Halloween Haunt

Halloween Haunt

Originaltitel: Haunt
Genre: Horror • Thriller
Regie: Scott Beck • Bryan Woods
Hauptdarsteller: Katie Stevens
Label: Splendidfilm
FSK 18

Halloween Haunt   27.10.2019 von Mario von Czapiewski

Der von Eli Roth (Hostel) produzierte Horrorfilm Haunt, welcher hierzulande zum besseren Marketing in Halloween Haunt umbenannt wurde, findet trotz limitierter Veröffentlichung in den USA seinen regulären Weg in die deutschen Kinos. Ob sich ein Kinobesuch zu Halloween lohnt, sagen wir euch in folgender Kritik.

 

Eine Gruppe junger Menschen besucht an Halloween ein abseits gelegenes Horrorhaus, um diesen besonderen Tag auch besonders erleben zu können. Doch als sie tiefer in die vermeintliche Horrorattraktion vordringen, merken sie, dass mit den verkleideten Gestalten im Haus etwas nicht stimmen kann.

 

Passend zu Halloween gibt es also nun mal wieder einen Film im Kino, der sich besonders mit der Ästhetik des amerikanischen Fests auseinandersetzt. Hier natürlich in Form eines Horrorhauses in dem Gruselfans erschreckt werden sollen. So ist das Haus auch sehr verwinkelt und themenspezifisch erbaut, was dem Zuschauer während des Films eine Menge optische Abwechslung bietet. Ob Eisenkeller, enge Labyrinthe oder Kinderzimmer, die Settings, die das Horrorhaus bietet sind vielfältig und gut ausgestattet. Generell fällt der Film handwerklich sehr solide aus und bietet neben einigen cleveren Einsätzen der Kamera auch solide Splattereffekte, wenngleich es der Film diesbezüglich nicht übertreibt und die Freigabe ab 18 Jahren in der heutigen Zeit schon recht hochgegriffen wirkt.

 

So beginnt der Film recht interessant und spannend und zieht einen mit den ersten Räumen des Horrorhauses in seinen Bann. Leider machen dennoch schon zu Beginn des Films die recht beschränkten schauspielerischen Leistungen und das unreflektierte Verhalten der Figuren eine Identifikation recht schwer. Dies intensiviert sich in der zweiten Hälfte des Films, wo auch das Drehbuch sich kaum Mühe gibt, eine nachvollziehbare Geschichte zu erzählen. An dieser Stelle zeigt sich auch die Fehlleitung der Werbephrase „Von den Autoren von A Quiet Place“ sehr deutlich. Während dieser Film zwar sehr erfolgreich war und mit seiner ungewöhnlichen Prämisse viele inhaltliche Mängel verschleiern konnte, halten in Halloween Haunt brutale Anschlussfehler Einzug, die das inhaltliche Amateur-Level des Drehbuchs unterstreichen. Wenn ein Charakter beispielsweise an Hand und Fuß schwer verletzt wird, für das Funktionieren der nächsten Szene aber diese Verletzungen nicht gebrauchen kann, kann man diese nun mal nicht einfach weglassen. Halloween Haunt tut dies beispielsweise aber.

 

So bekommt man am Ende nicht mehr als ein hübschen B-Horrorfilm mit mittelprächtigen Darstellern, einem brutal zurechtgebogenen Plot, der recht amateurhaft zu einem Horrorfilm zusammengebaut wurde. Für ein flottes Schreckerlebnis mit wenigen blutigen Momenten geht der Film in Ordnung, einen wirklich unter die Haut gehenden Halloween-Schocker bekommt man allerdings nicht.

 

Bildergalerie von Halloween Haunt (7 Bilder)

Cover & Bilder: © 2019 splendid film GmbH


Das Fazit von: Mario von Czapiewski

Mario von Czapiewski

 

Halloween Haunt ist Horror-Fast-Food ohne besonders herausstechende Qualitäten, der zwar seine guten Momente besitzt, jedoch mit seinem amateurhaften Drehbuch und vielen inhaltlichen Fehlern in keinem Moment über gutes Mittelmaß hinauskommt.


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