Mythos Amazonas

Mythos Amazonas

Originaltitel: Mythos Amazonas
Genre: Dokumantation
Regie: Christian Baumeister
Hauptdarsteller: Christian Baumeister
Laufzeit: Ca. 145 Minuten (3 x 45 Minuten)
Label: Polyband
FSK 21

Mythos Amazonas    25.06.2012 von Panikmike

Vor Jahrhunderten gab es viele ungeklärte Mysterien rund um den Amazonas. Viele Europäer nannten ihn Die Grüne Hölle und hätten sich niemals dorthin getraut. Er war bekannt für Unwetter, Giftschlangen und Parasiten. Der wasserreichste Fluss der Erde birgt viele Gefahren, aber auch superschöne Landschaften und Tiere mit sich. Christian Baumeister lebte dort über drei Jahre lang und nahm verschiedene Gefahren auf sich, um die Bilder dieser Dokumentation zeigen zu können. In drei Teilen á 45 Minuten zeigt er die wunderschönen, aber auch die Schattenseiten des Amazonas …

Wusstet Ihr schon ...

Der Amazonas ist mit Abstand der wasserreichste Fluss der Erde, an vielen Stellen ist er einige Kilometer breit.  In ihm leben über 1500 verschiedene Fischarten, um ihn herum etwa eine Million Menschen. Insgesamt münden über 10.000 Nebenflüsse in den Amazonas, von denen 17 länger als der Rhein (ca. 1236km) sind.

In den drei Teilen geht es um eine Erklärung, was der Amazonas ist und warum es so viele Mysterien um ihn gibt. Es ist nicht einfach nur ein Fluss oder ein Gebiet. Der Amazonas hat viel zu bieten, was auf der Erde einzigartig ist. Pro Jahr gibt es eine Regenzeit, in der der Wasserspiegel um einige Meter steigt. Wo in der normalen Periode noch Affen von Baum zu Baum sprangen und Käfer am Boden krabbelten, schwimmen in der Regenzeit Seekühe und Alligatoren durch die Äste des Baumes. Wenn man in der Zeit den Niederschlag mit Deutschland vergleicht, dann regnet es im Amazonas vier Mal so viel. Das Tierreich stellt sich jährlich aufs Neue auf diesen Wechsel ein, nur so kann jedes Individuum überleben. Der biologische Wettkampf startet jedes Jahr, das betrifft aber nicht nur die Tierwelt. Im Amazonas leben über 200 verschiedene Indianer-Stämme, die ebenso ums Überleben kämpfen. Der Vorteil der Ureinwohner ist aber, dass sie sich über die Jahrhunderte sehr gut an die Situation angepasst haben und die Pflanzenwelt um sich herum sehr gut kennen. Sie machen beispielsweise aus den Bäumen Augentropfen, um besser sehen zu können oder aber heilende Medizin. Ebenso kennen sie die Gifte, mit denen dann Pfeile getränkt werden. In aufwendigen Verfahren wird Tropfen für Tropfen gewonnen, um sie dann gegen das Tierreich verwenden zu können. Die Meisten töten allerdings nur, weil sie was zum Essen brauchen.

Doch auch das Tierreich nutzt die Umgebung und kennt ihr Gebiet. Jaguare beispielsweise jagen gerne um Wasserlöcher herum, weil sie wissen, dass dort Schweine haltmachen. Da sie keine Herdentiere sind, ist das alleinige jagen allerdings nicht wirklich einfach. Ein einzelnes Tier ist schnell gefangen, mehrere sind oftmals selbst für einen Jaguar eine Gefahr. In dem Fall wäre es gut, ein Vogel zu sein. Der Himmel im Amazonas ist zwar ebenso voll davon, jedoch sind sie ebenso in Gefahr. Neben verschiedenen Papageienarten fliegen hier viele kleine Vögel, aber auch Harpyien. Der größte Vogel der Welt hat hier sein Zuhause, wird allerdings vom Menschen bedroht. Diese roden nämlich Stück für Stück die Wälder ab, um das Holz ins Ausland zu exportieren. Dies ist eine der Schattenseiten, welche der Amazonas zu bieten hat. Viele illegale Sägewerke werden zwar per Helikopter entdeckt und hochgenommen, doch leider ist dies nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Regisseur Baumeister selbst gibt in der letzten Folge darüber ein kurzes Interview und zeigt die traurige aber wahre Geschichte der anderen Seite des Amazonas.

Bildergalerie von Mythos Amazonas (7 Bilder)

Wer noch mehr über zwei Meter hochspringende Fische wissen will, oder aber wie schwarze Heuschrecken, ein Tapir, eine Seekuh, ein Kolibri, ein Riesenotter oder Blattschneideameisen aussehen, der sollte sich Mythos Amazonas ansehen.

Qualitativ ist Polyband mit Mythos Amazonas wieder eine ganz große Nummer gelungen. Mittlerweile kann man sich drauf verlassen, das Polyband immer eine supergute Qualität auf Blu-ray herausbringt. Ähnlich wie bei Mythos Wald sind die Bilder gestochen scharf, detailreich und rauschfrei. Auch der Ton ist sehr gut gelungen, besonders viele Dolby Digital Effekte gibt es aber nicht. Diese braucht man sich von einer Dokumentation aber auch nicht erwarten.


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Ich liebe Dokumentationen auf Blu-ray, vor allem aber, wenn sie so gut wie diese hier gemacht sind. Mythos Wald war schon eine geile Sache, doch dieses Werk von Christian Baumeister ist noch besser. Über drei Jahre wurden aufwendige Unter- und Überwasseraufnahmen, Zeitlupeneffekte und schöne Kranfahrten gemacht, um den wissensdurstigen Zuschauer dieses Werk präsentieren zu können. Heraus kam eine sehr interessante Dokumentation mit grandiosen Bildern, die man so schnell nicht mehr vergessen wird. Wer diese Art von Film mag, der sollte unbedingt zuschlagen. Selten habe ich so viele Informationen mit so tollen Aufnahmen sehen dürfen. In meinen Augen ist dieses Werk ganz großes Kino!


Die letzten Artikel des Redakteurs:




Kommentare[X]

[X] schließen