Dreams

Dreams

Genre: Erkennungsspiel
Autor: Oliver Grégoire
Spieleverlag: Zoch Verlag
Empfohlenes Alter: 10
Spieldauer: 30 Minuten
Anzahl Spieler: 3-6

Dreams   14.03.2017 von Born2bewild

In Dreams treten mehrere Götter gegen einen Sterblichen im Legen von Träumen an. Das passiert in Form von Sternen am Firmament. Ob das Spiel dadurch unsterblich wird oder die Spieler vor Langeweile sterben, erfahrt Ihr in unserem Review…

 

Das Material und die Vorbereitung

 

Passend zur Thematik der Götter und der Sterndeutung ist die Verpackung von Dreams mystisch gestaltet. Im Zentrum der Vorderseite ist eine Person abgebildet, der mehrere Kunstwerke und Sterne entspringen. Auf der Rückseite findet man, neben dem üblichen Spielaufbau, einen Vorgeschmack der künstlerischen Seite des Spiels. Im Inneren gibt es eine Menge Spielmaterial zu entdecken. Unter der Anleitung gibt es ein paar Stanzbögen, aus denen Spielmaterial herausgetrennt werden muss. Außerdem einen großen Stapel Karten, der in Folie eingeschweißt ist. Darüber hinaus noch einen wiederverschließbaren Beutel mit achtzehn Sternen sowie einen Beutel mit Klebepunkten. Das Firmament ist in einer weiteren Plastiktüte untergebracht und aufgerollt. Vor dem ersten Spiel müssen neben dem Herausdrücken des Spielmaterials aus den Kartonbögen noch die Wahlscheiben entsprechend der Anleitung mit Hilfe der Klebepunkte zusammengeklebt werden. Das Material wirkt insgesamt sehr wertig und auch die Karten haben neben ihrer sehr künstlerischen Gestaltung eine sehr gute Materialstärke.

 

Beim eigentlichen Spielaufbau wählt sich erst einmal jeder Spieler eine der sechs Farben. Dementsprechend erhält er eine Mondsichel und eine Wahlscheibe in seiner Farbe sowie je einen klaren, grauen und schwarzen Stern. Das Firmament wird so in der Mitte des Tisches ausgebreitet, dass es für alle Spieler gut zu erreichen ist. Außen herum werden die zwei Götterleisten abgelegt und auf der Null die Mondsicheln der Spieler. Die Traumkarten werden gemischt und als verdeckter Stapel am Rand des Firmaments positioniert. Nun gilt es aus den Göttermarken Stapel von eins bis vier zu bilden. Dabei wird von jeder Zahl ein Marker weniger als Mitspieler genommen. Hinzu kommt dann je ein Marker des Sterblichen (ohne Zahl). Nun halten sich alle Spieler bis auf einen die Augen zu. Dieser vertauscht die verdeckten Stapel ein paarmal. Nun verschließt er die Augen und die anderen Spieler tauschen die Stapel noch einmal, so dass niemand mehr weiß, welche Zahl sich unter welchem Stapel verbirgt. Anschließend wählt der anfängliche Spieler einen der Stapel aus und verteilt die Marker verdeckt an sich und die restlichen Spieler. Es werden vier der Traumkarten umgedreht und auf ihnen die Bildnummernplättchen verteilt. Die Spieler dürfen ihre Marker angucken, sie aber keinesfalls den anderen Spielern zeigen. Nun kann das Spiel beginnen.

 

Die Anleitung

 

Die Anleitung zu Dreams ist sehr übersichtlich gestaltet und enthält eine komplette Seite zum Spielaufbau. Das hat den Vorteil, dass man hier definitiv nichts vergessen kann und sie wie eine Checkliste abarbeiten kann. Insgesamt umfasst sie sechs Seiten und ist innerhalb weniger Minuten verinnerlicht. Lediglich die Seite mit der Punkteverteilung benötigt man unter Umständen in den ersten Runden zum Auswerten der Ergebnisse.

