Parapsycho – Spektrum der Angst

Parapsycho – Spektrum der Angst

Originaltitel: Parapsycho – Spektrum der Angst
Genre: Horror
Regie: Peter Patzak
Hauptdarsteller: Leon Askin • Debra Berger
Laufzeit: Ca. 100 Minuten
Label: cmv Laservision
FSK 18

Parapsycho – Spektrum der Angst   13.11.2012 von Tobi

Horrorfilme spielen meistens mit den Urängsten von uns Menschen. Wenn hier der richtige Punkt getroffen wird, dann gruseln bzw. erschrecken wir uns richtig. Dabei gibt es allerdings weitaus mehr als nur abartige Killer oder außerirdische Wesen. Themen wie Reinkarnation, Metempsychose oder Telepathie sind zwar nicht jedermanns Sache, aber wer daran glaubt, wird darin seinen Dämon finden. Der Film Parapsycho – Spektrum der Angst behandelt in drei Episoden genau diese drei Themen und zeigt dem Zuschauer, was Psychoterror wirklich ist. Der Film entstand in Deutschland im Jahre 1975 und zeigt unter anderem den jungen Mathieu Carrière in einer sehr interessanten Rolle ...

 

Eine Umfrage im Jahre 1975 hat ergeben, dass ungefähr 70% der Menschen an den sogenannten sechsten Sinn glauben. Vielen scheint es nicht abwegig zu sein, wenn unbekannte Kräfte über Dinge wie Leben und Tod entscheiden. Die folgenden drei Geschichten gehen näher darauf ein.

 

Reinkarnation:
Es geht um einen Mann namens Harry, der auf einem gedruckten Papier das Bild eines Schlosses sieht. Gefesselt von dem Bild findet er wie von selbst den Weg in dieses Schloss, wo er auch bereits erwartet wird. Er soll der neue Mieter sein und er beschließt, dort eine Nacht zu verbringen. Dabei begegnet er einer umwerfend schönen Frau, der er sexuell verfällt. Sie gesteht ihm einen Mord, den sie vor vielen Jahren begangen hat. Harry ist verwirrt und erfährt aus den Akten der Polizei, dass die Frau bereits seit 35 Jahren tot ist.

 

Metempsychose:
Ein Professor lässt sich auf eine Affaire mit seiner Studentin Mascha ein. Als er mit seiner Frau und der Familie im Auto unterwegs ist, passiert ein schrecklicher Unfall, den nur er und seine Tochter Debbie überleben. Debbie verkraftet den Verlust der Mutter nicht und beginnt, sie überall zu sehen. Daraufhin kommt sie in eine Psychiatrie. Als sie wieder entlassen wird, trennt sich der Professor von Mascha. Diese bringt sich daraufhin selbst um, was einen fatalen Effekt auf Debbie hat. Sie erlebt den Tod Maschas am eigenen Leib.

 

Telepathie:
Barbara hat gerade erst geheiratet, verlässt ihren Ehemann aber schon vor der Hochzeitsnacht.
Sie hatte noch nie Sex und flüchtet sich in die Arme eines jungen Malers. Dieser schafft es durch seine Art die junge Frau in seinen Bann zu ziehen, aus dem sie nicht mehr entkommen kann. Sie erlebt nun eine seelische Tortur, welche wohl nur der Tod beenden kann.

 

Die drei hier erzählten Geschichten sind interessant, wenn man mit diesen Themen auch etwas anfangen kann. Mir persönlich war das alles irgendwie zu viel und ich konnte mich hier größtenteils nicht wiederfinden. Das Problem werden sicherlich die meisten von Euch auch haben. Nur die zweite Episode hat es geschafft, mich umzuhauen. Das liegt aber nicht an dem Thema, sondern an einer Szene, die mir wirklich auf den Magen geschlagen ist. Hier wird die Obduktion einer echten Leiche gezeigt und so dermaßen zelebriert, dass man schon wegschauen muss. Etwas Derartiges muss einfach nicht sein, denn es gibt andere Mittel und Wege das darzustellen. Für mich sieht es hier so aus, als ob man einfach nur schockieren wollte.

 

Bildergalerie von Parapsycho – Spektrum der Angst (8 Bilder)

Dazu kommt die Tatsache, dass es in jeder Folge viel Sex zu bestaunen gibt. Das passt manchmal gar nicht und die nackten und vor allem behaarten Damen will heute niemand mehr sehen. Die Schauspieler aller Folgen sind größtenteils Durchschnitt, wobei Mathieu Carière deutlich hervorsticht. Er verkörpert den verrückten Maler in der dritten Episode souverän, wie eh und je. Insgesamt kann ich sagen, dass dieser Film eher an eine Fernsehproduktion erinnert, denn er wirkt einfach zu billig. Ich würde ihn auch nicht wirklich als gruselig einstufen, denn er schafft es zu kaum einer Zeit, den Zuschauer zu fesseln. Das ist sehr schade, denn die Grundidee ist genial und bietet genug Potenzial für einen guten Film. Aber da müssen wohl die richtigen Leute ran.

 

Die DVD von CMV bietet eine durchwachsene Bildqualität, was bei dem Alter des Filmes aber auch kein Wunder ist. Es ist voller Artefakte und Bildstörungen, was aber manchmal sogar passend wirkt. Der Ton ist dumpf und frontlastig und lässt die Dolby-Anlage mal durchatmen. Ein paar Trailer sind als Bonus an Bord und die Hartbox gibt es in zwei verschiedenen Cover-Varianten.


Das Fazit von: Tobi

Tobi

Ich kann hier fast gar nichts mehr dazu sagen, was ich nicht schon gesagt habe. Der Film verschenkt leider sein Potenzial in jeder Folge, da die Machart uninspiriert wirkt. Um Schwächen auszugleichen, setzt man hier auf Sex und echte Gewalt, was einfach nur unpassend ist. Kaum vorzustellen, dass hier eine echte Leiche zur Obduktion verwendet wurde, aber es ist echt so. Und ja, diese Szene wird jeden schocken. Wer sich so was mal reinziehen will, der ist hier herzlich willkommen und wer auf haarige Bären steht, darf auch zugreifen. Allen anderen empfehle ich den Film nicht. Schaut Euch lieber einen guten Tatort an, denn davon habt Ihr sicherlich mehr.


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