In the Club: Schwanger - und was dann? - Staffel 1

In the Club: Schwanger - und was dann? - Staffel 1

Originaltitel: In the Club
Genre: Drama
Regie: Kay Mellor • Neasa Hardiman
Hauptdarsteller: Katherine Parkinson
Laufzeit: DVD (300 Min)
Label: Polyband
FSK 12

In the Club: Schwanger - und was dann? - Staffel 1   31.10.2016 von Born2bewild

Relativ kurz nach der Geburt des zweiten Kindes unseres Redakteursduos Born2beWild bietet es sich an, dass sie sich auch um das Review der kürzlich erschienenen BBC-Serie In the Club – Schwanger – und was nun? – Staffel 1 kümmern. Ob sie die Serie über das Thema Schwangerschaft überzeugen konnte und sie für authentisch halten, erfahrt ihr in unserem Review…

 

Kim (Katherine Parkinson) ist glücklich mit ihrer Partnerin Susie (Tara Fitzgerald). Die zwei erwarten ein Kind, dessen Vater ein gemeinsamer Freund ist. Für Susies Sohn, den sie im geteilten Sorgerecht aufziehen, ist es sehr ungewöhnlich. Er kommt mit der Situation nicht so richtig klar und sieht nur seinen biologischen Vater, der nebenher bemerkt auch der besagte gemeinsame Freund ist, aber seine beiden Mütter nicht als solche. Das hat nicht nur schulische Probleme zur Folge. In ihrer Freizeit schreibt Kim einen Blog, in dem sie die einzelnen Teilnehmer ihres Geburtsvorbereitungskurses beschreibt.

 

Rosie (Hannah Midgley) ist eine der Teilnehmerinnen. Sie ist Kim persönlich gar nicht bekannt, denn sie hat noch niemandem persönlich gesagt, dass sie schwanger ist. Der Grund dafür ist ihr Alter, sie ist noch Minderjährig. Sogar ihr Vater ist unwissend. In der Schule wird sie nur gehänselt, da ihre Mitschüler denken, sie wäre einfach nur dick. Anders ist es bei Diane (Jill Halfpenny). Sie ist gerade bei einer Voruntersuchung mit Ultraschall. Sie erfährt, dass sie nicht nur ein Kind erwartet, sondern Zwillinge. Was sie nicht weiß: Ihr Mann Rick (Will Mellor) ist seit Monaten arbeitslos und sucht verzweifelt nach einem Job. Bisher ohne Erfolg und das treibt ihn in seiner Verzweiflung zu einer unglaublichen Tat. Als Ricks Kinder essen gehen wollen, er kein Geld hat und zu allem Überfluss auch am Geldautomaten keines bekommt, entschließt er sich, eine Bank zu überfallen. Der Überfall gelingt vorerst, doch die Polizei ist auch nicht doof.

 

Wird es ein Happy End geben für Rick, Diane und ihre Kinder? Was wird aus Kims Blog und allen Schwangeren, die diesen lesen.

 

Die Serie dreht sich um sechs Frauen, deren Gemeinsamkeit neben der Schwangerschaft der gemeinsame Geburtsvorbereitungskurs sowie die Zeit nach der Geburt ist. Neben den eingangs erwähnten Frauen gibt es noch Roana (Hermione Norris), die schon relativ alt ist und gerade eine Scheidung durch macht. Einer der Gründe dafür ist ihr Freund und Vater ihres Kindes, der vom Alter her auch ihr Sohn sein könnte. Ihre älteren Kinder und ihr zukünftiger Ex-Mann kommen mit dieser Situation nicht klar und machen ihr das Leben zur Hölle.

