Eaten Alive

Eaten Alive

Originaltitel: Eaten Alive
Genre: Horror
Regie: Tobe Hooper
Hauptdarsteller: Mel Ferrer • Robert Englund
Laufzeit: ca. 87 Minuten
Label: Epix Media AG
FSK 18

Eaten Alive   04.07.2009 von Tobi

Die 70er Jahre standen für Terrorkino vom Allerfeinsten und Regisseur Tobe Hooper war einer der besten Vertreter. Filme wie „The Texas Chainsaw Massacre“ und „Poltergeist“ haben ihn bekannt gemacht. Mit „Eaten Alive“ wagt er sich in den Bereich des Tierhorrors vor und entfesselt eine Schlachtplatte, die bis heute nichts von ihrem Kultstatus eingebüßt hat.

 

Tief im Sumpfland von Bayou liegt das abgewrackte „Starlight Motel“. Hier hausen Maniac Judd und sein Killerkrokodil. Eines Abends will eine lokale Hure, welche aus der Stadt verschwinden will, dort übernachten. Es kommt wie es kommen muss und der irre Judd ermordet sie und wirft ihren Leichnam seinem Krokodil zum Fraße vor. Diese Tat bleibt nicht ohne Folgen, denn ihr Vater und eine Freundin sind auf der Suche nach ihr, da sie vor einiger Zeit von zu Hause verschwunden ist. Beide landen zeitgleich mit einer weiteren Familie in diesem Hotel und machen ebenfalls Bekanntschaft mit Maniac Judd. Das Grauen in dieser Nacht nimmt sein Lauf und das Killerkrokodil scheint einen unstillbaren Hunger zu besitzen. Guten Appetit.

 

„Eaten Alive“ ist ein klassischer Vertreter des 70er Jahre Horrorfilms. Hier wird alles sehr roh präsentiert und die Bilder werden mit psychotischer Musik und klassischen Klängen unterlegt. Alles wirkt sehr düster wodurch eine ziemlich morbide Atmosphäre erreicht wird. Solche Elemente werden in den heutigen Horrorfilmen einfach nicht mehr verwendet, da man momentan mehr auf sehr hohe Gewaltlevel, als auf Qualität setzt. Ich will damit nicht sagen, dass „Eaten Alive“ ein Horrorfilm für jedermann ist, aber er ist definitiv einen Blick wert. Auch wenn er nur ein kleines Publikum ansprechen wird. Nicht umsonst hat Quentin Tarantino den Spruch „My name is Buck…“ aus „Eaten Alive“ für seinen Film „Kill Bill Vol. 1“ verwendet. Tobe Hooper war zu der Zeit halt ein ganz Großer und Robert Englund, bekannt als „Freddy Krüger“ ist hier in einer seiner ersten großen Rollen zu sehen.

 

Fans in Deutschland werden sich freuen, dass „Eaten Alive“ erstmals in Deutschland ungekürzt erscheint. Der Film wird mit einem neuen Bildmaster und ca. 91 Minuten an Extras angepriesen. Das Bild kann allerdings nicht wirklich überzeugen. Es ist sehr stark verrauscht und auch sehr dunkel. Man könnte es jetzt bemängeln, aber ich finde, dass es sehr gut zum Look des Filmes passt. Ein gestochen scharfes Bild hätte nicht die gleich Wirkung, wie ein verrauschtes Bild. Der Ton wird in Dolby Digital 5.1. (Deutch & Englisch) angegeben, aber es bindet sich nur die jeweilige Dolby Digital 2.0 Tonspur auf der DVD. Das ist auch hier nicht weiter schlimm, da der Film kaum Soundeffekte aufweist, welche eine Dolby Digital 5.1 Tonspur rechtfertigen würden. Allerdings sind die Coverhinweise „Neues Bildmaster“ und „Dolby Digital 5.1“ eher irreführend.

 

Das Bonusmaterial dieser Veröffentlichung kann als sehr gelungen betrachtet werden. Es befinden sich einige interessante Dokumentationen auf der DVD, welche die Herzen von Horrorfilmfans höher schlagen lassen werden. Es gibt z.B. ein Interview mit Tobe Hooper und eins mit Robert Englund, sowie eine sehr aufschlussreiche Doku über den Schlächter von Elmendorf. Weitere Interviews, TV-Spots und Trailer runden das Gesamtpacket ab. Hier gibt es wirklich nichts zu bemängeln und wie als Fans dürfen froh sein, dass ein Label wie EPIX diesen Film in Deutschland unzensiert veröffentlicht hat.


Das Fazit von: Tobi

Tobi

Anfangs war ich natürlich skeptisch was diesen Film angeht, da er nun mittlerweile doch sehr in die Jahre gekommen ist und ich mich gefragt habe, ob er in der heutigen Zeit noch funktioniert. Aber diese Frage kann ich mit „Ja“ beantworten. Man muss sich natürlich auf die damalige Machart und die die nicht so perfekten Effekte einlassen, nur dann funktioniert es. Ich finde es immer wieder großartig ältere Horrorfilme anzusehen, da ich dann immer das Gefühl kriege, dass die Leute damals einfach mit jeder Menge Herzblut bei der Arbeit waren. Es gab keine Fließbandware, sondern Filme von Fans für Fans. Also riskiert ruhig mal einen Blick. Der Film ist es wert.


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