Puppet Master III

Puppet Master III

Originaltitel: Puppet Master III – Toulon’s Revenge
Genre: Horror
Regie: David DeCoteau
Hauptdarsteller: Guy Rolfe • Richard Lynch
Laufzeit: ca. 79 Minuten
Label: CMV Laservision

Puppet Master III   12.10.2010 von Tobi

Alle guten Dinge sind drei. Dieses Sprichwort gilt in vielen Bereichen, so auch bei der Horror-Reihe „Puppet Master“. Nur zwei Jahre nach dem ersten Teil wurde bereits ein dritter Teil auf die Menschheit los gelassen. Dabei stellt sich natürlich die Frage, ob das wirklich sein muss. Denn „Puppet Master“ trifft nicht gerade den Geschmack eines jeden Film-Zuschauers. Selbstverständlich gebe ich diesem Film eine faire Chance und hoffe darauf, dass er besser ist, als der zweite Teil. Der folgende Bericht  zeigt, wie gut ein Prequel sein kann, denn der dritte Teil spielt vor den ersten beiden Teilen und dem Zuschauer wird der härteste und beste Teil der Reihe versprochen.

 

Im Jahre 1941 arbeiten die Nazis in Berlin an einem geheimen Experiment. Sie versuchen tote Soldaten wieder zum Leben zu erwecken, damit diese wieder im Kampf eingesetzt werden können. Leider bleibt ihre Arbeit vom Erfolg verschont. Gleichzeitig begeistert ein Puppenspieler namens André Toulon seine Zuschauer mit verblüffenden Tricks. Seine Puppen bewegen sich von ganz alleine und sogar ohne Schnüre. Seine politische Satire ruft recht schnell die Gestapo auf den Plan, die natürlich auch sehr daran interessiert ist, wie seine Puppen funktionieren. Toulon wird festgenommen und seine Frau Elsa wird erschossen. Auf dem Weg zum Gestapo-Hauptquartier gelingt Toulon mit seinen Puppen die Flucht und er findet Zuflucht in einer alten Ruine. Er schmiedet einen perfekten Racheplan, um den Tod an seiner geliebten Frau Elsa zu rächen. Er lässt die Puppen tanzen.

 

Puppet Master geht im bereits dritten Teil den Weg eines Prequels, was bedeutet, dass die Geschichte zeitlich vor dem ersten und zweiten Teil spielt. Aus der Sicht der Story ist dieser Ansatz sehr interessant, da man hier einiges mehr über die Entstehung der Puppen erfährt. Ansonsten wird dem Zuschauer hier keine besonders kreative Geschichte geboten. Es geht um böse Nazis, die böse Experimente machen und einem Puppenspieler an den Kragen wollen. Dabei wird natürlich kein Klischee ausgelassen, was auf die Dauer ein wenig nervig ist. Dafür hat man mit Richard Lynch einen perfekten Bösewicht, der seinen Charakter wirklich sehr gut verkörpert. Das bringt dem Film einige Pluspunkte, da die Puppen allein das Geschehen nicht am Laufen halten können.

 

Die Animationen der Puppen sind auch in diesem Teil im Stop-Motion-Verfahren erstellt worden, was ein gewisses Retro-Gefühl bei mir erzeugt hat. Ich mag halt die klassischen Methoden und finde sie besser, als schlechte Computeranimationen. Endlich dürfen die Püppchen auch mal richtig losmetzeln, was den Gore-Fans unter uns natürlich sehr gut gefällt. Es fällt mir zwar immer noch schwer zu glauben, dass eine kleine Puppe einen Menschen erwürgen kann, aber wenn man sich darauf einlässt, dann funktioniert der Film sehr gut. Die Splattereffekte sind zwar ganz gut in Szene gesetzt, aber bitte erwartet hier keine Schlachtplatte. Was ebenfalls positiv zu erwähnen ist, ist der Showdown, denn dieser ist echt cool in Szene gesetzt und weiß sogar zu überraschen. Also schön dran bleiben und den Püppchen beim Spielen zuschauen.

 

Die deutsche DVD-Veröffentlichung stammt wieder aus dem Hause CMV Laservision und kommt in ungekürzter Form daher. Das freut mich natürlich mal wieder ganz besonders, da dies heutzutage leider keine Selbstverständlichkeit ist. Die DVD befindet sich in einer kleinen Hartbox und der Käufer kann zwischen zwei verschiedenen Covermotiven wählen. Da ist mit Sicherheit für jeden was dabei. Bei der Bild- und Tonqualität braucht man jetzt nichts Bahnbrechendes erwarten. Alles spielt sich im durchschnittlichen Bereich ab und dennoch kann ich sagen, dass es eine der besseren deutschen Veröffentlichungen dieses Filmes ist. Beim Bonusmaterial gibt es sogar einen Blick hinter die Kulissen und auch diverse Trailer und Teaser. Wenn der Preis stimmt sollte man auf alle Fälle zuschlagen, um die Puppet Master Sammlung zu erweitern und zu vervollständigen.


Das Fazit von: Tobi

Tobi

Gott sei Dank ist der dritte Teil der Reihe wieder sehenswert, denn Teil zwei war ja nicht gerade „prickelnd“. Die Geschichte versorgt den Zuschauer mit einigen interessanten neuen Informationen über die Puppen und Toulon selbst. Das ist gerade für Fans der Reihe sehr interessant. Die Splatterszenen stehen hier nicht im Vordergrund, doch kommen sie auch nicht zu kurz. Kurz gesagt, die Mischung stimmt. Wer Horrorfilme mit Puppen mag, der kann hier bedenkenlos zugreifen. Alle anderen sollten sich vielleicht den Film vielleicht erst mal ausleihen. Ich für meinen Teil habe Gefallen an diesem Streifen gefunden und bin froh, dass er in dieser guten Qualität den Weg auf den deutschen DVD-Markt gefunden hat. Weiter so, CMV Laservision.


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