Terra Willy

Terra Willy

Originaltitel: Terra Willy: Planète inconnue
Genre: Animation • Kinder • Familie
Regie: Eric Tosti
Laufzeit: DVD (86 Min) • BD (89 Min)
Label: EuroVideo
FSK 6

Terra Willy   07.12.2019 von Born2bewild

Kevin - Allein zu Haus… ok, nicht Kevin und auch nicht zu Hause, aber die Situation von Willy ist ähnlich. Mit zehn Jahren ist er gerade einmal zwei Jahre älter als Kevin (Macaulay Culkin) im Filmklassiker. Dafür muss er aber mit ganz anderen Gefahren auf einem fremden Planeten klarkommen. Wie es dazu kam und ob uns der französische Terra Willy zugesagt hat, erfahrt Ihr in unserem Review…

 

Inhalt

 

Der zehnjährige Willy lebt zusammen mit seinen Eltern auf einem großen Forschungsraumschiff. Dabei spielt er sehr gerne das Videospiel Flash Ryder, dass mit einer Art Holoprojektor, einem Bogen und einem Hoverboard gespielt wird. Jetzt ist der Tag gekommen, an dem die Heimreise ansteht. Willy darf seinem Vater zur Hand gehen und muss dafür diverse Steine im Lagerraum fotografieren während seine Eltern auf der Brücke das Schiff gen Erde steuern. Dann gibt es auf einmal eine Kollision. Schnell stellen die Eltern fest, dass sie sich in einem Asteroidenfeld befinden und aktivieren den Schutzschild. Gerade als sie Willy zu sich auf die Brücke rufen und er sich auf den Weg macht, tritt ein Notfallprogramm in Kraft und verriegelt alle Schotts. Der Schutzschild ist zusammengebrochen und die Asteroiden treffen direkt auf das Schiff. Willy kann sich gerade noch so in eine Rettungskapsel retten, bevor die Scheibe seines Zimmers zerbricht und die Einrichtung durch den Unterdruck ins All gesogen wird. Willys Rettungskapsel wird aus dem Schiff geschossen und wenig später sieht er nur noch, wie das Forschungsschiff explodiert. Glücklicherweise sind seine Eltern auch noch entkommen und melden sich gleich bei ihm. Allerdings ist ihre Kapsel in eine völlig andere Richtung unterwegs, sodass Willy erst einmal auf sich selbst gestellt ist…

 

Ist der zehnjährige Junge der Aufgabe gewachsen? Wird er seine Eltern jemals wiedersehen und zur Erde zurückkehren können?

 

Terra Willy ist eine Art Survival Abenteuer für Kinder. Der Junge landet auf einem völlig fremden und anfangs feindselig wirkenden Planeten und hat als Unterstützung nur einen an Baymax erinnernden Roboter namens Buck bei sich. Dieser hat die oberste Priorität seinen Mister William um jeden Preis zu beschützen. Das gelingt ihm mal gut und mal weniger gut, denn seine Ansichten sorgen zwischen den beiden für etwas Spannung. Doch im Zuge des Abenteuers lernt auch die Maschine dazu, Willys Emotionen zu deuten und auf seine Bedürfnisse einzugehen. Ziemlich am Anfang des Abenteuers lernt Willy auch ein hundeähnliches Alien kennen. Entsprechend seiner Leidenschaft für Flash Ryder, benennt er ihn nach dem Videospiel. Buck erkennt den Sinn der Beziehung zwischen Willy und Flash nicht und verjagt ihn immer wieder. Das sorgt bei seinem Schützling natürlich für Unmut. Trotzdem lässt sich der Junge nur kurz beirren und geht seinem Forscherauftrag nach, alle Steine und Lebewesen zu dokumentieren. Dabei stößt er auf die verschiedensten Lebensformen, wie zum Beispiel riesige Käfer mit einer interessanten Methode um Hilfe zu erhalten. Im Zuge des Abenteuers reift der kleine Junge immer weiter und ist ab einem gewissen Punkt auch auf sich selbst gestellt, denn natürlich geht dem Rettungsroboter irgendwann der Saft aus und die Ersatzbatterie scheint verloren. So hat der Film dann gewisse Ähnlichkeiten mit einem Tarzan oder sogar einer kindgerechten Variante von Rambo. Alles in allem weiß der Film aber vor allem seine Zielgruppe, Kinder ab sechs, zu überzeugen. Er hat viel Situationskomik, ein kindgerechtes Design und einen ausgezeichneten, rockigen Soundtrack. Gerade der hundeähnliche Flash ist sehr süß gemacht. Die Altersbeschränkung ab sechs kommt vermutlich vor allem durch den Zwischenfall mit den Eltern am Anfang und ein paar unfreundliche Aliens am Anfang und Ende. Ansonsten konnten wir keine gruseligen Szenen feststellen.

 

Bildergalerie von Terra Willy (6 Bilder)

Details der Blu-ray

 

Mit knapp eineinhalb Stunden kommt Terra Willy auf eine für Kinderfilme übliche Laufzeit. Die Blu-ray weist zwei Tonspuren auf. Die eine auf Deutsch, die andere in der Originalsprache Französisch. Die deutsche Tonspur ist ausgezeichnet und hat mit DTS-HD Master 5.1 einen hervorragenden Raumklang. Auch die Bildqualität ist herausragend. Sie besticht durch eine sehr gute Schärfe und einen ausgewogenen Kontrast. Durch den fremden Planeten hatten die Macher sehr viele Gestaltungsfreiräume und haben sich für eine sehr kindgerechte und farbenfrohe Welt entschieden. Die ganzen Farben wirken sehr satt und die Kombination sehr rund. Sucht man aus technischer Sicht Kritikpunkte, so könnte man hier lediglich ein bis zwei Szenen nennen, in denen die Animationen kurz mal ins Stocken gerieten oder das Fehlen von Extras.



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Das Fazit von: Born2bewild

Born2bewild

Alex:

Auf Terra Willy bin ich auch wieder eher zufällig gestoßen, da ich den französischen Film nicht auf dem Schirm hatte. Man ist hier doch sehr von Disney geprägt. Doch Eric Tosti und sein Team beweisen, dass sie es draufhaben und liefern einen sehr stimmigen und kinderfreundlichen Science-Fiction Film ab. Die Animationen und das Design des Films sind wirklich ausgezeichnet gelungen und die Geschichte des kleinen Jungen, der zu einem Helden heranwächst, wirkt stimmig. Sein Roboter Buck erinnert zwar ein wenig an Disneys Baymax und die Geschichte vom Grundgedanken her an Kevin – Allein zu Haus, der Film geht aber trotzdem seinen eigenen Weg. Für uns und unsere beiden Jungs war der Film auf jeden Fall ein kleines Highlight, das wir mit ausgezeichneten 9/10 Punkten bewerten.


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