzlich natürlich weiterhin altbackene Präsentation - auf dem kleinen Bildschirm des Handhelds um einiges besser aus, als auf dem großen Flatscreen. Der Soundtrack ist gewohnt großartig und die Sprecher eine wahre Wohltat für die von mittelmäßigen Synchronsprechern geplagten Ohren. 


Das Fazit von: Torsten

Torsten

Disgaea 4 ist für mich der storytechnisch beste Teil der gesamten Serie. Valvatorez ist mir sogar noch lieber als Mao und Laharl. Ehrensache, dass Sardinen seit jeher auch zu einem festen Bestandteil meines eigenen Speiseplans gehören. Nicht nur wegen seiner zahlreichen Detailverbesserungen im Vergleich zur Heimkonsolen-Version fühlt sich das Abenteuer auf dem Handheld noch einen Tick authentischer an. Es ist mit seiner etwas altbackenen Technik und dem motivierenden Gameplay wie gemacht für den „Immer-mal-wieder-Einsatz“ unterwegs. Nicht selten habe ich den Ausruf der Deutschen Bahn nicht gehört und wäre glatt an meinem Arbeitsort vorbeigefahren, wenn ich wieder einmal mit Desco und Fuka Gegner im Akkord zerstückelt habe. Also Leute, kauft euch Disgaea 4: A Promise Revisited für die PS Vita. Das taktische Schwergewicht im Anime-Stil der Serie mit den wohl absurdesten und größten Spezialangriffen der Spielegeschichte überzeugt auch – oder gerade – auf Sonys Handheld vollends! Achso, esst mehr Sardinen, denn die sind reich an wertvollen Omega 3-Fettsäuren und wichtigen Proteinen! 


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positiv negativ
  • Hervorragende Sprecher
  • Gelungener Soundtrack
  • Englische und japanische Sprachausgabe
  • Herrlich abgedrehte Story
  • Absolut übertriebene und ausgefallene Spezialangriffe
  • Motivierendes Klassen- und Levelsystem
  • Über 100 Stunden Spielspaß dank forderndem Post-Game
  • Viele Detailverbesserungen im Vergleich zur Heimkonsolen-Version
  • Wiedersehen mit alten Freunden
  • Technisch immer noch altbacken
  • Keine deutsche Sprache
  • Zu viele Sardinen machen auf Dauer auch dick!





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