Mindscape

Mindscape

Originaltitel: Mindscape
Genre: Thriller
Regie: Jorge Dorado
Hauptdarsteller: Mark Strong
Laufzeit: DVD (95 Min) • BD (99 Min)
Label: Studiocanal
FSK 16

Mindscape   21.11.2014 von Panikmike

Wenn ein Mensch Probleme hat, dann sollte ihm geholfen werden, oder? Anna ist seit einer Woche im Hungerstreik und lässt sich weder von ihren Eltern, noch von einem Therapeuten helfen. Gut dass es Menschen wie John gibt, welche in die Gedanken einer Person eindringen können …

 

John Washington (Mark Strong) kann in die Gedanken einer Person eindringen, die ihm gegenüber sitzt. Dabei muss er nur ihre Hände halten und kann dann die Erinnerungen fast live miterleben. Nachdem seine Frau gestorben ist, macht er jedoch eine lange Berufspause, da er nicht mehr richtig bei der Sache ist und als Mind-Detective nicht mehr zuverlässig arbeiten kann. Eines Tages bittet ihn aber sein ehemaliger Chef Sebastian (Brian Cox) um Hilfe. Anna (Taissa Faminga) ist die Tochter eines reichen Ehepaares und zeigt Anzeichen einer psychischen Störung. Seit einer Woche isst sie nichts mehr und wird als Strafe von ihren Eltern in ihrem Zimmer gefangen gehalten. Die Haushälterin beobachtet Anna per installierter Kamera, doch die harte Strafe macht Anna nur noch eiserner.

 

Weil John sein Haus am Strand aufgrund von Geldnöten nicht verkaufen möchte, nimmt er den Job an, der sich anfangs noch sehr einfach anhört: Er muss Anna nur dazu bringen, etwas zu essen. Doch schon nach der ersten Gedankensitzung mit ihr stellt John fest, dass hinter dem Fall und dem Mädchen viel mehr Geheimnisse stecken, als ihm Sebastian gesagt hat. Sexueller Missbrauch und Mobbing sind nur zwei Themen, welche John nach und nach feststellt. Je weiter er allerdings in ihre Gedanken dringt, umso unglaublicher wird Annas Lebensgeschichte ...

 

Was wird John noch alles in Annas Gedanken sehen und kann er ihr helfen? Wird Anna jemals wieder etwas essen oder zieht sie ihren Streik durch, so lange es geht? Was ist an Anna So besonders, und warum hat John bei den Gedankensitzungen ein ungutes Gefühl?

 

Mindscape ist ein Thriller der etwas anderen Art. Anfangs denkt man, wegen des Eintauchens in das Gehirn eines Anderen an Inception, doch Mindscape ist komplett anders. Sobald die Geschichte nach etwa fünfzehn Minuten an Fahrt aufnimmt, ist der Zuschauer bist ans Ende des Films an den Fernseher gefesselt und erwartet mit Spannung, wie er ausgeht. Dabei wird der Zuschauer in verschiedene Sackgassen laufen, denn vorhersehbar ist die Geschichte rund um Anna und ihr Mysterium überhaupt nicht. Geschickt werden dramatische Situationen, eine spannende Geschichte und klassische Krimielemente miteinander vereint. Wer jedoch kurzzeitig mal nicht aufpasst, der könnte in der verworrenen Story eine Lücke haben – daher ist volle Konzentration angesagt!

 

Bildergalerie von Mindscape (11 Bilder)

Qualitativ ist das Werk leider nicht so gut wie die Geschichte selbst. Die Blu-ray zeigt zwar schöne HD-Bilder, die allerdings leider sehr oft verrauscht sind. Das Filmkorn ist besonders in dunklen Szenen zu sehen und nervt auf Dauer ein wenig. Kontrast und Schärfegrad sind passabel, für eine aktuelle Blu-ray-Veröffentlichung aber eher nur im Mittelfeld. Soundtechnisch spielt sich vieles im vorderen Bereich ab. Die deutsche Synchronisation ist gelungen, die hinteren Boxen unterstützen das Werk hin und wieder mit Effekten, welche aber sehr spärlich sind. Ebenso ist die Bassunterstützung kaum vorhanden. 


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Als ich den Trailer sah, war ich mir nicht sicher, ob ich den Film sehen möchte. Er hat mich nicht überzeugt, aber dennoch habe ich mir den Ruck gegeben, das Werk von Jorge Dorado anzusehen. Ich wurde nicht enttäuscht, denn die Geschichte rund um Anna ist sehr gut in Szene gesetzt worden. Dabei spielt Taissa Farminga (Rolle der Anna) verdammt überzeugend, wobei sie ihr Talent aber auch schon in der Serie American Horror Story beweisen konnte. Mark Strong in der Heldenrolle ist zwar selten, dennoch spielte auch er seinen Part sehr gut. Wer auf Thriller steht, sollte einen Blick auf diesen Film werfen. Jedoch ist er keine leichte Kost, und vor allem sollte man ihn auf keinen Fall nebenbei schauen, sondern sich voll und ganz auf die Geschichte konzentrieren. Mir hat er sehr gut gefallen, aufgrund der mittelmäßigen Qualität ziehe ich aber von meiner Endnote einen Punkt ab. So bleiben 7 von 10 Punkten und der Geheim-Tipp-Award, den der Film auf alle Fälle verdient hat!


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