Rock Revolution

Rock Revolution

Publisher: Konami
Genre: Musikspiel
Art: Vollpreistitel
Erscheinungsdatum: 09.07.2009
USK 0

Rock Revolution   17.07.2009 von Panikmike

Wer möchte nicht auf ein Boot aufspringen, was eine gute Geldmaschine darstellt. Activision und auch Electronic Arts haben mit Guitar Hero und Rock Band gut vorgelegt und nun möchte auch Konami in diese Richtung gehen und produzierte „Rock Revolution“. Schaffen sie auch die Qualität der Mitbewerber?

Ich denke, man muss an dieser Stelle nicht erneut erklären, wie das Ganze funktioniert. Ganz klar, wieder mal fallen bunte Punkte von oben nach unten und der Spieler muss zur richtigen Zeit auf die richtigen Knöpfe seines Controllers bzw. Gitarren-Eingabegerätes drücken. Hier wurde nichts verbessert bzw. geändert, außer dass bei Rock Revolution das Ganze nicht so schön aussieht wie bei den Mitbewerbern. Es ist einfach von oben zu sehen und nicht aus einer schrägen 3D-Ansicht. Ein gravierender Unterschied ist der Schwierigkeitsgrad. Konami schafft es leider überhaupt nicht, hier eine Balance zu schaffen. Bei Guitar Hero sind die vorhandenen Grade schön gestaffelt, hier ist dies leider nicht der Fall. Während der eine Song zu leicht ist, ist der andere zu schwer. Ein großes Problem ist auch die Schlagzeugspur, denn die Bassdrum wird nicht per Querlinie dargestellt, sondern enthält ein eigenes Symbol. Was generell zwar nicht tragisch ist, doch zu einem späteren Zeitpunkt wird das Ganze sehr schwer, alles auseinander zu halten und richtig zu spielen.

Was ist aber neu bzw. was ist grundlegend anders als bei der Konkurrenz? Im Menu kann man sich erstmal aussuchen, ob man ein schnelles Spiel, eine Karriere, den Übungsmodus oder ins Studio gehen möchte. Zunächst will man natürlich einen Rocker, den man hier aber leider nicht erstellen kann. Es gibt anfangs acht verschiedene zur Auswahl und man kann sich im Laufe seiner Karriere noch ein paar mehr freischalten. Okay, ich wähle nun meinen Rockstar aus und los gehts, natürlich vorher noch schnell das Instrument auswählen. Hier habe ich leider nur die Möglichkeit eine Gitarre oder das Schlagzeug zu wählen.

Danach sucht man sich noch sein Event aus und es geht ins Spiel. Hier ist alles etwas anders als bei den Klassikern des Genres. Ich habe verschiedene Events, die ich spielen muss. Es sind Herausforderungen, die ich absolvieren muss, um weiterzukommen. Zum Einen gibt es normale Konzerte, dann eine Störnoten-Herausforderung oder sogenannte Gib-Gas-Herausforderungen. Bei der letzt genannten muss ich das Lied schaffen, wobei sich der Schwierigkeitsgrad währenddessen erhöht. Bei den Störnoten muss ich eine gewisse Punktzahl schaffen, ohne die falschen Töne zu spielen.

Diese Idee ist sehr gut, doch leider ist die Ausführung nicht so wirklich gelungen. Wenn man drei von den vorgegeben sechs Events erfolgreich absolviert, so ändert die Platte ihren Status. Aus Silber wird Gold, aus Gold wird Platin. Für Platin muss man alle sechs Songs absolvieren. Blöd ist nur, dass die Herausforderungen mit denselben Songs gestrickt sind, die man gerade eben in diesem Album gespielt hat. Wer will den schon die gleichen Lieder nochmal hintereinander spielen?

Die Songauswahl beschränkt sich hier auf 41 Lieder. Das haben wir bei den Mitbewerbern aber schon besser gesehen. Ein großes Manko ist auch, dass es sich hier lediglich um Coversongs handelt. Die Lieder selbst wären eigentlich gut gewählt, doch die gecoverten hören sich nicht mal annähernd so gut an wie die Originale. Schade, denn Songs wie „All the Small Things” von Blink-182, Blitzkrieg Bop von den Ramones, Run to the Hills von Iron Maiden oder Youth Gone Wild von Skid Row sind schon wirklich geile Lieder, die man gerne hört bzw. hier auch nachspielen möchte.

Die Grafik generell ist gut gelungen, doch leider wirken die Bühnen und die Auftritte eher steril. Die Zuschauer machen alle die gleiche Bewegung und die Band rockt, als ob Amateure auf der Bühne stünden und keine Profis. Die Atmosphäre eines Rockkonzerts ist hier nicht mal annähernd erreicht, die Animationen wirken zu steif und manchmal sogar lächerlich.

Was Rock Revolution außerdem noch zu bieten hat, ist ein Studio. Hier kann man auf verschiedenen Spuren seine eigenen Songs aufnehmen. Das Ganze ist sehr einfach und funktioniert relativ gut, man kann seine Noten selbst live aufnehmen und danach bearbeiten. Hier kann man problemlos gute Ergebnisse erzielen. Ist man mit seinem Song fertig, so kann man ihn bequem auf der Platte speichern, leider aber nicht im World Wide Web verteilen. Ich frage mich an dieser Stelle, ob ich mir selbst einen Song basteln soll, um ihn dann quasi mit niemandem teilen zu können?

Natürlich kann man das Spiel auch mit mehreren Spielern spielen, entweder man sitzt dann mit Freunden vor einer Konsole, oder man geht ins Internet und spielt gegen andere Musiker. Hier kann man sich normal duellieren, ein Lied zusammen spielen oder gar einen Bandwettkampf machen. Leider konnte ich zu keiner Zeit einen geeigneten Spieler finden. Die Server sind oben, doch anscheinend gibt es kaum Spieler, die Rock Revolution online spielen möchten, sehr schade.


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Also ich liebe ja Guitar Hero und generell alle Musikspiele, die es in ähnlicher Form gibt. Leider konnte mich Rock Revolution nicht überzeugen, dafür hat Konami einfach viel zu viel falsch gemacht. Die Ansätze waren gut, doch an der Ausführung hapert es gewaltig. Die Songauswahl ist zu gering, die Coversongs präsentieren sich nicht gut genug, die Grafik und Animationen sind zu steril und das Publikum ist grausam. Ebenso fehlt einiges wie zum Beispiel ein Charaktereditor und eine Spur für das Mikrofon. Hätte man das Spiel vor Jahren herausgegeben, so hätte es eine Chance gehabt, doch heutzutage geht es definitiv unter, denn die Konkurrenz ist einfach zu gut! Hier bleibt nur zu hoffen, falls ein Teil 2 kommt, dass die Entwickler sich alle negativen Punkte zu Herzen nehmen und alles verbessern!


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positiv negativ
  • Gute Herausforderungen
  • Schönes Tonstudio
  • Gute Onlinemodi
  • Günstiger Einstiegspreis
  • Storymodus nicht ideal
  • Nur Coverversionen
  • Schlechte Animationen
  • Kein Charakter Editor
  • Bassdrum bei der Schlagzeugspur grausam
  • Sterile Bewegungen der Charaktere





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