Sushi Striker: The Way of Sushido

Sushi Striker: The Way of Sushido

Publisher: Nintendo
Entwicklerstudio: Nintendo
Genre: Puzzle
Art: Fullprice
Erscheinungsdatum: 08.06.2018
USK 6

Sushi Striker: The Way of Sushido   12.07.2018 von LorD Avenger

Musashi der seine Eltern in den Sushi-Kriegen verloren hat, trifft auf den Sushi Striker Franklin, der Sushi der gesamten Welt zugänglich machen möchte...

 

Handlung

 

Die drei Nennungen des Begriffs "Sushi" in der Einleitung oben sind nur ein Vorgeschmack auf die Beschreibung der Geschichte, die sich geradezu albern um das japanische Lieblingsessen dreht. In einer hungernden Welt macht sich das Imperium die sogenannten Sushi-Geister zunutze, um allein für sich Sushi zu produzieren - denn da es in der Sushi Striker-Welt keine Fische gibt, sind magische kleine Plüschwesen die einzige Quelle der leckeren Happen. Sushi Striker Franklin stellt sich dieser Grausamkeit und will jedem Menschen auf der Welt die kulinarischen Genüsse zugänglich machen. Natürlich passt den Bösen das überhaupt nicht und sie nehmen ihn gefangen - aber zum Glück konnte er vorher den oder die junge/n Musashi (Geschlecht frei wählbar) von seiner Leibspeise und Lebensmission überzeugen, der mit seinem eigenen Sushi-Geist loszieht, um Franklin und alle anderen Menschen von der Tyrannei zu befreien.

 

Davon abgesehen, dass einschließlich dem Autoren niemand die Geschichte ernstnehmen kann, ist sie sehr Nintendo - kindgerecht, unkompliziert, bunt und witzig, wenn auch ziemlich anspruchslos. Die meisten Gegner stellen imperiale Soldaten dar, die sich ähnlich wie die Rüpel aus sämtlichen Pokémon-Spielen dasselbe Charakterdesign teilen. Abwechslung bieten die immer wieder auftauchenden Hauptfiguren, darunter der weinerliche Rivale (auch sehr Pokémon), das fehlgeleitete Mädchen, der muskelbepackte imperiale General, der hinterhältige Anführer des Widerstands und natürlich der Imperator selbst. Zusammengehalten wird das Ganze von einer sehr dialoglastigen Geschichte, die den Spieler - trotz dem Umstand, dass es sich lediglich um ein Puzzle-Game handelt - viel lesen lässt. Eben auch typisch Nintendo, die selbst in ein Tennis-Spiel wie Mario Tennis Aces eine ausschweifende Geschichte einbauen.

 

Look

 

Genau wie das Cover des Spiels ist auch das Game selber wunderschön gezeichnet und knallig bunt. Mit einigen vollsynchronisierten (nur englische Sprachausgabe mit deutschen Untertiteln) Zwischensequenzen im hochwertigen Anime-Stil gibt man den Charakteren wirkliches Leben, denen man anschließend mit einer großen Palette von Standbildern Ausdruck verleiht, die geradezu alle erdenklichen Gesichtsausdrücke und Körperhaltungen abdecken. Auch im eigentlichen Spielbildschirm sehen wir die schön gezeichneten Charaktere, obgleich hier das geradezu kunstvoll angerichtete Sushi im Vordergrund steht, dass auf Tellern über diverse Rollbänder rauscht.

 

Bildergalerie von Sushi Striker: The Way of Sushido (6 Bilder)

Gameplay

 

Klickt man sich durch den ganzen Text der Story landet man endlich im Spielbildschirm. Der Touchscreen unten zeigt drei schmale Fließbänder, lückenlos gefüllt mit Sushi-Tellern, plus einem weiteren Band, das gleichzeitig vom Gegenspieler genutzt werden kann, dessen Handeln man auf dem oberen Bildschirm verfolgen könnte - tatsächlich ist nach Anpfiff aber dermaßen viel los, dass man nahezu nichts Anderes im Auge behalten kann als die dahinrauschenden, voll beladenen Sushi-Bänder. Man sieht kaum die sich füllenden Balken seiner Sushi-Geister, hat nicht wirklich Gelegenheit auf die eigene Energieleiste oder die des Gegners zu schauen, geschweige denn überhaupt auf den anderen Bildschirm, wo es nicht minder hektisch zugeht. Sushi Striker erfordert zweifelsohne eine Menge Aufmerksamkeit, schnelle Bewegungen und leider auch eine gehörige Portion Glück.

