Michael Jackson: The Experience

Michael Jackson: The Experience

Publisher: Ubisoft
Entwicklerstudio: Ubisoft
Genre: Musikspiel
Sub-Genre: Tanz- und Karaokespiel
Art: Vollpreistitel
Erscheinungsdatum: 14.04.2011
USK 0

Michael Jackson: The Experience   29.04.2011 von CricketTomcat

Mit „Michael Jackson - The Experience“ kehrt der King of Pop auf die Tanzfläche zurück. 29 Songs stehen euch zur Verfügung, in denen ihr euch mit Tanz- und Gesangseinlagen austoben könnt. Ob dieses Spiel allein und mit Freunden unterhalten kann und dem King of Pop würdig ist, erfahrt ihr hier…

Kinect-Spiele sind immer so eine Sache für sich. Auch wenn man sich denkt, dass dieses Spiel genau den eigenen Wünschen entspricht, kann eine schlechte Menüführung oder Steuerung den Spielspaß enorm trüben. Dank perfekter Navigation im Hauptmenü kann das Spiel auch schon beginnen. Uns stehen sofort die drei Punkte MJ-Akademie, Solo und Party zur Verfügung. Doch ein Karrieremodus lässt sich leider nirgendwo finden. Als erstes besuchen wir einmal die MJ-Akademie. Hier lassen sich Videos zu allen verfügbaren Liedern ansehen und professionelle Tänzer erklären uns die einzelnen Schritte. Dies gestaltet sich jedoch als Trockenübung, denn neben den Videos lässt sich hier nicht viel anstellen. Wir sehen uns zwar neben dem Videofenster, doch wir erhalten keinerlei Informationen ob unsere Schritte richtig oder falsch waren. Außerdem sind die Erklärungen sehr schnell und für Anfänger sehr schwer. Dann gehen wir lieber gleich zum Solo-Modus über und schwingen das Tanzbein. Als erstes suchen wir uns einen von 29 enthaltenen Songs aus. Darunter lassen sich Hits wie „Bad“, „Thriller“, „Earth Song“ und viele mehr finden.

Bevor wir richtig loslegen, sollten wir erst einmal die Option Training auswählen. Viel wird dies auch nicht bringen, denn leider werden uns die einzelnen Schritte nicht wie in „Dance Central“ vorgemacht und die Tanzkarten, die uns die nächsten Schritte zeigen, sind meist unverständlich. Wie gerade erwähnt zeigen uns erscheinende Tanzkarten die aktuellen und folgenden Tanzschritte. Blaue und Goldene Umrandungen stehen für Posen, welche wir in diesem Moment nachahmen müssen. Weiße Umrandungen hingegen stehen für normale Tanzschritte. Eine kleine Sekundenanzeige neben den Karten zeigt uns wann der nächste Move an der Reihe ist. Zum Glück stehen wir nicht alleine auf der Bühne und können uns die richtigen Moves von den anderen virtuellen Tänzern abschauen. Anfangs ist alles sehr schwer und benötigt sehr viel Übung. Dennoch motiviert dieser Schwierigkeitsgrad immer bessere Endergebnisse zu bekommen und die eigenen Rekorde zu brechen. Nun wagen wir uns einmal auf die Bühne, um das gerade gelernte in die Tat umzusetzen. Neben der Option Tanz, lässt sich auch noch Performance und Meisterperformance auswählen. Im Performance-Modus gehören neben den Tanzeinlagen auch noch Gesangseinlagen. Dies funktioniert einerseits mit dem eingebauten Mikrofon der Kinectkamera und auch mit jedem XBox 360 kompatiblen Mikrofon. Eingeblendete Symbole zeigen uns immer rechtzeitig wann wir tanzen oder singen müssen. Der Text läuft wie in Musikspielen typisch über den Bildschirm. Der Gesang funktioniert sehr gut mit der Kinectkamera, jedoch sollte man lieber mit einem Mikrofon singen. Denn wenn die Musik zu laut eingestellt ist, erkennt das Kinectmikrofon die Musik aus den Boxen und eine perfekte Wertung ist fast garantiert. Manche Songs wie zum Beispiel „Earth Song“ oder „Heal the World“ verfügen nur über eine Gesangsperformance. Der Meisterperformance-Modus ist sehr komplex und nur etwas für erfahrene Spieler. Hier stehen Gesangselemente und Choreographien auf die Tagesordnung, welche einem authentischen Auftritt von Michael Jackson sehr nahe kommen. Natürlich dürfen der weltbekannte Moon Walk und auch authentische Posen nicht fehlen. Bekommt ihr für bestimmte Posen eine perfekte Wertung werdet ihr belohnt und euer Tänzer verwandelt sich in den King of Pop persönlich.

