Operation Arsenal - Schlacht um Warschau

Operation Arsenal - Schlacht um Warschau

Originaltitel: Kamienie na szaniec
Genre: Drama
Regie: Robert Glinski
Hauptdarsteller: Tomasz Zietek
Laufzeit: DVD (108 Min) • BD (112 Min)
Label: Ascot Elite
FSK 16

Operation Arsenal - Schlacht um Warschau   27.11.2015 von Assimilator

Operation Arsenal – Schlacht um Warschau erzählt die wahre Geschichte um polnische Pfadfinder, welche den Deutschen heftigen Widerstand leisten. Ob der Film überzeugen kann, sagen wir Euch in unserem Review...
 
Rudy (Tomasz Zietek), Zoska (Marcel Sabat) und Alek (Kamil Szeptycki) kennen sich seit Jahren und gehen durch dick und dünn. Gemeinsam mit ein paar anderen Freunden beschließen sie nach dem Einmarsch der deutschen Truppen in Warschau eine Widerstandsgruppe zu bilden. Diese orientiert sich an den polnischen Pfadfindern und nennen sich Szare Szeregi, wobei sie sich der polnischen Heimatarmee untergliedern. Gemeinsam unternehmen die jungen Männer und Frauen immer wieder Störaktionen, verteilen Flugblätter und hängen symbolisch Strohpuppen etc. auf. Mit Unterstützung der Heimatarmee organisieren die Pfadfinder sogar Waffen und lernen schießen. Bei einer dieser Aktionen wird Rudy von den Deutschen jedoch gefangen genommen. Die SS versucht mit allen Mitteln, unter anderem schwerster Folter, die Identitäten der weiteren Mitglieder der Organisation von Rudy zu erfahren. Unter den anderen Mitgliedern breitet sich immer mehr Unmut aus und es reift der Plan, Rudy zu befreien...
 
Kann Rudy befreit werden, bevor er wichtige Geheimnisse über die Organisation bekannt gibt?
 

Bildergalerie von Operation Arsenal - Schlacht um Warschau (20 Bilder)

Operation Arsenal lockt im Trailer bereits als interessanter Actionfilm im Setting des Zweiten Weltkriegs. Fängt man den Film jedoch an zu schauen, macht sich relativ schnell Ernüchterung breit. Vor allem die Einführung der Szare Szeregi kann wohl am ehesten noch als bizarr erklärt werden. Das Problem ist einfach, dass der Film den Eindruck erweckt, dass Sabotage und Störaktionen im besetzen Warschau eine Spielerei sind und nichts weiter als Lausbubenstreiche. Dabei wird gelacht und gefeiert, als wenn Lehrern in der Schule ein Streich gespielt wird und nicht der Wehrmacht, SS oder Gestapo. Auf der anderen Seite wird, nur um den Zuschauer daran zu erinnern das Deutsche immer böse sind, zwischendurch einmal mal jemand exekutiert. Dies passt einfach nicht zusammen. Die Schauspieler spielen ihre Figuren dabei so, als wären sie 14 und nicht über 20. All dies macht den Film unglaubwürdig und man so interessiert es kaum noch, wenn Rudy gefangengenommen und von der SS gefoltert wird. Hinzu kommt, dass die Schauspieler ihren Job zwar gut, aber nicht überragend machen. Vor allem die Gesichter und die Mimik ist bei vielen Schauspielern gleich, sodass man die Figuren ein ums andere Mal verwechselt.

Die Blu-ray bringt den Film in guter Qualität nach Hause. Bildrauschen oder ähnliches sucht man vergebens. Sprachlich kann er im polnischen Original genossen werden oder in einer nicht besonders guten deutschen Übersetzung. Deutsche Untertitel lassen sich aber optional hinzuschalten.
 

Das Fazit von: Assimilator

Assimilator

Eigentlich mag ich Kriegsfilme, auch wenn diese Mal nur B oder C Level haben. Operation Arsenal - Schlacht um Warschau kann man jedoch nur schlecht einordnen, was er denn eigentlich sein will. Nachdem in der ersten halben Stunde „Späße“ mit den Besatzern gespielt werden, wird Rudy festgenommen und brutal verhört. Aber selbst hier scheint es, als wäre alles für die anderen Mitglieder nur ein Spiel. Selbst zum Ende hin vermisst man Reue oder ein „Vielleicht war die Situation ernster als wir dachten“. So schafft es der Film leider absolut nicht, den Widerstandskämpfern der Szare Szeregi ein Denkmal zu setzen und versinkt in der Bedeutungslosigkeit - Schade!


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