Pain

Pain

Publisher: Sony
Genre: Action / Partygame
Art: Midprice Titel
Erscheinungsdatum: 24.06.2009
USK 12

Pain   08.07.2009 von Panikmike

Man nehme eine Person, spanne diese in eine überdimensional große Schleuder, spanne diese und tssssssusch. Müsste man dieses Spiel mit einem Satz beschreiben, so würde es in etwa so lauten. Je mehr Schmerzen die Person hat, umso mehr Punkte bekommt ihr. Natürlich steckt in "Pain" noch mehr…

Man kennt das ja, wenn sich ein Freund irgendwo anhaut und „Aua“ schreit, so kommt die Schadensfreude zum Vorschein und man lacht. Auch wenn es nicht witzig ist, wenn einer Schmerzen hat, so ist es trotzdem je nach Situation immer wieder amüsant, jemanden leiden zu sehen. Humor auf Kosten anderer ist zwar kein Kavaliersdelikt, jedoch steckt sowas tief in der Menschheit.

In „Pain“ könnt ihr lachen und euch amüsieren wie ihr wollt, denn hier kann sich nur der Pixelheld weh tun. Die meisten werden schmunzeln, wenn unser Held irgendwo hängen bleibt, ein Objekt nach unten zieht und nebenbei „Ahhhhh“, „Ohhhhh“, „Auuua“ und noch mehr schreit. Und weiter geht’s, wieder die große Zille aufziehen und tssssusch. Juhu, ich hab die explosive Kiste getroffen, dadurch fliege ich weiter und kann noch ein paar Objekte zerstören. Dann noch schnell den Controller geschüttelt und das „Super Ooch“ bekommen.

Okay okay, ich erklär euch schon was es damit auf sich hat. Erst mal muss man das Tutorial absolvieren. Hat man dies geschafft, so werden ein paar Modi freigeschalten. Der Grundkern des Spiels besteht darin, Objekte zu zerstören, nebenbei cool auszusehen und meiner fliegenden Puppe viel Schmerz zuzufügen. Dafür muss man sich zuerst einen Charakter auswählen und dann kann es auch schon losgehen. Man hat die Möglichkeit die Richtung zu wählen, dann muss man noch die Kraft einstellen, wie der Charakter aus der Schleuder schießen soll. Auf den Knopf gedrückt und schon fliegt man los. Ziel des Spiels ist eine Zerstörungsorgie einzuleiten. Also nicht einfach nur durch die Luft fliegen, sondern möglichst viel mitnehmen. So gibt es überdimensionale Donuts, lebende Menschen, Gerüste, Leuchtbuchstaben, Kisten und noch vieles mehr. Wenn ihr ein Objekt getroffen habt, so bekommt ihr ein „Ooch“. Mit dem könnt ihr euch noch vier Mal ein Stückchen bewegen. Sinn und Zweck ist es, vielleicht noch an ein herumliegendes Objekt zu kommen, um damit noch mehr Punkte einzuheimsen. Wenn ihr vorher noch Zeit habt, den Controller zu schütteln, dann macht dies. Denn dann gibt es ein „Super Ooch“, mit dem man weiter fliegen kann. Seid ihr mit dem Flug fertig, so könnt ihr jederzeit den nächsten antreten. Vorher gibt es natürlich noch eine Replay-Möglichkeit. Hier könnt ihr schön betrachten, was ihr der Stadt angetan habt.

Im Spiel gibt es aber nicht nur den Zerstörungsmodus, sondern noch ein wenig mehr. Einer davon ist der Kistenmodus. Hier müsst ihr Kisten treffen, um Punkte zu erhalten. Schaut auf die Karte und sucht eure Kisten. Ihr habt hier nicht nur eine Schleuder, sondern mehrere, denn ihr könnt nicht alles mit einer erreichen. Trefft ihr beim ersten Mal die Kiste nicht, so gibt es Punktabzug. Also ran an die Zille und tssssssusch. Ein anderer Modus ist der Sprengstoffmodus. Hier habt ihr drei Abschüsse und müsst so viel wie möglich zerstören. Also wenn möglich immer auf etwas Explosives gehen! Da im gesamten Level unzählige Kisten rumstehen, sollte es kein Problem sein, hier ein wenig zu zerstören. Jedoch gibt es keine Punkte, sondern einen Zähler der Kisten. So gibt es pro Ort verschiedene Modi, die zwar von der Grundstruktur ähnlich sind, aber doch immer ein wenig anders.

Hat man alleine keine Lust, so kann man sich auch Freunde zu sich nach Hause einladen und mit denen ein wenig „Pain“ spielen. Hier gibt es fünf verschiedene Modi, zwei davon kann man mit einem Controller spielen, bei den anderen benötigt man mindestens zwei Eingabegeräte. In einem müsst ihr mehr Punkte als eurer Gegenspieler erzielen, dann bekommt man einen Punkt. Sieger ist derjenige, der fünf Punkte gewonnen hat. In einem anderen geht es einfach um eine hohe Anzahl an Kisten. Der Spieler mit den meisten getroffenen Kisten hat gewonnen. Hat man grad keine Freunde zur Hand, so kann man auch online gegen Spieler aus der ganzen Welt spielen.

Die Grafik ist gelungen, wenn man von dem Aspekt ausgeht, dass es vor Monaten ein Downloadspiel war und nun mit Bonusmaterialien als DVD-Spiel rauskam. Die Abwechslung in den verschiedenen Szenarien ist da, jedoch sieht alles ein wenig zu bunt aus. Der Sound hingegen kann voll punkten, nicht nur dass der Charakter mit seinen Schreien permanent ein Lächeln auf des Spielers Mund zaubert, nein hier muss man die Liebe zum Detail entdecken. Wenn man zum Beispiel in die Nähe der rumlaufenden Menschen fliegt, so kommen verschiedene Sprüche aus den Mündern der Beteiligten oder man hört Klänge eines Videospiels, wenn man in der Nähe eines Hotelzimmers ist. Hier macht es einfach Spaß genau zuzuhören und auch die verschiedenen Sounds zu suchen.


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Ich find das Spiel klasse. Die Steuerung ist total easy, selbst jeder ungeübte Spieler erlernt die Steuerung innerhalb weniger Minuten. Die Grafik und der Sound passt, der Spielspaß ist lang anhaltend. „Pain“ ist eines der wenigen Spiele, die man zwar nicht lange am Stück spielen kann, das aber immer wieder gespielt wird. Man kann jederzeit ein paar Runden spielen und dann wieder seine Konsole ausschalten. So soll es sein, denn ein Gelegenheitsspieler wird nie mehr Zeit investieren. So ist „Pain“ ein Spiel für Jung und Alt, für Anfänger und Profis, für Permanent-Zocker und 5-Minuten-Pro-Tag-Spieler. Gut gemacht, Sony!


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