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Night Of The Living Dead
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BEWERTUNG |
08.04.2012 von TobiHeute darf ich einen Film rezensieren, der das Horror-Genre nicht nur beeinflusst, sondern auch geprägt hat. Die Rede ist von „Night Of The Living Dead“, den Regie-Ikone George A. Romero im Jahre 1968 auf die Menschheit losgelassen hat. Dieser Film gilt als absoluter Meilenstein des Kinos, denn er hat die „lebenden Untoten“ quasi erfunden. Er beinhaltet seinerzeit derart drastische Szenen, dass manche Zuschauer sogar aus den Kinos geflüchtet sind. Mittlerweile wird der Film als amerikanisches Kulturgut angesehen und vollkommen zu Recht im New Yorker Museum of Modern Art ausgestellt. Nun hat es „Die Mutter aller Zombiefilme“ auf die Blu-ray geschafft.
Was muss das damals nur für ein Gefühl gewesen sein, diesen Film im Kino bewundern zu dürfen. Nie zuvor hat es etwas Derartiges gegeben, was so schonungslos inszeniert wurde. Man kann es nur erahnen, denn in der heutigen Zeit ist man natürlich ganz andere Stoffe gewöhnt. Dennoch hat „Night Of The Living Dead“ absolut gar nichts von seiner Genialität und seiner Wirkung verloren. Selten kam ein Film aus diesem Genre sozialkritischer daher, denn oft stand immer nur die Gewalt im Vordergrund. George A. Romero entschied sich z. B. für einen schwarzen Schauspieler, der den „Helden“ spielen sollte. Das war in der damaligen Zeit nicht selbstverständlich, da es immer noch Rassen-Unruhen gegeben hat. Des Weiteren wird hier auch gezeigt, wie eine Gruppe Menschen, die sich nicht kennen, in einer extremen Gefahr-Situation miteinander umgehen.
Hier wird ganz deutlich, dass sich oft jeder selbst der Nächste ist, und dass uns der pure Egoismus in den Tod treiben kann. Das Geniale an dem Film ist auch, dass man gar nicht genau weiß, warum die Toten aus ihren Gräbern wieder auferstehen. Es wird zwar immer mal wieder von einer Strahlung gesprochen, aber Details bekommt der Zuschauer keine. Auch das ausbleibende Happy End liegt einfach nur schwer im Magen. Und als wenn das nicht schon alles genug wäre, bekommen wir hier auch erstmalig die berühmt berüchtigte „Fress-Szene“ zu sehen, die einem einfach nur den Magen umdreht. Ich will hier gar nicht zu sehr auf schauspielerische Leistungen oder Sonstiges eingehen, da dies nicht im Vordergrund steht. Dieser Film wirkt wie eine Granate, die direkt in das Wohnzimmer des Zuschauers geworfen wird. Und auch heute noch funktioniert der in Schwarz-Weiß gedrehte Film verdammt gut. Das Fazit von: Tobi
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