Fist Of Legend

Fist Of Legend

Originaltitel: Zing mou jing hung
Genre: Eastern • Kampfsport • Action
Regie: Gordon Chan
Hauptdarsteller: Jet Li • Paul Chun
Laufzeit: Ca. 103 Minuten
Label: Splendidfilm
FSK 18

Fist Of Legend   06.04.2011 von Tobi

Die Kampfsport-Fans unter uns lieben sicherlich die alten Filme von Bruce Lee. Er hat zwar leider nicht viele gemacht, aber die wenigen die es gibt haben es wirklich in sich. Einer dieser absoluten Klassiker stammt aus dem Jahre 1972 und heißt „Fist Of Fury (deutsch: Todesgrüße aus Shanghai)“. Dieser Film war für Jet Li die Inspiration in einem Remake die Hauptrolle zu übernehmen. Dieser Film läuft nun auf den Titel „Fist Of Legend“ und bietet inhaltlich die gleiche Geschichte, wie es schon bei Bruce Lee der Fall war. Ein Kampfsport-Schüler namens Chen-Zhen verlässt Japan und reist zurück nach China, um den Tod seines Meisters zu rächen. Niemand geringeres als Yuen Woo-Ping fungierte dabei als Kampfsport-Choreograph..

 

Der chinesische Student Chen-Zhen ist vor einiger Zeit nach Japan gereist, um dort zu studieren. Dabei hat er sich in eine seiner Mit-Studentinnen verliebt, was zu dieser Zeit nicht gern gesehen ist. Das Problem dieser Liebe ist, dass er Chinese und sie Japanerin ist. Eines Tages erfährt Chen-Zhen, dass sein alter Meister in einem Duell tödlich verunglückt ist. Sofort verlässt er seine Geliebte und reist zurück in das von Japanern besetzte China, um den Tod aufzuklären. Er findet heraus, dass sein Meister vergiftet wurde und nicht eines natürlichen Todes gestorben ist. Ihm wird sehr schnell klar, dass hinter diesem Mord viel mehr steckt, als man zunächst annehmen kann. Scheinbar sind die eigene Kung-Fu-Schule und sogar die Familie darin involviert. Er macht es sich zur Aufgabe die ganze Wahrheit ans Licht zu bringen und macht auch vor den japanischen Besetzern nicht Halt.

 

Nach dem weniger guten Film „The Master“ steht mit dem fünften Titel der Jet-Li-Reihe ein richtiges Highlight auf dem Programm. Dieser Film ist wirklich unglaublich gut und kann auch heute noch überzeugen. Er hat nichts von seiner Sympathie und seiner Härte verloren und begeistert den Zuschauer immer wieder aufs Neue. Die Geschichte ist für asiatische Verhältnisse wirklich sehr simpel gestrickt, was mir sehr entgegen kam. Endlich wird hier nicht zu viel um den heißen Brei geredet, sondern es geht viel mehr direkt zur Sache. Dennoch schaffen es sämtliche Akteure den einzelnen Charakteren genug Tiefe zu verleihen, damit man sich mit ihnen identifizieren kann. Das hilft vor allem bei der Gut-gegen-Böse-Inszenierung. Jet Li wirkt als rachsüchtiger Kung-Fu-Kämpfer sehr solide, wenn auch er den gesamten Film über nur einen Gesichtsausdruck hat.

 

Worum es hier allerdings hauptsächlich geht sind die superb inszenierten Kampfszenen, in welchen Jet Li wirklich brilliert. Was der Mann hier abzieht lässt keine Wünsche offen und befriedigt das Herz eines jeden Kampfsport-Fans. Allein die ersten fünf Minuten haben es geschafft, dass ich ein paar Mal zusammen gezuckt bin, denn die hier gezeigten Knochenbrüche sind echt übel. Dazu kommt noch die Tatsache, dass die Kämpfe wirklich super schnell wirken, was bei mir nicht ein einziges Mal Langeweile aufkommen ließ. Hier sind echte Profis am Werk und Choreograph Yuen Woo-Ping zieht wirklich alle Register. Kein Wunder, dass Hollywood irgendwann mal auf ihn aufmerksam wurde und ihn für Filme wie „Matrix“ eingespannt hat. Dazu muss aber trotzdem gesagt werden, dass die Action-Choreographien seiner asiatischen Filme denen Hollywoods weit überlegen sind. „Fist Of Legend“ ist ein Garant für geile Kämpfe, welche ohne Wackel-Kamera auskommen und das tatsächliche Können seiner Akteure zeigen. Und genau so sollte es immer sein.

 

Die deutsche Blu-ray-Veröffentlichung ist mit ihrer Freigabe ab achtzehn Jahren komplett ungekürzt und zeigt den Film in seiner vollen Länge. Nie hat man ihn in einer besseren Qualität bewundern können, was aber nicht heißen soll, dass die Bildqualität der Wahnsinn ist. Sie ist für diesen Film sehr gut, aber überhaupt nicht vergleichbar mit aktuellen Veröffentlichungen im HD-Bereich. Das Bild beinhaltet leider einige Artefakte und auch einiges an Rauschen, was darauf schließen lässt, dass es nicht neu remastered wurde. Dafür sind der Schärfegrad und die Farben wirklich gut. Der deutsche Ton liegt hier ebenfalls in einem HD-Format vor, aber leider wirkt er viel zu frontlastig. Es gibt so gut wie keine Effekte, was ein wenig schade ist. Dafür ist die Synchronisation recht ordentlich und auch die originale Tonspur ist wählbar. Leider gibt es auch dieses Mal kein Bonusmaterial. Ein paar Trailer und ein Wendecover sind leider nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Da der Preis aber sehr fair ist kann ich das nicht wirklich bemängeln.


Das Fazit von: Tobi

Tobi

Lange mussten deutsche Fans auf eine gelungene Veröffentlichung dieses Filmes in unserem Land warten, aber ich kann euch sagen, dass sich das Warten gelohnt hat. Der Film sah nie besser aus und macht in seiner ungekürzten Form wirklich jede Menge Spaß. Echte Fanatiker werden dem deutschen Label Splendidfilm zwar Kürzungen vorwerfen, da es auch eine Langfassung aus Taiwan gibt. Durch die Präsenz dieser Fassung heißt das natürlich nicht, dass alle andern plötzlich zensiert sind, sondern sie existiert einfach nebenher. Sie bietet eh nur ein wenig mehr Handlung, was den Film definitiv nicht besser macht. Wenn ihr Kampfsport-Filme mögt dann schlagt hier zu, denn dieser Film bietet alles was das Herz begehrt. Auch Action-Fans sollten vielleicht mal einen Blick riskieren. Ein großer Dank geht auch an den TV-Sender ARTE, der diesen Film im Jahre 2007 endlich synchronisieren ließ und ihm die Möglichkeit einer deutschen Veröffentlichung bot.


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