 

Während die vier Fließbänder in meist unterschiedliche Richtungen laufen, müssen gleichfarbige Teller miteinander verbunden werden, um diese abzuräumen und als Munition zu stapeln. Je mehr Teller im selben Zug, der maximal sieben Sekunden lang sein darf, verbunden werden, umso höher der nächste von maximal fünf gleichzeitigen Tellertürmen. Mit einem weiteren Wisch über den Touchscreen schleudert man diese in Sushi Striker-Manier auf den anderen Bildschirm gegen den Gegner. Je höher der Tellerturm, desto mehr Schaden, aber auch mehrere aufeinanderfolgende Angriffe mit derselben Tellerfarbe führen zu stärkeren Combos und jede Farbe hat ohnehin ihre ganz eigene Angriffskraft. Relevant für die gesammelten Punkte ist beim Aufsammeln sogar, welche Art Sushi auf den Tellern liegt - nicht, dass man in all der Hektik und den begrenzten Möglichkeiten des kleinen Spielfeldes wirklich Gelegenheit dazu hätte, wählerisch zu sein.

 

Neben diesem Kernelement des Gameplays lädt man mit dem Sammeln von Punkten auch die Leisten seiner Sushi-Geister auf, die man sammeln kann wie Pokémon und anschließend im Kampf als Unterstützung benutzt. Mit unterschiedlichen Fähigkeiten können diese beispielsweise einen temporären Schutzschild errichten, alle in diesem Moment zu sehende Teller einfärben, die Energieauffüllen, den Gegner durcheinanderbringen oder oder oder... Zusätzliche taktische Vorteile können diverse Ausrüstungsgegenstände oder Items bringen.


Das Fazit von: LorD Avenger

 LorD Avenger

Nintendos neues Puzzle-Game präsentiert sich, wie vom Publisher gewohnt, bunt, kindgerecht und gute-laune-machend. Für meinen Geschmack gibt es bei einem Spiel dieses Genres eindeutig zu viel Story, immerhin ist diese aber mit Anime-Cutscenes und wunderschönen Cartoon-Zeichnungen gut umgesetzt, wenn für erwachsene Spieler zumindest nicht unbedingt nervenzerreißend spannend. Das Gameplay ist ein interessantes Konzept, das allerdings schnell in anstrengende Hektik ausartet, bei der man sich strikt auf seine Fließbänder konzentrieren muss und alles andere, wenn auch nicht unbedingt wichtig, komplett verpasst. Aber selbst alle Konzentration hilft teilweise nicht, wenn die zufällig vorbeifahrenden Teller nicht mit dem eigenen spielerischen Glück kompatibel sind oder wenn sich manche Tellerfarben - noch mit den unterschiedlichen Sushis darauf - schwer unterscheiden lassen (zumindest auf dem 3DS). Die Geister-Kräfte, speziell die des Gegners, machen dann alles noch hektischer durch beschleunigte oder plötzlich andersherumfahrende Fließbänder, wodurch das Spiel einzig mithilfe des 3DS-Stylus und dem Touchscreen zu bewältigen ist, was es für mich eher ungeeignet für unterwegs macht und alles in allem auch wenig Langzeitmotivation bietet.


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positiv negativ
  • Wunderschöner, liebevoller Grafik- und Zeichenstil
  • Zahlreiche zu sammelnde Sushi-Geister mit unterschiedlichsten Fähigkeiten
  • Zu hektisches Gameplay, das die strategischen Möglichkeiten des Spiels zunichte macht
  • Wenig Abwechslung und entsprechend wenig Langzeitmotivation
  • Für meinen Geschmack etwas zu viel (kindliche) Story für ein Puzzle-Game





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