 

Das Spielziel

 

Am Anfang jeder Runde wird anhand der Marker bestimmt welche Spieler Götter sind und den richtigen der vier Träume kennen sowie ein Spieler, der als Sterblicher im Dunkeln tappt. Nun müssen die Götter ihre Sterne so zu positionieren, dass die anderen Götter wissen, dass man ein Gott ist, der Sterbliche aber den richtigen Traum nicht erahnen kann. Als Sterblicher gilt es zum Einen, den richtigen Traum herauszufinden, zum anderen die eigenen Sterne so zu positionieren, dass keiner der Götter bemerkt, dass man den Traum nicht kennt. Sind alle Steine gelegt, müssen die Götter mit Ihren Wahlscheiben raten, welcher der Spieler der Sterbliche ist und der Sterbliche welche der Träume der richtige ist. Anschließend werden entsprechend der Tipps Punkte vergeben und die nächste Runde beginnt. Sobald ein Spieler sechzehn Punkte oder mehr erreicht hat, endet das Spiel und der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.

 

Der Spielablauf

 

Zu Beginn jeder Runde werden die Marker nach dem anfangs erwähnten Prinzip gemischt und verteilt. Stellt der eigene Marker eine Zahl da, so ist dies der richtige Traum und man ist einer der Götter. Stellt er eine Figur da, so ist man der Sterbliche. Beginnend mit dem Spieler, der die Stapel als erster vertauscht hat, legen die Spieler nach und nach ihre Sterne auf das Firmament. Dabei versuchen sie markante Punkte des richtigen Traums darzustellen. Es gilt tunlichst zu vermeiden, dass irgendjemand denkt, man wäre ein Sterblicher. Denn am Rundenende stellt jeder Gott heimlich seine Wahlscheibe auf eine Farbe, von der er denkt dies wäre der Sterbliche und der Sterbliche seine auf eine Zahl, von der er denkt es wäre der richtige Traum. Nun erhält als erstes der Sterbliche drei Punkte, wenn keiner der anderen Spieler seine Farbe als Sterblichen getippt hat und zusätzlich zwei Punkte, wenn er den Traum erraten hat. Die Götter erhalten jeweils zwei Punkte, wenn sie auf den richtigen Sterblichen gesetzt haben und noch einen Punkt, wenn keiner der anderen Spieler sie für den Sterblichen hielt. Die so erworbenen Punkte werden mit den Mondsicheln auf den Götterleisten dargestellt. Anschließend werden die verwendeten Marker wieder zu einem Stapel zusammengemischt und ein neuer Stapel nach dem bekannten Prinzip verteilt. Dann werden vier neue Träume aufgedeckt und mit den Bildnummern-Plättchen versehen und eine neue Runde beginnt. Das Spiel endet, sobald eine der Sicheln eines oder mehrerer Spieler die sechzehn trifft oder überschreitet. Der Spieler, der nun am meisten Punkte hat, gewinnt.

 

Bildergalerie von Dreams (9 Bilder)

Lieferumfang

 

  • 1 Firmament
  • 2 teilige Götterleiste
  • 6 Mondsicheln in verschiedenen Farben
  • 18 Sterne (6 klare, 6 graue und 6 schwarze)
  • 6 Sternförmige Wahlscheiben
  • 20 Göttermarken (jeweils 5 mit den Zahlen 1-4)
  • 4 Marken des Sterblichen
  • 4 Bildnummern-Plättchen
  • 72 Traumkarten

Das Fazit von: Born2bewild

Born2bewild

Alex:

Leider habe ich Dreams nur mit drei Spielern spielen können. Denn das Spiel hat durchaus Potential, das es aber vermutlich erst mit mehreren Spielern entfaltet. Das Mischverfahren der Plättchenstapel ist gut durchdacht und das Spielprinzip macht Spaß, auch wenn man zum Teil, selbst wenn man den richtigen Traum kennt, gar nicht weiß wo man seine Sterne hinlegen soll. Dann gilt es aber auch noch sich zu merken, welcher Spieler seine Sterne wo hinlegt, denn meistens benötigt man schon mindestens zwei Tipps eines Spielers, um erkennen zu können, ob er weiß was er tut oder ob er der Sterbliche ist. Dadurch, dass die liebevoll gestalteten Karten auch keine allzu eindeutigen Merkmale bieten, bleibt aber das Tippen sehr spannend, denn meistens erwischt ein Tipp dann doch einen Gott, der dem Traum andere markante Punkte entnommen hat als man selbst. Alles in allem ein sehr nettes Spiel mit guten Ideen, das mich aber leider nicht zu hundert Prozent fesseln und überzeugen konnte.


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