Monster Maker

Monster Maker

Genre: Experimentierkasten
Spieleverlag: Kosmos
Empfohlenes Alter: 8

Monster Maker   29.11.2018 von Born2bewild

Kinder saugen Wissen auf wie Schwämme. Am besten spielerisch, wenn sie dabei Spaß haben. Diesen Ansatz fährt Kosmos mit seinen Experimentierkästen. Ein besonderes Exemplar ist hierbei der Monster Maker, der ein dem Tamagotchi ähnliches Prinzip mit Wissenschaft und dem uns bekannten Smartphone oder Tablet verbindet…

 

Das Material und die Vorbereitung

 

Monster Maker erreicht den Spieler in einer relativ großen Spieleverpackung. Sie ist sehr robust und dient vor allem dem Schutz der Basisstation und der Sensor-Pods. Im Inneren findet sich vor allem Schaumstoff, in dem das sogenannte Labor eingelassen ist. Vermutlich würde der Experimentierkasten so verpackt so manche olympische Paketdienstwurftechnik überstehen. Die Vorbereitung für die ersten Experimente ist relativ übersichtlich. Als erstes benötigt man acht AAA Batterien für die einzelnen Komponenten. Dann noch für das Smartphone oder Tablet die Monster Maker App, die für Google Playstore oder in Apples App Store kostenlos erhältlich ist. Jetzt noch schnell Bluetooth einschalten und die App starten.

 

Die Anleitung

 

Die Anleitung ist eine vor allem grafische Kurzübersicht über die wichtigsten Details des Experimentierkastens in Form eines Posters. Allerdings ist sie fast schon überflüssig, denn eigentlich wird alles was man benötigt in der App selbst in einem Tutorial erklärt.

 

Spielziel

 

Mit Hilfe der Sensor-Pods und der App züchtet der Spieler Monster, mit denen er die kahlen Planeten besiedelt und mit Energie versorgt, denn jedes der Monster gibt Energie ab. Ziel des Spiels ist es, alle Planeten mit je zwei Monstern zu füllen und so die einst schöne Monsterwelt wiederherzustellen.

 

Der Spielablauf

 

Das Spiel führt einen sehr gut ein und beginnt mit einem Tutorial. Zu Beginn hat man zwei Eier, die man nach einander prägen muss. Dazu wählt man als erstes einen Planeten. Dann nimmt man das erste Ei und misst mindestens zwei Werte mit den Sensor-Pods, die über die Basisstation eingelesen werden. Dann wird das Ei über Wischbewegungen mit den Werten geprägt. Symbolisch geschieht das zum Beispiel mit einem Föhn. Anschließend geht es in die Brutkammer. Dort muss der Spieler diese mit den Werten des Eises einstellen. Das funktioniert wieder über die Sensor-Pods. Liegt man mit dem Messwert zu weit daneben, muss man neu messen, liegt man knapp daneben, kann der Wert mit Hilfe eines Minispiels nach Jump ´n Run Manier korrigiert werden. Nun muss man nur noch dem jungen Monster beim Schlüpfen helfen, einen Namen vergeben und es auf einer Planetenhälfte positionieren. Jedes der Monster braucht natürlich auch etwas zu essen, möchte aber immer eine bestimmte Frucht. Gleichzeitig wächst auch bei jedem Monster eine Frucht. Man kann warten, bis die Frucht ausgewachsen ist, oder man kann das Monster durch Wischbewegungen streicheln und so den Reifeprozess beschleunigen. Hat man das Pech, dass das Monster eine Frucht möchte, die man nicht hat, so kann man zum „Fruchtextraktor“ gehen und dort über die Sensor-Pods Früchte erstellen. Dabei sind immer zwei Werte zu messen. Je nach Genauigkeit landet man im grünen, gelben oder roten Bereich. Bei Letzterem gibt es keine Früchte, im gelben eine und im roten drei Früchte. Das Aussehen der Monster und der Planetenoberfläche kann durch die gemessenen Werte oder aber auch die Eier beeinflusst werden. Anfangs kann man nur zufällige Eier wählen, später kann man mit drei normalen Eiern das grundsätzliche Aussehen des Monsters vorbestimmen. Zu den Sensor-Pods lässt sich sagen, dass die für Licht und Lautstärke am interessantesten und leichtesten zu beeinflussen sind. Der für die Temperatur ist relativ träge, so dass man ihn für kältere Temperaturen relativ lange im Kühl- oder sogar Gefrierschrank belassen muss.

 

Neben dem beschriebenen „Storymodus“ gibt es noch den „MessModus“, bei dem man Werte messen kann. Das geht durch kurze Messungen, aber auch durch Langzeit- und Livemessungen, bei denen man die Veränderungen der Werte beobachten kann.

 

Bildergalerie von Monster Maker (18 Bilder)

Lieferumfang

 

  • 3 Sensor-Pods
  • Basisstation
  • Schnellstart-Poster

Das Fazit von: Born2bewild

Born2bewild

Alex:

Für mich ist es der erste Experimentierkasten und obwohl er eigentlich erst ab acht Jahren empfohlen ist, habe ich unseren Fünfjährigen einmal damit experimentieren lassen. Die Idee ist sehr gut und ist, so denke ich, eine gute Möglichkeit, Kindern die Erforschung ihrer Umwelt noch schmackhafter zu machen. Ein bisschen schade finde ich – auch wenn man das vorher wissen kann – dass die Software nicht für PC erhältlich ist. Wir haben so die App jetzt mit Android Smartphones getestet und können sagen, dass ein Tablet oder größeres Display zwar sicherlich übersichtlicher und etwas besser wäre, ein Smartphone es aber auch tut. Für unseren Sohn ist der Experimentierkasten ein riesen Spaß, das höhere Alter ist davon abgesehen aber trotzdem empfehlenswert, da die Kinder dann die Zusammenhänge besser verstehen können. Ein Nachteil ist, dass die Temperaturmessung so träge ist, aber das ist Kritik auf hohem Niveau. Die Anschaffungskosten sind mit Knapp 100€ (Stand November 2018) relativ hoch, die aber auf die Technik, die hinter dem Experimentierkasten steckt, zurückzuführen sind. Positiv hätte ich es auch gefunden, dass man vielleicht die Basisstation noch mit einem Netzteil ausgestattet hätte, um auf Batterien oder Akkus verzichten zu können. Allerdings halten diese sehr lange. Auf Nachfrage begründete der Hersteller das mit den ohnehin im Familienhaushalt vorhandenen AAA Batterien und der Sicherheit der Kinder. Deshalb sind die Batteriefächer auch mit Schrauben versehen, so das Kleinkinder die Batterien nicht einfach herausnehmen und verschlucken können. Das ist für mich als Vater nachvollziehbar. Somit fallen diese beiden Kritikpunkte nur wenig ins Gewicht und ich komme auf fast perfekte 9/10 Punkte.


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