Mulan – Legende einer Kriegerin

Mulan – Legende einer Kriegerin

Originaltitel: Hua Mulan
Genre: Abenteuer • Drama • Liebe • Romantik
Regie: Jingle Ma
Hauptdarsteller: Zhao Wei • Jaycee Chan
Laufzeit: ca. 114 Minuten
Label: Ascot Elite / Pandastorm
FSK 12

Mulan – Legende einer Kriegerin   08.10.2010 von Tobi

Könnt ihr euch noch an Disneys „Mulan“ erinnern? Den meisten von uns ist sicherlich der kleine Drache in Erinnerung geblieben, welcher damals perfekt von Otto synchronisiert wurde. Es war eigentlich auch nur eine Frage der Zeit bis es mal eine Real-Verfilmung geben wird. Nun endlich steht mit „Mulan – Legende einer Kriegerin“ ein entsprechender Film in den Startlöchern. Inszeniert wurde er von Jingle Ma, der sich als Action-Director von „Hero“ und „House Of Flying Daggers“ verantwortlich zeichnet. Ob er nun auch als Regisseur beeindrucken kann, zeigt der folgende Bericht…

 

Das junge Mädchen Mulan ist in Nordchina sehr behütet aufgewachsen. Ihr Vater stand ihr stets zur Seite, obwohl sie immer die Kunst des Kämpfens erlernen wollte. Das gehört sich für ein Mädchen Chinas nicht, wodurch sie oft Probleme bekam. Als der Kaiser Nordchinas eines Tages alle Männer des Landes zum Kampf gegen einfallende Barbaren aufruft, hat Mulan Angst um ihren Vater. Dieser ist nicht mehr der Jüngste und auch sonst gesundheitlich angeschlagen. Daher beschließt sie an seine Stelle zu treten. Sie gibt sich als Mann aus und kämpft fortan unter anderen Männern in der kaiserlichen Armee. Auf Grund ihrer sehr guten Kampf-Fähigkeiten und ihres sehr guten Führungsstils steigt sie sehr schnell zu einer Führungskraft auf. Doch schnell muss Mulan feststellen, dass sie einiges mehr opfern muss, um ihre Nation zu verteidigen und ihre Familie zu ehren.

 

„Mulan – Legende einer Kriegerin“ präsentiert sich als Realverfilmung gar nicht mal so schlecht. Der Film beginnt recht gut und zieht den Zuschauer schnell in seinen Bann. Das liegt vor allem an der bezaubernden Zhao Wei, welche als Mulan ihre Sache sehr gut macht. Aber auch Jackie Chans Sohn Jaycee Chan weiß mit einigen Lachern zu überzeugen. Die Entwicklung Mulans vom Kind zum Anführer der kaiserlichen Armee ist wirklich sehr gut inszeniert und komplett nachvollziehbar. Leider fehlt es dem Film aber an Geld, was in den Schlachtszenen extrem auffällt. Diese sind recht unspektakulär und können mit anderen großen Epen, wie „Troja“ oder „Gladiator“, nicht mithalten. Daher konzentriert man sich eher auf den Konflikt, dass Mulan eine Frau innerhalb der Armee ist.

 

Dazu gibt es auch einen wirklich superben Soundtrack, der ähnlich wie in „Hero“ die fantastischen Aufnahmen sehr gut untermalt. Der Vergleich zu „Hero“ ist aber nicht wirklich vorhanden, da die Optik in „Mulan – Legende einer Kriegerin“ nicht so stark im Vordergrund steht. Das nächste Manko ist mal wieder die Laufzeit. Die Asiaten ziehen ihre Filme einfach zu oft unnötig in die Länge, was beim europäischen Zuschauer sehr schnell mal langweilig wirken kann. Wenn dieser Film flotter inszeniert wäre, dann würde er um einiges besser funktionieren. Leider ist dies nicht der Fall und zusammen mit den schwachen Kampfszenen muss man doch sehen, dass man nicht abgelenkt wird. Von daher muss ich hier leider ein paar Punkte abziehen. Schade eigentlich.

 

Die DVD aus dem Hause Ascot Elite und Pandastorm kann wirklich überzeugen. Die Bildqualität ist wirklich spitzenmäßig und kann sich für eine DVD wirklich sehen lassen. Hier gibt es kaum etwas zu bemängeln. Auch die Tonspuren wissen den Zuschauer zu erfreuen. Die deutsche Tonspur ist sehr gut synchronisiert und man hat die Wahl zwischen Dolby Digital 5.1 und DTS 5.1. Für Fans des Original-Tons gibt es das Ganze auch in Mandarin mit deutschen Untertiteln. Beim Bonusmaterial bekommt man ein Making-Of und diverse Interviews spendiert. Das gibt ein wenig Einblick in die Produktion und zeigt die Schauspieler im Privatleben. Das Wendecover rundet das Paket ab und sorgt für vollkommene Zufriedenheit beim Käufer. Hut ab dafür!


Das Fazit von: Tobi

Tobi

Die Geschichte von der chinesischen Legende Mulan präsentiert sich in ihrer Real-Verfilmung recht gut. Hauptaugenmerkt liegt eindeutig auf den Charakteren, die es fast durchgängig schaffen, den Zuschauer „bei Laune zu halten“. Leider mangelt es hier ordentlich an Kampfszenen und wenn es welche gibt so sind sie doch recht unspektakulär. Das liegt wohl am fehlenden Geld. Die typischen Pfeilhagel, welche man bereits aus „Hero“ kennt, sind natürlich auch mit von der Partie. Da hätte man vielleicht drauf verzichten sollen, denn das passt nicht in das Konzept. Optisch atemberaubend und episch beeindruckend ist „Mulan – Legende einer Kriegerin“ nur etwas für hartgesottene Fans asiatischer Schlachten-Filme. Allen anderen seien Klassiker wie „Braveheart“ oder „Gladiator“ ans Herz gelegt.


Die letzten Artikel des Redakteurs:




Kommentare[X]

[X] schließen