 

Fast schon normal wirkt dagegen Jasmin (Taj Atwal) mit ihrem Mann Dev (Sascha Dhawan), die beide Inder sind. Durch ihre Nationalität hegen die Leute häufig den Verdacht, die Ehe wäre arrangiert. Doch das ist nicht der Fall. Auch wenn es durch die sehr dominante Jasmin häufig nicht so scheint, so lieben sich die zwei doch sehr. Interessant ist es, dass es auch auf der Ausbilderseite eine Schwangerschaft gibt. Vicky (Christine Bottomley), die Hebamme, ist ebenfalls Schwanger und an ihrem Beispiel erfährt der Zuschauer, dass man noch so viel über Schwangerschaften wissen kann, wenn man selbst betroffen ist, ist es doch etwas ganz Anderes und selbst für eine Hebamme Neuland.

 

Anders als der Titel vermuten lässt, ist das Thema Schwangerschaft nur eines von vielen. Vielmehr stehen die einzigartigen Charaktere mit ihren Problemen im Mittelpunkt. Die Serie versucht aufzuzeigen, dass eine Schwangerschaft und die Geburt sowie die ersten Wochen eben nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen sind, sondern auch sehr viel Stress und Arbeit abverlangen. Darüber hinaus auch, dass nicht immer alles so glatt läuft wie es Hollywood bei den „Fünf-Minuten-Geburten“ zu vermitteln versucht. Die Handlung der Serie scheint mit den sechs Folgen der ersten Staffel abgeschlossen, alle haben mehr oder weniger ihre Kinder bekommen, alle Beziehungsprobleme scheinen gelöst. Somit ist es fraglich, aber auch spannend, was die zweite Staffel noch bringen wird.

 

Technisch gesehen sind die DVDs in Ordnung. Die Bildqualität ist dem Medium entsprechend gut und der Sound ertönt in Stereo aus den heimischen Lautsprechern. Extras gibt es leider keine.

 

Bildergalerie von In the Club: Schwanger - und was dann? - Staffel 1 (10 Bilder)

Auf eine Episodenliste wird an dieser Stelle verzichtet, da die Episoden nur von eins bis sechs durchnummeriert sind.


Das Fazit von: Born2bewild

Born2bewild

Alex:

Bei dem Titel habe ich mich schon gefragt, was dahinter steckt. Im Endeffekt ist es eine Art Soap, bei der die Protagonisten schwanger sind. Da wir gerade eine Schwangerschaft und Geburt hinter uns gebracht haben, kann man durchaus Parallelen ziehen, was Ratschläge, Tipps, Vorschriften und den grundsätzlichen Ablauf angeht. So komme ich beim Thema Realismus zu dem Schluss, dass dieser in der Serie nur bedingt gegeben ist. Häufig läuft es doch auf die Hollywood-Geburt hinaus, die sehr schnell von statten geht. Auch wenn die Serie die ein oder andere Sorge des Elternwerdens im Extrem behandelt, so finde ich das es dann doch zu viele „Zufälle“ gibt und das Ganze eher wie eine Soap als eine Serie zum Thema Schwangerschaft erinnert. Nichts desto trotz habe ich mich von der Handlung in ihren Bann ziehen lassen und die sechs Folgen mit Neugier, Emotion und Spannung verfolgt. Ich für meinen Teil bin wirklich gespannt, was die zweite Staffel bringen wird. Denn das meiste ist eigentlich schon erzählt oder aufgelöst.

 

Josi:

Ich kann mich nicht so richtig für die Serie erwärmen. Ich dachte es wäre mehr eine Art Sitcom, aber viel zu lachen gab es nicht. Die Serie ist überladen mit Problemen und negativen Ereignissen. Zumindest kommt keine Langeweile auf. Es geht allerdings weniger um die Schwangerschaften, sondern eben um die Lebensumstände. Also wäre ich auch nur in einer dieser Situationen der fünf Hauptpersonen (Jasmin mal ausgenommen, da es dort erst nach der Geburt zu großen Schwierigkeiten kommt) gewesen, hätte ich keine Schwangerschaft durchgehalten. Ich weiß nicht genau, ob die zweite Staffel mich mehr überzeugen kann. Wenn ich von meiner Erwartung ausgehe, dann wären es höchstens drei von zehn Punkten bei mir. Die Serie wie sie ist, würde ich aus meiner Sicht dennoch nicht höher als 6/10 bewerten.


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