Stranger Things

Stranger Things

Originaltitel: Stranger Things
Genre: Mystery
Regie: Matt Duffer • Ross Duffer
Hauptdarsteller: Winona Ryder • David Harbour • Finn Wolfhard
Laufzeit: Streaming (440 Min)
Label: Netflix

Stranger Things   05.08.2016 von LorD Avenger

Nach dem Verschwinden eines Jungen treten in einer Kleinstadt geheime Regierungsexperimente, übernatürliche Kräfte und ein merkwürdiges kleines Mädchen zutage...

 

Habt ihr Super 8 gesehen? Habt ihr ihn gemocht? Dann solltet ihr keine Zeit verlieren und schleunigst Stranger Things anschauen. Nicht nur haben wir hier den seltenen Fall von nicht absolut nervtötenden Kinderdarstellern, sondern auch eine spannende Mystery-Story mit sympathischen Charakteren und die am besten eingefangene 80er-Atmosphäre seit Far Cry 3 Blood Dragon und Kung Fury. Nicht nur Autos, Fahrräder, Spielzeug und natürlich auch Frisuren und Kleidung sind eine Punktladung, sondern ganz besonders der Soundtrack, dessen Musikstücke alleine einen 30 Jahre in die Vergangenheit versetzen.

 

Wie auch bei Super 8 oder Die Goonies steht hier eine Gruppe von unzertrennlichen jungen Freunden im Mittelpunkt, die mit ihren 10-stündigen Dungeons & Dragons-Sessions gewohnt nerdy sind und in ähnlich fantastische wie gefährliche Umstände hineinschlittern, die sonst nur in ihrem Keller gewürfelt und ausgedacht werden. Als einer von ihnen spurlos verschwindet und im Gegenzug ein sonderbares Mädchen mit Stoppelhaarfrisur und beängstigenden Fähigkeiten auftaucht, überschlägt sich die einfache Welt der Jungs und die mysteriösen Vorfälle häufen sich. Weitere Menschen verschwinden, andere werden tot aufgefunden, das Stromnetz spielt verrückt und dann ist da auch noch die Top Secret Forschungseinrichtung der Regierung mitten im Wald...

 

Anders als in den oben genannten Filmen wird die Geschichte, wie für eine Serie üblich, aus verschiedenen abwechslungsreichen Perspektiven erzählt. Zum einen die junge Clique, die nach ihrem vermissten Freund sucht, zum anderen die verschlossene Eleven, die sich vor irgendetwas versteckt, dann Wills verzweifelte Mutter Joyce (gespielt von der wohl bekanntesten Darstellerin im Kader, Winona Ryder), die versucht mit ihrem Sohn in einer Parallelwelt Kontakt aufzunehmen, während uns nebenbei auch bruchstückhaft Einblicke in die Forschungseinrichtung gewährt werden, wo der Zugang zu eben jener Schattenwelt offenbar geschaffen wurde... und wo die schreckliche Kreatur herstammt, die alle in Angst und Schrecken versetzt. Plus die nicht ganz unwichtigen Nebengeschichten des cleveren Sheriffs und der Teenager, die dem Regierungskomplott ebenfalls auf die Schliche kommen. Alles sehr harmonisch und spannend zusammengefügt, mit talentierten Darstellern versehen und einer einnehmenden, düsteren Atmosphäre unterlegt.

 

Bildergalerie von Stranger Things (4 Bilder)

Neben Winona Ryder war die größte und angenehmste Überraschung für mich die junge Millie Bobby Brown, die mich trotz ihres Alters erst vor kurzem in der Mysteryserie Intruders vollkommen umgehauen hat. Eine grandiose Darstellerin, von der wir noch Großes zu erwarten haben! Zu ihrer neuen Kurzhaarfrisur wurde sie übrigens mithilfe eines Bildes von Charlize Theron aus Mad Max: Fury Road überredet.


Das Fazit von: LorD Avenger

 LorD Avenger

Stranger Things ist eine Serie, die von Stephen King geschrieben und von Steven Spielberg verfilmt sein könnte. Ohne viel verraten zu wollen, da das bei Mysterygeschichten ja immer ein schwieriges Thema ist, kann ich die Serie durch die Bank empfehlen - vorausgesetzt natürlich, man hat keine absolute Abneigung gegen Kinder, Mystery-Fantasy oder die 80er-Jahre. Atmosphäre, Darsteller, Charaktere, Geschichte und Spezialeffekte lassen kaum Wünsche übrig und man verschlingt die Serie zwangsläufig, sodass man schneller als einem lieb ist am Ende der letzten achten Folge angelangt, die das Ende der ersten Staffel besiegelt. Ich halte es für unwahrscheinlich, dass die Serie angesichts der zahlreichen positiven Resonanz keine Fortsetzung erhält, falls aber doch, macht das überhaupt nichts. Ein weiterer starker Pluspunkt ist der Umstand, dass die erste Staffel zwar die Möglichkeit für eine Fortsetzung offen hält, im Großen und Ganzen aber stimmig in sich geschlossen ist. 


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