Bewertet wird eure Performance stets mit Punkten und Sternen. Zu erreichen gibt es in den Songs jeweils fünf Sterne. Tanzt oder singt ihr perfekt, erhaltet ihr einen Multiplikator, welcher eure Punkte in die Höhe treibt. Zu dem erscheint in jedem Song über eurem Kopf eine Krone, welche ihr mit den Händen zu greifen versuchen solltet. Sobald diese aktiviert ist, verdoppelt sich der Punktemultiplikator bis die so genannte „King Power“ wieder erloschen ist. Anfangs wird es sehr schwer die Krone zu sehen, denn man ist mit den Augen entweder auf den Tanzkarten oder den virtuellen Tänzern, um die einzelnen Schritte zu verinnerlichen. Doch alleine wird es dann doch irgendwann langweilig. Deswegen wird gleich einmal der Party-Modus gestartet. Nach dem Motto „Gemeinsam sind wir stark“ starten wir den Koop-Modus und spielen zusammen um das beste Ergebnis. Bis zu vier Spieler können hier teilnehmen und ihr Können zeigen. Nach jedem Segment wird per Zufallsverfahren ein neuer Spieler bestimmt, welcher weiterspielen muss. So wechseln sich die vier Spieler stets ab, um zu singen und zu tanzen. Jedoch sollte man immer gut vorbereitet sein, denn oft ist man schneller wieder dran, als man schauen kann. Dies sorgt für sehr viele Lacher und der Spielspaß ist garantiert. Natürlich können wir auch gegeneinander spielen. Zwei zweier Teams, bestehend aus einem Tänzer und einem Sänger, bestreiten einen kompletten Song. Ist dieser beendet, ist das nächste Team an der Reihe und versucht die aufgestellte Punktzahl zu überbieten. Für mehr Spaß wird jedoch der kooperative Modus sorgen.

Wie schon erwähnt funktioniert die Menüsteuerung sehr gut und einwandfrei. Spieler die Ubisofts „Your Shape: Fitness Evolved“ gespielt haben, werden sich in der Menüführung von „Michael Jackson The Experience“ sofort wohl fühlen. Wie in den meisten Kinect-Spielen, solltet ihr auch hier gemütliche Kleidung anziehen. Am besten auch keine zu weiten Klamotten, denn diese können zu Fehlern bei der Erkennung des Körpers führen. Ansonsten funktioniert die Erkennung der Bewegungen einwandfrei und auch der Wechsel von Spielern bereitet keine Probleme. Im Koop-Modus zu viert hatte die Kamera auch keinerlei Probleme die verschiedenen Spieler zu erkennen und alles verlief reibungslos. So soll es sein!

Die Grafik von „Michael Jackson The Experience“ ist wirklich gut und kann überzeugen. Die Bühnenbilder sind alle sehr liebevoll und authentisch gestaltet. So befinden wir uns zum Beispiel in „Thriller“ auf einem Friedhof. Jede Bühne passt perfekt zum ausgewählten Song und enthält sehr schöne Details. Leider lässt sich Michael Jackson nicht selber als Tänzer spielen, sondern nur ein Spiegelbild von euch selbst. Auch wenn die MJ-Akademie anfangs keine große Hilfe ist, ist diese sehr interessant. Vor allem die HD-Qualität der gezeigten Videos kann überzeugen. Auch die Tonqualität ist sehr gut und kommt auch bei einer sehr hohen Lautstärke klar aus den Boxen.


Das Fazit von: CricketTomcat

CricketTomcat

Der King of Pop ist zwar leider von uns gegangen, aber mit „Michael Jackson - The Experience“ ist er nun direkt im heimischen Wohnzimmer anwesend. Mit ihm 29 hervorragende Songs, welche zum singen und tanzen einladen. Die Tanzeinlagen gestalten sich anfangs als schwierig und im Trainingsmodus werden diese leider nicht erklärt. Doch mit etwas Übung kann jeder die Bühne rocken. Die Option, entweder mit dem Mikrofon der Kinect-Kamera oder mit einem kompatiblen XBox-Mikrofon zu singen, ist sehr gut gelöst. Wer jedoch ein normales Mikrofon besitzt, sollte dieses der Kamera vorziehen. Die Bewegungen werden alle sehr gut erkannt und Ausfälle gab es während der Testphase keinen einzigen. Sehr viel Spaß macht der kooperative Modus mit bis zu vier Spielern. Auch die technische Seite kann mit tollen Bühnenbildern, HD-Videos in der MJ-Akademie und einer super Tonqualität überzeugen. Somit steht gelungenen Abenden nichts mehr im Wege! Für Fans von Michael Jackson ist dieses Spiel ein Muss. Von mir gibt es hier eine klare Kaufempfehlung!


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  • Singen auch mit Kinect-Mikrofon möglich
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  • Singen und Tanzen in einem Spiel
  • Partymodus mit bis zu vier Spieler
  • Michael Jackson !!!
  • Anfangs sehr schwer und kompliziert
  • Im Trainingsmodus fehlen Erklärungen
  • Fehlender Karrieremodus
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