Pillars of Eternity - The White March Part II

Pillars of Eternity - The White March Part II

Publisher: Koch Media
Entwicklerstudio: Obsidian Entertainment
Genre: Fantasy Rollenspiel
Sub-Genre: Echtzeit-RPG
Art: Downloadcontent
Erscheinungsdatum: 16.02.2016
USK 16

Pillars of Eternity - The White March Part II   17.03.2016 von VanTom

Nachdem vor kurzem der zweite Teil von Pillars of Eternity – The White March erschienen ist, haben wir uns diesen Teil angesehen und sagen Euch, ob sich auch die zweite Erweiterung lohnt und die Rückkehr in die Weißmark den hohen Erwartungen gerecht werden kann. Und wie beim letzten Mal ist das riesige Mini-Weltraumferkel auch wieder mit dabei...

 

Ein Wächter zu sein, ist nicht gerade einfach. Nachdem wir die Ereignisse um die Wiedererweckung der weißen Esse aus dem ersten Teil gut überstanden haben und vielleicht auch unsere Ausrüstung mit dem wertvollen Durganstahl aus der Esse aufgewertet haben, sind wir in den Dyrwald zurückgekehrt. Wir haben weitere Etagen des Labyrinths unter unserer Festung erforscht. Eines Nachts schreckt uns ein Traum von einer großen Gefahr, welcher in der Weismark ihren Ursprung zu haben scheint aus dem Schlaf. Natürlich machen wir uns zusammen mit unseren treuen Begleiter auf den Weg und wollen uns ein Bild von der Bedrohung machen, welche sogar bis zu unserer Festung Caed Nua reichen soll.

 

So treffen wir wieder in der Stadt Stalwart. Diese hat sich seit unserem Abschied stark verändert. Die Minen der Stadt sind wieder eröffnet worden, der Tempel ist wieder von Priestern bewohnt (allerdings eines anderes Gottes) und auch ein neuer Laden hat in Stadt eröffnet. Ansonsten ist das Klima weiterhin rau und das Leben hart. Als wir ankommen, werden wir Zeugen einer Bürgerversammlung. Spannungen zwischen den alt eingesessenen Bewohnern und den Neuankömmlingen (welche dem Ruf der Esse und der Aussicht auf Reichtum gefolgt sind), sind spürbar. Wir erfahren bei der Versammlung, dass vor kurzem ein großes Heer angekommen ist und die Esse für sich beanspruchen will. Es wurde eine Delegation zu Verhandlungen zu den Invasoren geschickt, aber niemand hat diese wiedergesehen. In dieser aufgeheizten Situation erreichen wir die Stadt und müssen versuchen herauszufinden was eigentlich vorgeht. Dabei kann nichts mehr täuschen als der erste Anschein und vieles wird sich als falsche Annahme herausstellen.

 

Da sind wir also wieder in der Weismark und können uns direkt einmal umschauen. Dabei finden wir unsere neue Mitstreiterin, welche wir direkt mal rekrutieren. Die Barbarin Maneha sucht ein Kloster der Göttin Ondra um sich von einer Last aus einem vergangen Leben zu befreien, natürlich durch seliges Vergessen. Bei weiteren Streifzügen treffen wir natürlich viele weitere Bewohner, welche uns neue Aufgaben geben wollen. So müssen wir ein vermisstes Kind suchen und sollten ein Attentat durch einen düsteren Paladin verhindern. Dies ist für einen gütigen Wanderer eine angemessene Aufgabe. So lernen wir auch die neuen Gebiete kennen. Diese scheinen aber zu Anfang sehr übersichtlich zu sein. In einer spaßigen Quest bittet uns der neue Bürgermeister, dass wir uns um Nesta kümmern. Diese ist im Auftrag von Investoren aus Trutzbucht in der Stadt um Bedingungen für einen Investitionsvertrag auszuhandeln. Ja, die Globalisierung macht auch vor Computerrollenspielen keinen Halt.

