Nintendogs + Cats

Nintendogs + Cats

Publisher: Nintendo
Entwicklerstudio: Nintendo
Genre: Simulation
Sub-Genre: Haustier-Zucht-Simulation
Art: Vollpreistitel
Erscheinungsdatum: 25.03.2011
USK 0

Nintendogs + Cats  03.05.2011 von Panikmike

Vor etwa sechs Jahren startete Nintendo eine neue Ära in der portablen Spielewelt. Viele Kinder wollten nach der Veröffentlichung von Nintendogs unbedingt so schnell es geht einen Nintendo DS. Die knuddeligen, virtuellen Haustiere eroberten die Herzen im Eiltempo, kaum ein Elternteil konnte sich davor verstecken. Nun gibt es eine neue Version und zwar für den -Nintendo 3DS. Kann die 3D Variante ebenso überzeugen wie das Original?

Zu Beginn des Spiels darf sich der Hundenarr erstmal einen Hund aussuchen, Katzen gibt es da leider noch keine. Die muss man sich verdienen: Es gilt also erst die Hunde, dann die Katz! Dieser Punkt ist hier ein wenig nervig, da viele Tierliebhaber eher eine Katze mögen, aber dafür etwas warten müssen. Schwamm drüber, weiter im Text. Wenn ich mir meinen Liebling ausgesucht habe, dann erscheint er im oberen Bildschirm und zwar auch noch dreidimensional. Ich schnappe mir den Welpen und ab nach Hause: Zeit zum Spielen, Waschen, Gassi gehen und so weiter. Er fühlt sich in meiner tristen Wohnung sichtlich wohl, er tollt herum, schleckt den Bildschirm ab und spielt mit sich selbst. Doch ohne unsere Hilfe wird es dem Hündchen auf Dauer nicht gut gehen. Also geb ich ihm erstmal Wasser, etwas zu fressen und Streicheleinheiten deluxe. Nach ein paar Minuten darf ich ihm einen Namen geben, einmal per Text und dann auch noch per Mikrofon. In Zukunft hört er auf mich, wenn ich nur seinen Namen rufe. Ich entschied mich für den individuellen Namen "Fiffi". Ein kleines Tutorial erklärt mir dann, wie ich meinem Hund Befehle geben kann. Zuerst lernt er „Sitz“, danach „Linke Pfote“ und noch mehr. Im Laufe der Zeit kann mein Haustier viele Befehle lernen, die man wiederrum bei Wettbewerben brauchen kann.

Alle Spieler, die den Vorgänger kennen, bekommen an dieser Stelle kaum etwas Neues präsentiert. Aber warum sollte man ein gängiges und geliebtes Spiel großartig verändern?! Im Laufe des Spiels muss man mehrere Wettbewerbe meistern und kann dort Pokale und Ansehen gewinnen. So gibt es Aufgaben, wie Dressuren und Wettrennen, oder auch sportliche Aktivitäten, wie den Diskuswurf. Bei den Dressuren kommen die mitgelieferten Augmented-Reality-Karten zum Einsatz. Man legt die Karte auf den Tisch, filmt sie ab und schon tanzt unser Hund virtuell auf meinem Tisch. Dieses Feature ist sehr gut umgesetzt, auch wenn man den richtigen Winkel und ein eher gedämpftes Licht einsetzen muss.

Nachdem der Wettbewerb erfolgreich absolviert wurde, befinden wir uns wieder zu Hause. Weiter gehts, denn Fiffi möchte gesäubert werden und er hat wieder Hunger und Durst. Gassi gehen wäre dann auch nicht schlecht, ich möchte ja nicht, dass er sein Geschäft in der Wohnung macht. Auf der Straße begegnen wir immer wieder anderen Personen, die ebenso einen Hund mit sich führen. Mit diesen kann man dann kurz sprechen und die Hunde können sich anfreunden oder eben auch nicht. Neu bei der 3DS Version ist der Schrittzähler. Man kann mit ihm quasi live Gassi gehen, indem man das Feature auswählt, danach den 3DS zuklappt und ihm beim "echten" Spazierengehen in der Tasche hat. Er zählt dann die Schritte mit und unser Hund belohnt uns dann mit kleinen Geschenken wie zum Beispiel Keksen. Dieses Features ist nett, wird es der Partner jedoch akzeptieren, wenn man vor dem Gehen noch folgenden Spruch loslässt? "Schatz, warte schnell, ich hab meinen 3DS vergessen. Ich muss ihn unbedingt mitnehmen, denn Fiffi will doch auch Gassi gehen!"

Ist uns mal langweilig, dann können wir in diversen Shops einige Dinge einkaufen. Hier gibt es jede Menge fürs Geld, egal ob wir nun für unseren Hund neues Spielzeug, Shampoo oder Bürsten kaufen, oder für uns neue Möbel oder Gegenstände. Hier wird Einiges geboten, einem individuellen Spielerlebnis steht nun nichts mehr im Weg.

Neu ist natürlich der 3D Effekt und dieser kann sich wahrlich sehen lassen. Die Entwickler haben sich für den räumlichen Weg entschieden und das ist auch gut so. Der rumtollende Hund oder die Katze sehen sehr gut aus. Viele Film- oder auch Spieleentwickler versuchen, die Objekte aus dem Bildschirm herausstehen zu lassen, was meistens in die Hose geht. Hier ist es andersrum, alles geht in das Bild hinein. Dadurch wirkt alles sehr lebendig. Die Animationen der Tiere sind ebenso sehr gelungen, nebenbei plätschern ein paar Soundeffekte aus den Boxen. Die Musik, die schön im Hintergrund klimpert, ist passend. Man darf hier zwar kein Wunder erwarten, doch nerven tut sie auch nicht. Schön wäre gewesen, wenn sie sich mehr an die Situationen anpassen würde oder man verschiedene Stile auswählen könnte.


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Ich bin persönlich kein Fan der Nintendogs Reihe, doch Spaß und Laune macht es auf alle Fälle. Wenn ich noch ein Kind wäre, dann würde ich sicherlich Stunden mit dem virtuellen Haustier verbringen. Ein echtes Haustier ist zwar viel viel besser, doch nicht jeder kann sich eines aufgrund seiner Situation leisten. Vorteile hat es aber auch: kein Dreck, keine Sabber, nur eine einmalige Anschaffung und gut ist. Auch wenn der Titel im Vergleich zu seinem Vorgänger nicht viel Neues bietet, sollte man trotzdem einen Kauf in Erwägung ziehen, wenn man das Ganze in 3D sehen möchte. Dieser Effekt ist gut gelungen und macht auch nach ein paar Stunden immer noch Spaß. Die knuffigen Animationen und die liebevollen Effekte machen das Spiel zu einem Must-Have-Titel, wenn man den ursprünglichen Teil noch nicht besitzt.


positiv negativ
  • Schöne Animationen der Tiere
  • Motivierende Wettbewerbe
  • Katzen sind auch spielbar...
  • Kauf von vielen Gegenständen möglich
  • Gassi gehen mit Schrittzähler
  • Gute Audio-Erkennung
  • Verschiedene Hunderassen wählbar
  • Witziger Einsatz der Augmented-Reality-Karten
  • Kaum Neuerungen
  • Die Hunde altern nicht
  • ... muss man aber erst freispielen
  • Keine Personalisierung der Tiere möglich
  • Keine Routenplanung beim Gassi Gehen





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