Iron Fist

Iron Fist

Originaltitel: Marvel's Iron Fist
Genre: Action
Hauptdarsteller: Finn Jones • Jessica Henwick • David Wenham
Label: Netflix

Iron Fist   14.04.2017 von LorD Avenger

Milliardär Erbe Danny Rand galt als verschollen, nachdem das Flugzeug mit ihm und seinen Eltern im Himalaya abstürzte und als verschollen galt. 15 Jahre später taucht er wieder in New York auf - barfuß, geschult in uraltem Kung-Fu und ausgerüstet mit der alles zerstörenden Iron Fist...

 

Iron Fist gehörte, wie alle anderen Netflix/MARVEL-Superhelden abgesehen von Daredevil, zu einem schwarzen Loch für mich, von dem ich noch nie hörte. Direkt von der ersten Episode an schrie aber alles unweigerlich nach Arrow - der verschollene, tot geglaubte Milliardär Erbe, der zusammen mit einem Elternteil verschwunden ist und nach Jahren überraschend zurückkehrt, erwachsen geworden, mit Narben übersät und absoluter Nahkampfprofi. Wie Dardevil, Jessica Jones und Luke Cage ist natürlich auch Iron Fists Heimat New York City - eine Stadt mit einer solchen Superheldendichte, dass man meinen sollte, kein Bösewicht würde sich auch nur in den Bundesstaat trauen... Immerhin hat das aber den lieb gewonnenen Vorteil, dass man Crossover aufbauen kann. Ein heiß ersehntes direktes Aufeinandertreffen der Helden verschiedener Serien gibt es auch hier wieder nicht, aber jeder einzelne davon erhält eine Anspielung (ebenso erneut "der Vorfall" aus Avengers). Zunächst aber erst einmal für alle, die wie ich, etwas Hintergrundwissen zum Protagonisten und seiner Comicbuch-Historie benötigen:

 

 

Iron Fist entpuppte sich nicht direkt als das, was ich erwartet hätte - stumpfe, spaßige, stundenlange Prügelei. Nach den 13 Folgen muss ich allerdings feststellen, dass die Kampfchoreografien und -schnitte deutlich schlechter sind als in Daredevil und die Effekte weniger spektakulär als in Luke Cage - dennoch mag ich die Serie jetzt schon lieber als die beiden genannten (an Jessica Jones reicht es allerdings noch nicht heran). Wie schon erwähnt baut die Serie stark auf der Arrow-Storyline des verlorenen Sohns auf, der zwar kein Interesse daran hat, wieder in die Geschäftswelt einzutreten, aber auch nicht mit ansehen möchte, wie die Firma seines Vaters für schlechte Dinge genutzt wird, wenn sie doch so viel Gutes bringen könnte. Da Danny bei Shaolin-Mönchen aufgewachsen ist, liegt ihm Karma selbstverständlich sehr am Herzen... Das passt wiederum seinen beiden besten Kindheitsfreunden, den Geschwistern Joy und Ward nicht, die die Firma nach dem Tod beider Gründer übernahmen. Schnell wird aber klar, dass auch von diesen beiden einer gar nicht so tot ist, wie die Welt glaubt...

 

Zugegeben, die Story ist nicht überwältigend tiefgründig und trifft zumindest in dem Punkt meine Erwartungen, ist aber vollgestopft mit interessanten Charakteren, die von sympathischen Darstellern gemimt werden - womit sie für mich persönlich bereits an Daredevil vorbeizieht. Verschwörungen, Intrigen, falsche und echte Freundschaften sind zwar vorhanden, halten aber keine großen Überraschungen bereit, obgleich sie die Spannung ausreichend aufrecht erhalten, um den Spaß beim Anschauen der Staffel nicht zu verlieren.

 

Wie in vielen anderen MARVEL- und Superhelden-Serien hatte übrigens auch hier Jeph Loeb seine Finger im Spiel. Am bekanntesten in der Comic-Gemeinde ist er wohl als Schreiber des Batman-Comics The Long Halloween, aber auch als Produzent von Smallville - eine Serie mit ähnlich geringem Anspruch aber einem ebenso großen Unterhaltungswert.


Das Fazit von: LorD Avenger

 LorD Avenger

Die Serie rundum den für mich bisher völlig unbekannten Danny Rand alias Iron Fist hat mich angenehm überrascht. Zwar ist der Martial Arts-Anteil insgesamt deutlich geringer als erwartet und die Qualität ist in vielerlei Hinsicht der von den anderen Netflix/MARVEL-Serien unterlegen, aber die erste Staffel lebt auch eher von Sympathie und Unterhaltungswert. Der übernatürliche, mystische Aspekt der leuchtenden Faust hält sich sehr in Grenzen und sollte auch Fantasy-Gegnern nicht zu sehr aufstoßen - dann doch eher das Abkupfern der Arrow-Story mit totgeglaubten Kindern, die in Asien zu Killermaschinen ausgebildet werden und gegen böse Geheimorganisationen kämpfen. Wobei man Stephen Amell die Killermaschine deutlich mehr abkauft als dem dürren Finn Jones, der keinen definierten Muskel an seinem Körper hat - dafür aber hübsche blonde Locken. Jetzt, wo alle geplanten Serienhelden auf Sendung gegangen sind, kann ich jedenfalls kaum noch die Crossover-Miniserie "Marvel's The Defenders" erwarten!


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