Fury - Herz aus Stahl

Fury - Herz aus Stahl

Originaltitel: Fury
Genre: Action • Drama • Kriegsfilm
Regie: David Ayer
Hauptdarsteller: Brad Pitt
Laufzeit: DVD (129 Min) • BD (135 Min)
Label: Sony Pictures Home Entertainment
FSK 16

Fury - Herz aus Stahl   15.05.2015 von Zahnfee

Kriegsfilme gibt es fast schon wie Sand am Meer, doch die wenigsten von ihnen gehen dem Zuschauer so an die Nieren wie beispielsweise Der Soldat James Ryan von Regisseur Steven Spielberg. Glaubt man dem Trailer von Fury - Herz aus Stahl, könnte dieser Film das Potenzial haben, dem großen Vorbild nachzueifern. Doch kann Regisseur David Ayer wirklich in die Fußstapfen des Meisters treten?

 

Deutschland, 1945. Die letzten Tage des Krieges sind angebrochen, nachdem die Alliierten in der Normandie gelandet sind und sich den Weg nach Deutschland freigekämpft haben. Verzweifelt mobilisiert Hitler die letzten Reserven und schickt Kinder und Alte in die Schlacht, um die drohende Niederlage vielleicht noch abwenden zu können.

 

Nach einer verheerenden Schlacht, die fast ihr gesamtes Bataillon ausgelöscht hat, werden Don "Wardaddy" Collier (Brad Pitt) und die Besatzung des Sherman Panzers Fury beauftragt, zusammen mit den Männern von Captain Waggoner (Jason Isaacs) ein nahe gelegenes deutsches Dorf einzunehmen. Fünf Panzer bilden dabei die Vorhut, doch schon bei der Anfahrt geraten die US-Truppen in einen Hinterhalt und erleiden Verluste, weil der neue Panzerschütze Norman (Logan Lerman) die Angreifer zwar sieht, es aber einfach nicht übers Herz bringt, sie zu erschießen.

 

Die Befreiungsmission gelingt am Ende zwar, doch Captain Waggoner kann der Fury-Besatzung keine Ruhepause gönnen. Ihr neuer Auftrag lautet, zusammen mit den anderen Shermans eine Kreuzung zu besetzen und zu halten. Späher haben in der Nähe deutsche Truppenbewegungen gesehen, und sollten diese Verbände durchbrechen, ist die Versorgung der US-Truppen abgeschnitten.

 

Können Wardaddy, Bible, Coon-Ass und die anderen die feindlichen Truppen aufhalten? Wird Norman es schaffen, sich in die Besatzung zu integrieren und wie die anderen seinen Dienst zu leisten?

 

Qualitativ macht Fury - Herz aus Stahl alles richtig. Das Bild ist scharf und weist vor allen Dingen in den Nahaufnahmen einen extrem hohen Detailgrad auf. Farblich bewegt sich das Bild bei den Außenaufnahmen in einem reduzierten Farbspektrum, das für eine ungewöhnlich kühle Farbgebung sorgt und somit beträchtlich zur Gesamtatmosphäre des Films beiträgt. In Feuergefechten werden die Salven der opponierenden Truppen farbig unterlegt, was ihnen zwar einen Hauch Star Wars - Flair verleiht, sich aber durchaus gut in das Konzept und Geschehen einfügt. Die Special Effects und Stunts lassen meiner Meinung wenig Wünsche offen und sind insgesamt sehr gut gelungen. Einzig die Innenraumszenen im Panzer stehen qualitativ leicht hinter den Außenaufnahmen zurück und wirken vergleichsweise trüber.

 

Bildergalerie von Fury - Herz aus Stahl (9 Bilder)

Tontechnisch ist Fury - Herz aus Stahl ein Fest für die Ohren. Satter Sound drängt sich in DTS-HD Master Audio 5.1 über die Boxen und kreiert einen guten Surround-Sound, bei dem die Dialoge selbst in Kampfszenen jederzeit klar verständlich sind. Fans von Originalfassungen sollten sich diese nicht entgehen lassen. Auch wenn man sich erst an die verschiedenen Akzente und das leichte Nuscheln der Darsteller gewöhnen muss, entschädigt Brad Pitt an diversen Stellen mit seinen Deutschkenntnissen (wenn auch wohl nur auswendig gelernt), die einem Kriegsfilm - zumindest meiner Meinung nach - noch mehr Authentizität verleihen.


Das Fazit von: Zahnfee

Zahnfee

Fury - Herz aus Stahl ist ein hochkarätig besetzter Film, der das Grauen des Krieges schonungslos beleuchtet. Egal ob Pitt, LaBeouf oder Lerman, alle Darsteller spielen ihre Rollen absolut überzeugend und schaffen es, ihre Zerrissenheit und die seelischen Narben, die ihre Einsätze geschlagen haben, zum Zuschauer zu transportieren. Auch mit grausamen Szenen geizt Fury - Herz aus Stahl nicht. Mehr als einmal haben sich meine Augen vor Entsetzen geweitet und mein Magen sich angesichts einiger sehr expliziter Darstellungen verkrampft. Natürlich gibt es auch Stellen, an denen Regisseur Ayer versucht, das Tempo herauszunehmen und den Charakteren Raum für eine Entwicklung zu geben, auch wenn diese letzten Endes nur bei Norman wirklich sichtbar stattfindet. Doch was bei Der Soldat James Ryan mühelos gelingt, wirft den Zuschauer hier in ein Loch, da die Spannung nicht aufrecht erhalten werden kann und sich so Längen einstellen. Auch vor einigen Handlungslöchern und Ungereimtheiten ist Fury - Herz aus Stahl nicht gefeit, genauso wenig wie vor der unvermeidlichen Portion Patriotismus, auf die auch hier nicht verzichtet werden konnte. Dennoch, unter dem Strich ist Fury - Herz aus Stahl ein sehenswerter Film, der in vielen Aspekten überzeugen kann und dem man seine Schwächen deshalb nachsieht.


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