 

Insgesamt merkt man dem Spiel an, dass die Entwickler viel Wert auf kleine Details gelebt haben. So können wir diesmal eine seelengebundene Rüstung finden, welche einer Abenteurerin gehört hat. Im Zuge des Auflevelns der Rüstung sollen wir in der Höhle eines Drachens übernachten, nachdem dieser getötet wurde. Nach dem Tod, welcher in einer epischen Schlacht durch einen einzelnen Magier und seinem seelengebundenen Zauberstab getötet wurde, findet die Gruppe eine Armschiene, welche ebenfalls dieser Abenteurerin gehört hat. Das ganze gibt uns einen interessanten Hintergrund und zeigt eine gewisse Gerechtigkeit für den Tod des Drachen. Insgesamt erweitert der zweite Teil das Spiel noch einmal um viele spannende Details und läuft gegen Ende zu Hochform aus. Die Geschichte bleibt sicher etwas hinter der Hauptgeschichte zurück, aber für eine unterhaltsame Schnitzeljagd reicht es allemal. Es gibt weitere seelengebundene Ausrüstung, z.b. einen Dolch, welcher immer schlechter wird, je höher wir in leveln.

 

Zusammen mit der Erweiterung ist ebenfalls das Update 3.00 erschienen. Dieses hat ebenfalls einige spannende Änderungen und Erweiterungen mit sich gebracht. So gibt es eine neue Quest-Reihe in der ein windiger Adliger unseren rechtmäßigen Anspruch auf unsere Festung Caed Nua anzweifelt. Ja, erst eine Festung vergammeln lassen und wenn jemand die Ordnung wiederhergestellt hat, kommen und behaupten, dass es Seins ist. Wir müssen also unseren Anspruch verteidigen. Ansonsten wurden die Festungs-Quests überarbeitet. Diese erzählen nun eine richtige Geschichte und bringen uns oft seltene Gegenstände ein. Auch kommen immer wieder Besucher in die Festung und wollen Unterstützung für irgendwelche Vorhaben vom Fürsten von Caed Nua. Sehr wichtig ist auch der Story Time-Modus, welcher erlaubt das Spiel, bzw. die Story ohne den Aufbau einer Party zu erleben. Der Tests dieses Modus war allerdings außerhalb dieses Reviews. Ansonsten wurden kleinere Änderungen am User Interface vorgenommen. Insgesamt einige spannende und interessante Neuerungen. Zusammen mit dem neuen Quest ein rundes Update.

 

Bildergalerie von Pillars of Eternity - The White March Part II (12 Bilder)


Das Fazit von: VanTom

VanTom

Auch hier ist es wieder nicht ganz einfach ein passendes Fazit zu schreiben. Die Erweiterung und die neuen Inhalte machen Spaß, wenn einem das Hauptspiel schon Spaß gemacht hat. Ich finde nicht, dass der Spieler aus dem Hauptquest herausgerissen wird um in die Weißmark zu reisen. Viel mehr lernen wir hier einen anderen Teil der Welt kennen und erfahren auch viel über die äußeren Umstände und Gegebenheiten kennen. Wir spielen den Fürsten einer wichtigen Festung und werden dadurch in wichtige Ereignisse dieser Welt gezogen. Die Erweiterung bietet mehr als nur einige neue Karten. Es wird auch viel zur Glaubwürdigkeit dieser Welt beigetragen. Die Handlung, welche im ersten Teil ihren Anfang genommen hat, wird fortgesetzt. Wir stehen vor einer großen Herausforderung und müssen dabei auch teilweise moralische Entscheidungen treffen. So können wir eine feindliche Festung stürmen oder aber auch uns hinschleichen, ganz ohne Kampf. Beim Endkampf kann es sogar entscheidend sein, ob wir Feinde im ersten Teil haben am Leben gelassen. Sind sie tot, können sie uns dann nicht mehr helfen. An dieser Stelle kann ich sagen, dass ich noch lange nicht genug von Eora habe und gerne zu einem Pillars of Eternity 2 zurückkehren möchte! Das Addon The White March macht jedenfalls Lust darauf.


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positiv negativ
  • Würdiger Abschluß des White March Addons
  • Spannende Geschichte
  • Neue seelengebundene Ausrüstun
  • Neue Gebiete und Änderungen auf den bestehenden Geländen
  • Neue Festungsquests
  • Schwächen im Balancing





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