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Family Guy: Zurück ins Multiversum
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BEWERTUNG |
06.02.2013 von PanikmikeWer aufgrund des Titels denkt, das Spiel wäre was für Kinder, der irrt. Das blaue USK-16 Siegel ist gerechtfertigt, der Inhalt des Spiels ist nichts für Weicheier! Wir haben es für Euch getestet, Amische abgeknallt, Hecken angezündet, Rollstuhlfahrer vermöbelt, Katzenfiguren eingesammelt und einen fliegenden Bürgermeister vom Himmel geholt …
Wer Family Guy aus dem Fernsehen kennt, der weiß, was einen Fan in diesem Spiel erwartet. Ein Niveau auf unterster Schublade, Fäkalsprache deluxe und Humor, über den nicht so viele lachen können. Dennoch hat das Spiel einiges zu bieten, auch wenn es anfangs nicht danach aussieht.
What the Hell – Multiversum? Die Story ist relativ einfach gestrickt. Der kleine Junge Bertram reist durch die verschiedensten Dimensionen, um mit einer großen Armee das Universum von seinem Halbbruder Stewie zu zerstören. Der Spieler übernimmt die Rolle von Stewie und seinem Hund Brian und muss den gefährlichen Plan von Bertram verhindern. Klingt komisch, ist aber so. Also bewaffnet sich der Spieler mit der Multiversum-Fernbedienung und zappt quasi durch die Dimensionen, um die verschiedensten Gruppen, die sich gegen ihn stellen, aufzuhalten. Auf der Reise begegnet er
nicht nur Studenten, Agenten oder Soldaten, nein auch mit Rollstuhlfahrern und Amische hat der Fan zu tun. Einerseits merkt man den Einfallsreichtum der Entwickler, andererseits auch den derben Humor, der allerdings nicht jedermanns Sache ist.
Von einem Schlamassel ins Nächste … Der Spieler beginnt in einem Studentenviertel und muss dort diverse Dinge erledigen, bis er in die nächste Dimension gelangt. Die Steuerung ist wie bei einem typischen Jump & Run, an dieser Stelle braucht man keine Worte darüber verlieren. Neben dem Hauptstrang darf man stets auch Nebenmissionen erledigen, die wiederum freischaltbare Extras bereitstellen. Meistens sind es simple Sammelaufgaben wie Fotos, Katzenstatuen und Plakate finden oder zerstören. Die Hauptaufgaben sind leider auch nicht abwechslungsreicher gestaltet. Geh von A nach B, zerstöre C oder finde D steht auf der Tagesordnung. Der Schwierigkeitsgrad hält sich in Grenzen, die meisten Level sind selbst für Anfänger des Genres nicht schwer. Abwechslungsreicher gestalten sich aber die Themen, die in den Level widergespiegelt werden. Während der Reise darf man durch Maisfelder laufen, in Gebäude Dinge suchen, auf Dächern Scharfschützen abknallen oder aber von oben auf einen Bürgermeister mit einem Burger-Kopf ballern.
Die Ausrüstung machts … Wer in den Level überleben möchte, der muss sich aber auch ordentlich ausrüsten. Wie man es von einem typischen Shooter kennt, dürfen auch in Family Guy verschiedene Waffen nicht fehlen. Wir können jederzeit per Knopfdruck zwischen dem Hund Brian oder dem Jungen Stewie wechseln, was in Sachen Kampfkraft einen großen Unterschied macht. Brian hat zum Beispiel eine Pumpgun und ein Scharfschützengewehr, Stewie hingegen einen Flammenwerfer und Dynamit. So sollte man während der Level auch stets Waffen bzw. Charakter wechseln, um so die Situation am besten meistern zu können. Während der kompletten Kampagne kann Geld gefunden werden, was dann im Waffenladen ausgegeben werden kann. Sogenannte Ladenportale schweben immer wieder in den Dimensionen und können per Tastendruck betreten werden. Neben den herkömmlichen Waffen gibt es auch witzige Gimmicks wie einen Hahn, eine explosive Unterhose oder Stewies Teddybär.
Alleine, zu zweit oder im Rudel? Wer alleine keinen Bock hat, der kann sich einen Freund zu sich nach Hause einladen und per Splitscreen die komplette Kampagne zocken. Leider verliert man hin und wieder die Übersicht, besonders aber, wenn in diversen Level viele Gegner auf einen zukommen. Online geht das Ganze leider nicht, dafür gibt es aber einen lokalen Mehrspielermodus. In vier verschiedenen Modi dürfen sich bis zu vier Spieler austoben. Leider unterscheiden sich die Areale kaum von der Kampagne, hier macht sich ebenso Langeweile breit. Einzig und allein ein Lichtblick ist der Herausforderungsmodus, hier kann man zeigen, was in einem steckt. Denn drei Sterne bei allen sieben Level zu meistern, ist nicht gerade einfach.
Eine gute Umsetzung der TV-Serie? Die Grafik ist auf den ersten Blick gelungen. Der zweite Blick verrät allerdings einige negative Dinge, die im Laufe des Spiels richtig nerven. Die Texturen sind sparsam, Lichteffekte halten sich in Grenzen und ein Effektfeuerwerk der Marke BOOOAHHHH ist leider nicht zu sehen. Trotzdem wurde der Comicstil der Serie sehr gut eingefangen und ist immer wieder ansehnlich. An dieser Stelle darf man sich eben kein Call of Duty oder Ähnliches erwarten.
Soundtechnisch ist es besser gelungen. Die Dolby Digital Anlage spielt komplett mit, der Bass verrichtet hin und wieder seine Arbeit und auch die Effekte passen ins Geschehen. Die Waffen hören sich zwar ein wenig dumpf an, was aber zu vernachlässigen ist. Leider gibt es die Stimmen der Charaktere nur auf Englisch, auf eine deutsche Übersetzung wurde verzichtet. Dafür bekommt der deutsche Fan Untertitel spendiert, die verdammt schnell wieder weg sind. Tolle Wurst :) Das Fazit von: Panikmike
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